Kategorie: me thinks


Twenty years later

9. November 2009 - 21:08 Uhr

Heute also jährt sich der Mauerfall zum zwanzigsten Mal. In den letzten Tagen und heute ist viel zur historischen Bedeutung und zum geschichtlichen Maßstab des Tages gesagt worden. Tja, da wollte ich nur sagen: Ohne Mauerfall hätte ich die tollste Frau der Welt wohl nie kennengelernt. Daher ist der Tag auch für uns was Besonderes. Danke an alle Beteiligten von damals :)

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Na, wer sagt’s denn?

3. August 2009 - 23:12 Uhr

Bei der Einführung der Internetsperren gegen Kinderpornographie wurde von den Kritikern die Etablierung einer Zensur-Infrastruktur befürchtet.  Alles Quatsch hieß es. Die Sperren sind zweckgebunden und werden garantiert nicht ausgeweitet. Nun hat sich Frau von der Leyen im Interview mit dem Hamburger Abendblatt ein bißchen “verquatscht”. Das Interview kann man hier einsehen. Zentrale Aussage von unserer Zensursula:

abendblatt.de: Sie argumentieren, Grundregeln unserer Gesellschaft müssten online wie offline gelten. Warum sperren Sie dann nicht auch Internetseiten, die Nazipropaganda verbreiten oder Gewalt gegen Frauen verherrlichen?

Von der Leyen: Mir geht es jetzt um den Kampf gegen die ungehinderte Verbreitung von Bildern vergewaltigter Kinder. Der Straftatbestand Kinderpornografie ist klar abgrenzbar. Doch wir werden weiter Diskussionen führen, wie wir Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenwürde im Internet im richtigen Maß erhalten. Sonst droht das großar tige Internet ein rechtsfreier Chaosraum zu werden, in dem man hemmungslos mobben, beleidigen und betrügen kann. Wo die Würde eines anderen verletzt wird, endet die eigene Freiheit. Welche Schritte für den Schutz dieser Grenzen notwendig sind, ist Teil einer unverzichtbaren Debatte, um die die Gesellschaft nicht herumkommt.

Ja, das ist doch mal schön. Also, geht es bald um mehr als nur noch Kinderpornographie. Udo Vetter nimmt sich auf seinem Lawblog der Sache an. In die gleiche Kerbe schlägt auch die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM), was man bei netzpolitik.org nachlesen kann.

Und als wäre das noch nicht genug, meldet sich nun Torsten Jurk, der Spitzenkandidat der SPD aus Sachsen nun auch folgendermaßen in einem Chat mit Wählern zu Wort:

Frage: Wieso schränkt die SPD die einfachsten Grundrechte durch die (wirkungslose) Internet-Zensur des Zugangserschwerungsgesetztes ein? Für mich verstößt die SPD damit gegen das Grundgesetzt!

Thomas Jurk: Hallo lieber “Pirat”. Wenn wir gegen das Grundgesetz verstossen, weil wir Pädophilen unmöglich machen kinderpornografische Bilder aus dem Internet herunterzuladen, dann nehme ich das in Kauf.

Wie gesagt, es wird immer besser. Nun ist das GG für Politiker nur noch ein Holzklotz am Bein und nicht Grundlage unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung.

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Polit-Dilemma

24. April 2009 - 10:57 Uhr

Das Jahr 2009 ist ein so genanntes Superwahljahr und der Höhepunkt steigt dann am 27. September mit der Bundestagswahl. Das Problem ist dabei, wen man überhaupt noch wählen will/kann/soll. Nichtwählen ist auch keine Option, aber die Parteien machen es einem auch nicht wirklich einfach.

CDU: Ah, es hätte so schön sein können für Angie Merkel. Drei Jahre lang war sie die lächelnde Kanzlerin. Probleme im Innern wurden nicht gelöst, aber man machte immerhin außenpolitisch eine gute Figur. Wahrscheinlich hatte sich Merkel schon gefreut, die Regierungszeit bis zur diesjährigen Wahl einfach auszusitzen, ohne groß in Schweiß zu kommen. Dann kam die dumme Finanzkrise und seitdem wird rumgehühnert. Die Abwrackprämie verschiebt den Crash der Automobilbauer um einige Monate. Wird sie eingestellt, sehen sich VW und Co. einem völlig übersättigten Markt gegenüber. Die Konjunkturprogramme haben nur einen garantierten Erfolg: die Erhöhung der Staatsschulden. Am Ende sind es die Steuerzahler, die zur Kasse gebeten werden.

