Wer schlechte Laune hat und seine bisherige Lebensleistung in Frage stellt, schaut sich das anschließende Video nicht an, wo ein 5-jähriger Steppke “Chop Suey” von System of a Down an den Drums nachspielt. Könnte schwerste Depressionen auslösen.
In seinem Youtube-Channel gibt es noch mehr coole Videos und auch Songs mit weniger Krach für die saitbesaiteten Puschis da draußen. (via)
Am Montag war ich mit der Nachtfliegerin und dem Lord in der Markthalle, um Enter Shikari zu sehen. Da waren wir drei schon vor knapp zwei Jahren und das war ein Fest, weshalb ich mich auch schon auf das Konzert gefreut habe. An der Markthalle waren wir ein bißchen sehr früh, so ca. 19:20 Uhr. Der Einlass war aber erst sehr viel später, so dass wir uns noch ein bißchen die Beine in den Bauch gestanden haben, bzw. der Lord noch verzweifelt ein Ticket an den Mann zu bringen versuchte. Hat nicht geklappt. Irgendwann durften wir dann endlich in die Halle und sind gleich nach vorne gegangen, um uns in der ersten Reihe seitlich von der Bühne zu positionieren. In der Markthalle lässt sich nur in der Mitte durchdrehen, da die Seiten in Form von Treppen leicht nach oben gehen. Auf eben so einer Treppenstufe haben wir es uns dann bequem gemacht.
Um punkt neun kam dann die Vorband, die Qemists. Die vier Jungs und ein Mädel machen eine Mischung aus Drum ‘n Bass und Rock. Ich musste die ganze Zeit an Asian Dub Foundation denken, doch wenn man sich das Album mal anhört, ist es schon ein bißchen anders. War auf jeden Fall sehr gut, auch wenn da mehr Effektgeräte als alles andere auf der Bühne rumstanden und das Ganze auch locker vom Band hätte kommen können. Danach dann der obligatorische Umbau für Enter Shikari.
Um kurz vor zehn kamen die vier dann auf die Bühne und ab ging die Post. Da gab es dann amtlich auf die Fresse. Man kann ja sagen, was man will, aber die Kollegen haben mords einen an der Waffel, nicht mehr alle Tassen im Schrank oder wahlweise nicht mehr alle Latten am Zaun. Aber alles im Sinne, dass sie einfach richtig geil abgehen. Die Security war nur mäßig begeistert von den Versuchen der Band, sich dem Crowdsurfing hinzugeben und zog die Jungs immer wieder zurück auf die Bühne. Nach 80 Minuten und einer guten Mischung aus alten und neuen Songs vom kommenden Album war dann Schluß und wir zogen von dannen. Fotos der Show kann man sich bei der Nachtfliegerin zu Gemüte führen.
Abschließend lässt sich sagen, dass wir viel Spaß hatten. Aber wir haben uns auch mächtig alt gefühlt zwischen den ganzen 16jährigen Aushilfsemos. Ich fordere getrennte Seniorenbereiche, die Konzertbesuchern ab dreißig offenstehen. Da gibt es dann gemütliche Sofas und Früchtetee. Und das Konzert war das erste, welches ich mit Gehörschutz absolviert habe, was angesichts der Tatsache, dass wir ca. einen Meter schräg vor der Boxenwand standen auch nicht ganz verkehrt war. Kommt dennoch genug im Innenohr an.
Tja, hier ist sie also: Die wahrscheinlich mieseste Vereinshymne uff der Welt. Kommt vom FSV Frankfurt, einem Club, der in den Niederungen der zweiten Liga vor sich hindümpelt, aber immerhin noch vor dem Drittligisten in spe, nämlich Hansa Rostock. Es empfiehlt sich, die Hymne auszuspielen, um auch die kleinen versteckten Wortspiele zu entdecken und um sich dann auch auf die Metaebene in dem Stück einzulassen. (via Scudettoblog)
Zu meinem Geburtstag habe ich eine Karte für die amerikanische Band Rise Against geschenkt bekommen. Am letzten Freitag stieg die Sause in Hamburg. Ich also hin nach Hamburg, um dann zusammen mit dem Lord der Nachtfliegerin zur Alsterdorfer Sporthalle, wo das Konzert stattfinden sollte. Dort angekommen haben wir gemerkt, dass wir mit Anfang dreißig mal locker den Altersschnitt sprengen. Rein in die Halle, Bierchen abgreifen und schön auf die Tribüne gesetzt. Wir sind dann auch mal in dem Alter, wo man nicht mehr im Innenraum in der ersten Reihe stehen muss, um sich vom Sänger vollsabbern zu lassen.
Um Punkt acht kam die erste Vorband auf die Bühne. Die Jungs von Rentokill aus Österreich schrammelten ihr Set eine halbe Stunde lang runter und haben Spaß gemacht. Danach eine halbe Stunde Pause und dann kamen Strike Anywhere. Die waren dann so lala. Ich fand, die haben einfach nur blind gebolzt. Nicht, dass ich was gegen Gebolze hätte, aber irgendwie war das nur langweilig. Dann mal wieder eine halbe Stunde Pause und dann kam Rise Against. Und die kamen mit Macht. Die Halle war zu dem Zeitpunkt voll und es dürfen so knapp 6.000 Leute da gewesen sein. Der Innenraum verwandelte sich bei den ersten Akkorden in eine einzige wogende Masse. Ja, und dann gab es eine Stunde lang gepflegt auf die Fresse (rein musikalisch). Es gab vielleicht zwei kurze Ansagen zwischendrin, aber das wars auch an Erholung.
Nach der Stunde verliess die Band die Bühne und kam für eine knapp 20-minütige Zugabe zurück, die erstmal mit den Akkustik-Songs “Hero of War” und “Swing Life away” eingeleitet wurde. Nach der Zugabe war dann auch gut und die abgekämpften Massen verliessen die Halle. Mir hat es richtig gut gefallen. Einzig der Sound in der Sporthalle war unter aller Kanone. Pfft, da hört es sich ja besser an, wenn man in eine leere Dose furzt. Aber das hat den Spaß nicht schmälern können.
Hier noch ein Tipp für Kurzentschlossene: Der famose Felix Muster ist heute abend in der 1Live-Sendung “Heimatkult” zu hören. Unbedingt einschalten. Kann man auch als Stream über die Seite hören.
Update: Auf der MySpace-Seite von Felix kann man sich auch das Interview noch einmal anhören, falls man es verpasst haben sollte. Bitte hier lang.