Daily Archive for Juli 1st, 2007

Casting

Gestern war ich mit Sebastian beim Casting zu der Show “Das Quiz mit Jörg Pilawa“. War echt mal interessant. Ich war nur Ersatz, weil Bastis eigentlicher Partner nicht konnte. Als ich von Katja angemeldet wurde, habe ich mich nicht groß gewehrt. Schließlich wollen wir ja heiraten und das will bezahlt werden. Außerdem bin ich der Meinung, dass in unserem Wohnzimmer ein Flachbild-Fernseher fehlt. :-) Also, auf zum Casting.
Um fünf war Beginn und um halb fünf schlugen wir da auf. Rein ins Hotel und die Räumlichkeiten für das Casting gesucht. Da haben wir dann noch die halbe Stunde mit Warten zugebracht. Dann rein in den Raum und hier bekamen wir alle Namensschildchen und durften uns setzen. Nacheinander mussten die Kandidaten-Paare sich gegenseitig vorstellen. Also, musste ich was über Sebastian sagen und er ein paar Takte über mich. Eine Frau war mit ihrer Mutter dort und als Mutti bei der Vorstellung nur über sich redete fiel die Tochter ins Wort:
Tochter: “Hallo, ich bin dran!”
Mutter: “Was? Achso, ja, dann sag doch, dass Du noch nicht fertig bist!”
Tochter: “Darum geht es nicht. Du sollst mich vorstellen und nicht über dich reden!”
Mutter: “Oh!”

Nach der Vorstellungsrunde kam dann ein Wissenstest mit 25 Fragen. Die wurden uns relativ schnell vorgelesen, um uns ein bißchen in Stress zu bringen. Pff, wenn das Stress sein soll, dann weiß ich ja nicht, was bei denen normales Tempo ist. Dann geht alles rückwärts? Die Fragen waren okay, eine habe ich auf jeden falsch gehabt und bei einer war ich nicht so sicher. Sebastian hatte auch ein gutes Gefühl. Danach war Pause und von den 20 - 25 Paaren sollten dann nur noch einige wenige zum Videocasting genommen werden. Wir sind an dieser Stelle rausgeknallt. Leider bekommt man nicht gesagt, woran es liegt. Klar ist, dass man beim Wissenstest wohl nicht allzu schlau sein darf, denn die wollen ja auch keine Kandidaten, die ständig den Jackpot knacken. Und dann ist auch die Geschichte wichtig, warum man sich kennt. Da konnten Sebastian und ich nicht soo auftrumpfen. Fünf Paare kamen nur weiter. Eines der Paare arbeitet bei der Sperrmüllabfuhr in Hamburg, was ja Raum für viele Anekdoten lässt (Was ist das interessanteste, was sie gefunden habe? usw.). Dann eine ca. 80-jährige Frau mit ihrem Schwiegersohn (ca. 20 Jahre jünger). Die Dame war immerhin schon Uroma, ich denke sowas zieht dann natürlich auch.

Naja, es war mal interessant, da mitzumachen, auch wenn wir nicht weitergekommen sind. Muss ich weiter Lotto spielen.

Das erstmals-betrunken-Stöckchen

So, habe also von der Nachtfliegerin ein Stöckchen gefangen und soll mich jetzt hier zum Thema “Zum ersten Mal besoffen” äußern. Also, als ich zarte 15,5 Jahre alt war, bin ich eines Abends mit Axel auf die Verlobungsfeier seines Bruders gefahren. Axel hatte zwei Brüder, die beide einige Lenze mehr auf dem Ticker hatten als wir zwei. Wir dürften auch so ziemlich die Jüngsten dort gewesen sein. Vorher hatte man sich auch schon mal ein Bierchen gegönnt, aber auch nicht mehr als ein oder zwei. Zeit also, für eine Sauferei mit allen Extras.
Auf der Party wurden wir einem der Brüder in die tiefen Geheimnisse des “U-Boot-Saufens” eingeführt. Dafür bekamen wir ein 0,4l Bier und darin wurde ein kurzer versenkt. Beide zusammen mussten dann auf Ex weggehauen werden. Unbedarft wie ich war, habe ich mich mit Begeisterung in die Materie gestürzt. Kann ja keiner ahnen, dass das Saufen auf Ex die Zeit bis zum Vollrausch erheblich verkürzt. Also, den ersten Becher angesetzt und runter damit. Zur allgemeinen Belustigung konnte ich den Humpen schneller leermachen als alle anderen. Angespornt durch die Aufmerksamkeit stürzte ich eine komplette U-Boot-Flotte runter. Und war ratzfatz voll wie ein Amtmann. Von der Party weiß ich nicht mehr viel, irgendwann wurde ich dann nach Hause gebracht, wo ich dann in einem letzten Anfall von Mitdenken einen Eimer neben das Bett stellte. Im Bett machte ich dann die erste Bekanntschaft mit dem guten alten Hubschrauber im Kopf. Alles drehte sich, und als alles nichts half, machte ich mich daran, den Eimer vollzumachen. Meine Mama hat alles mitgekriegt und sich schön einen gefeixt. Ich glaube, in der Nacht habe ich den Eimer später noch wieder saubergemacht.
Am nächsten Tag musste ich um acht aufstehen und nach Hamburg zu einem Handballturnier. Die ganze Fahrt über war ich fest davon überzeugt, früher oder später sterben zu müssen und gespielt habe ich wie ein Zombie. Nie wieder Alkohol habe ich mir geschworen. Und das hielt auch bis zum nächsten Pils.