Aber natürlich gibt es da noch mehr Spezis in den Reihen der Christdemokraten. Allen voran der Kämpfer für Bürgerrechte Wolfgang Schäuble. Wenn er könnte, würde er alle Bundesbürger in Haft nehmen, denn jeder stellt eine potentielle Gefahr dar. Auch ist sich Wolle nicht zu schade, unliebsame Verfassungsorgane zu kritisieren. Und dann haben wir ja auch die Ursula von der Leyen. Supermutter und Internetexpertin. Hat sich in meiner internen Liste von Politiklieblingen weit nach oben geschoben. Statt Kinderpornografie an der Wurzel zu bekämpfen und die Täter mit aller Härte zu verfolgen und die Opfer zu schützen, darf man sich die Sachen jetzt nicht mehr im Netz angucken. So kann man auch so tun, als tue man alles mögliche. Zudem lassen sich die Sperrlisten des BKA auch prima mit allerlei anderen unliebsamen Inhalten füllen. Dumm nur, dass die Sperren technisch völlig ineffektiv sind und leicht umgangen werden können. Die Organisation Care Child konnte mit einfachsten Mitteln die Regierung bloß stellen.

SPD: Ja, die SPD. In weiten Teilen auch nicht mehr als das Anhängsel in der Großen Koalition. Macht alles brav mit, was die CDU vorbringt. Der Wahlkampf wird mit der Ankündigung einer Reichensteuer eröffnet, die soziale Gerechtigkeit symbolisieren soll. Was dahinter steckt kann man sich hier durchlesen.  Vielleicht sollte die SPD einfach das Sozial aus dem Namen streichen, das wäre wenigstens ein Stück weit ehrlich. Schön auch, dass die SPD in ihrem Wahlprogramm die FDP einerseits als Verantwortliche für den “gescheiterten Marktradikalismus” benennt, aber andererseits eine Ampel-Koalition zusammen mit den Grünen für möglich hält. Aber Müntefering findet das ja eh doof, dass Parteien immer an ihren Wahlkampfaussagen gemessen werden.

FDP: Der Guido ihm sein Wahlverein. Brauch man nicht drüber reden. Ein Spitzenkandidat, der sich nicht zu schade ist, ins Big Brother-Haus einzuziehen? Und ich gebe einen feuchten Scheiß drauf, wie lange das her ist. Das einzig positive an den Gelben ist der Umstand, dass sie sich immerhin gegen die Beschneidung von Bürgerrechten wehren.

Die Grünen: Nun also zu unseren “Ökos”. In meiner Wahrnehmung sind die Grünen wie die FDP eine Partei der Besserverdienenden, nur dass sie sich einen ökologischen Anstrich geben. In Hamburg geben sie den Juniorpartner (lies: Ja-Sager) für die CDU. Das alleine ist schon schlimm genug. Als erstes wurde dann auch das umstrittene Kohlekraftwerk Moorburg abgenickt. Vor der Wahl hatte man Moorburg noch  verhindern wollen. Naja, man hat ja auch gewisse Sachzwänge, wenn man an der Macht ist, oder?

Die Linke: Die Linke ist auch ein Beispiel dafür, dass man sich als Oppositions-Partei auch gerne mit überzogenen Forderungen aus dem Fenster lehnen darf. Unlängst macht Lafontaine mit einem Spitzensteuersatz von 80 Prozent von sich reden. Doch in Berlin, wo die Linke schon länger zusammen mit der SPD regiert, zeigt sich, dass man auch bereit ist, soziale Kürzungen mitzutragen. Streichung von Sozialtarifen bei den Verkehrsbetrieben, Privatisierung von Wohnungsgenossenschaften, usw. Auch hier zeigt sich, dass von den vollmundigen Versprechungen oft nicht viel übrig bleibt, wenn man erstmal die Hebel in der Hand hat.

Tja, und nun? Im Moment liebäugel ich mit der Piratenpartei. Die setzt sich immerhin für mehr Bürgerrechte auch und gerade im Netz ein. Das Problem daran ist, dass sie zum einen noch nicht an der Bundestagswahl teilnehmen kann, da noch eine Menge Unterschriften fehlen. Zum anderen ist die Partei programmatisch in anderen Bereichen wie Wirtschaft, Bildung oder Soziales eher schwach aufgestellt (oder sagen wir: gar nicht). Vielleicht würfel ich einfach in der Wahlurne aus, wem ich meine Stimme gebe. Oder ich stelle eine Liste mit Pro und Contra für jede Partei auf und schlucke die “kleinste Kröte”. Aus dem Bauch heraus wären das wohl die Grünen. Alles nicht einfach.

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Oh, nein

5. März 2009 - 21:53 Uhr

Nun ist es also offiziell: Die lebende Leiche, auch bekannt als Michael Jackson geht wieder auf Tour. Ein Traum. Die arme Sau, die nach jedem Song die Einzelteile des ehemaligen “King of Pop” von der Bühne fegen muss, um sie dann wieder mit Sekundenkleber an die richtige Stelle zu pappen.

Ansonsten komme ich bei FIFA 09 online einfach nicht klar. Von genau 100 Spielen habe ich gerade einmal 32 gewonnen. Hatte gedacht, da würde mal eine Form von Lernen einsetzen, aber letztlich mache ich immer noch die gleichen Fehler wie am Anfang. Langweilig finde ich, dass irgendwie alle Welt immer nur mit ManU, Barca oder Chelsea spielen will. Total einfallsreich. Und die kleinen miesen P****l, die immer abbrechen, wenn man mal 2:0 führt, gehen mir auch voll auf den Sack. Positiv stimmt mich, dass ich eigentlich nur selten wirklich auf die Fresse bekomme, sondern die Spiele meistens offen gestalten kann. Gut, bis ich dann den entscheidenden Fehler mache.

Gestern bin ich Onkel geworden. Meine Halbschwester Hayley aus England hat eine kleine Tochter zur Welt gebracht. Sehr schön. Noch ein Grund mehr, sich alt zu fühlen. Ab wann kann man bitte einen Zivi beantragen? Ich würde gerne einen haben wollen. Neben dem Guitar Hero Metallica. :-p

Ansonsten setze ich hiermit einen Notruf ab! Ich MUSS gerade Germany’s Next Topmodel gucken. Hilfe!!! Kann mal bitte jemand PETA anschreiben. *seufz*

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Liebe Videospiele-Entwickler

1. Februar 2009 - 20:00 Uhr

So, ihr Pappnasen. Vor allem diejenigen Tröten, die in letzter Zeit Rennspiele entwickelt haben. Zu nennen sind hier Burnout Paradise, Race Driver GRID, Colin McRae DIRT oder auch Midnight Club L.A.. Also, spitzt mal die Ohren: Was ist verdammt nochmal so schwierig daran, einen lokalen Multiplayer in die Spiele zu integrieren? Warum kann ich oben genannte Games nicht zu zweit an einer Xbox 360 genießen? Gerade Rennspiele sind doch prädestiniert für einen gemeinsamen Zock auf dem heimischen Sofa. Den Gegner noch flugs in den nächsten Brückenpfeiler gerammt und so kurz vor dem Ziel noch das Rennen für sich entschieden und stundenlange Freudentänze vor dem gedemütigten Gegner.

Aber nein, lieber alles online. Bei der Xbox 360 kann ich es ja noch verstehen, dass Microsoft seine Nutzer zum kostenpflichtigen Xbox Live nötigen will. Doch auch Besitzer der PS 3 gucken ebenso in die Röhre. Ich will aber nicht online spielen. Ich habe keine Lust, mich mit verhaltensauffälligen Blagen auseinanderzusetzen, deren Vokabular nur aus Fäkalasdrücken besteht. Klar, man kann da auch mit “Freunden” zocken, aber auch die sind ja nicht immer online. Ich will einfach ein paar Leute einladen und hier in meinem Wohnzimmer gegeneinander fahren. Kann doch echt mal nicht so schwer sein.

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So ruhig hier!

29. Juni 2008 - 23:11 Uhr

Puh, das ist ja gerade noch einmal gut gegangen. Da hat doch tatsächlich die bessere Mannschaft gewonnen. Das Einzige, was mir gerade zum Glück fehlt, ist ein heulender Ballack. Aprospos, Ballack: Was für ein albernes Affentheater mit seiner angeblichen Wadenverletzung. Wen wollte das deutsche Team mit der Nummer denn bitte irritieren. Hat man ja gesehen, dass die Spanier völlig konfus waren. Ach, und dann die Nummer mit den angeblich so kleinen Spaniern. Die deutsche Kopfballstärke als Wunderwaffe der DFB-Elf. Dumm nur, dass kein deutscher Spieler in der Lage war, eine halbwegs vernünftige Flanke zu schlagen.

So, dann noch ein paar Sachen, die mir noch so während des Turniers aufgefallen sind: Weiterlesen »

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