Busfahren kann auch was für Gourmets sein, da soll sich bloß keiner von den Schildern mit den durchgestrichenen Pommestüten und Getränkebechern täuschen lassen. Es ist nur mitunter recht subtil. Heute im Bus vom Bahnhof zur Uni und zum Sport gefahren. Vor mir steht ein mittelalter Mann und während ich ihn so betrachte, fällt mir ein Büschel Nasenhaare auf. Gut, Nasenhaare habe auch ich und ab und an linst mal eines aus meinem Riechkolben. Aber hier war es mehr ein Büschel oder gar ein Zopf. Ein zweiter Blick enthüllte dann, dass das Büschel mit einer leicht grünlich schimmernden, offensichtlich eingetrockneten Masse zusammengehalten wurde. *würg*
Obwohl mir langsam schlecht wurde, musst ich immer wieder hingucken. Zu faszinierend diese Zurschaustellung der Nasenhaar-Frisier-Kunst. Ein bißchen wie bei einem Autounfall, wo man trotz des Schreckens den Blick nicht abwenden kann. So, ich mache mir noch was zu essen. Mahlzeit.
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So, Schatzi und ich schauen gerade Live Earth. Wir hatten kurz überlegt, nach Hamburg zu fahren, aber die Eintrittspreise fand ich dann doch ein bißchen happig. Dafür, dass die Stars gerade einmal 15-20 Minuten spielen und dann in Hamburg auch keine wirklichen Knaller dabei waren. Aber hey, Yusuf Islam war da. Woohoo! *Schnarch* Hier noch ein paar random thoughts:
- Die Jungs von Genesis sehen echt schon ein bißchen arg alt aus. Früher war ich ja mal großer Fan von uns Phil, aber ich bekomme schon langsam Mitleid mit dem alten Schrumpelgnom. Aber ins neue Wembley-Stadion möchte ich schon mal gerne.
- Madonna sieht erschreckend jung aus. Was ist da los? Macht die das echt nur mit Sport? Und wieviel Aufwand muss man betreiben, um mit 50 noch so auszusehen? Und bei “La Isla Bonita” hatte sie dann so zwei Straßenmusikanten dabei, die ganz offensichtlich wieder in ihren Käfig gehören.
- Man muss die Ansagen eines Pharell Williams nicht ins Deutsche übersetzen. Das genügt vielleicht der Journalistenpflicht, die man bei N24 mit Sicherheit hochhält, aber ist im Endeffekt nur peinlich. Vor allem kann man sich die Mühe machen, auch mal das ganze “Motherfucker” und “Niggas” mit zu übersetzen. Wenn schon, denn schon.
- Alicia Keys brauch mal jemanden, der ihr sagt, dass ihr das pinkfarbene Stretchkleid nicht passt, zumal sie da voll die fetten Beine drin hat, aus der Kategorie “Kartoffelstampfer”.
- Schön auch, dass sich in den Pausen irgendeine nutzlose “Society”-Expertin zu Wort melden darf, die uns aufklärt, dass das Konzert in Tokio ja nicht so der Bringer war, weil man viele Bands ja gar nicht kenne. Nee, die Japaner haben bestimmt auch brennend auf Juli und Silbermond gewartet. Pffff.
Vorher haben wir noch die Doku von Al Gore geschaut. Die war eigentlich ganz gut, aber man merkt schon, dass da arg auf die Tränendrüse gedrückt wird und teils auch ein bißchen versucht wird, Al Gore als mitfühlenden Menschen zu zeigen. Danach kam dann noch “Galileo Spezial - Deutschland in der Klimafalle”. Boah, war das nervig. Die ganze Zeit so ein hysterischer Unterton. Ich wollte schon vom Balkon springen, ist ja eh alles am Arsch. Brandenburg vertrocknet, der Rheingraben säuft ab und Niedersachsen geht in immer stärker werdenden Stürmen unter. Und dann noch die Interviews mit einem Experten, der auch die ganze Zeit Panik verbreitete. Zu den Tipps, wie wir unsere Knackärsche noch retten können, bin ich nicht mehr gekommen, war einfach nicht zu ertragen. So, ich tue was für die CO2-Bilanz und mache den Rechner aus.
Naja, ganz so dramatisch wie die Überschrift suggeriert ist es nicht. Aber in letzter Zeit laufen mir ständig die VIPs der Kategorie C und S (wie scheiße) oder V (wie Vergessen) über den Weg.
Am Freitag sehe ich zuerst die olle Jeanette Biedermann am Hamburger Hbf mit ihrer ganzen Entourage. Bussi, Bussi mit ihrer Maskenbildnerin und dem Rest der Mannschaft. Man kennt sich halt. Dann am Montag Alexander Klaws, seines Zeichens Ralf Schumacher-Doubler und Gewinner der ersten DSDS-Staffel. Junge, Junge, sieht auch in Realität genauso aus wie inner Glotze. Ob das ein Kompliment ist, muss jeder selber wissen. Und dann am gestrigen Tage noch der “Hannes Bachmann” aus GZSZ. Gut, er spielt da nicht mehr mit, aber immerhin. Jaha, da wo ich bin, sind die Promis. Oder so.
Dann am Dienstag noch Gülcan und ihre dämliche Hochzeitssendeung gesehen. Boah, ist das schlecht. Er macht einen auf echten Macker, den die Alte ständig nervt und der auch nicht viele Worte verliert. Sie ist die Dampfplauderin ohne Punkt und Komma. Das Ganze ein einziges Blabla. Am besten noch die Stelle, wo der Sack mit Blumenerde leer ist:
Sie: “Das waren jetzt 45 Kilo?”
Er: “Nee, das waren 45 Liter, nicht 45 Kilo”
Sie: “Aber 45 Liter sind doch 45 Kilo. Ist beim Benzin auch so!”
Er: “45 Liter sind nicht einfach 45 Kilo. Das kommt auf das Material an. Benzin ist zum Beispiel leichter als Wasser.”
Sie: “Ja, aber Erde ist man viel schwerer als Benzin.”
Irgendwann habe ich mich aus der Diskussion intelektuell ausgeklinkt. Man muss ja nicht alles mitmachen.
We feed the world: Sehr gut gemachte Doku über die Lebensmittelproduktion auf der Welt und welche Auswirkungen die “Geiz ist Geil”-Mentalität der Industrienationen für die Dritte Welt hat. So überschwemmt die EU die Entwicklungländer mit Billigwaren und verhindern die Entwicklung einer konkurrenzfähigen Landwirtschft in den betroffenen Staaten. Aber auch das Beispiel des brasilianischen Regenwaldes, der für riesige Soja-Plantagen abgeholzt wird. Das hier angebaute Soja landet zu 80 Prozent im Ausland, obwohl ca. 25 Prozent der Brasilianer an Unterernährung leiden. Und zu guter Letzt das Beispiel Rumänien, wo die Bauern keine natürlichen Auberginen mehr anbauen, sondern nur noch Auberginen aus Hybridsaatgut, welches sich nur einmal aussäen lässt. Man kann aus den Hybrid-Auberginen kein neues Saatgut gewinnen, sondern muss neues Saatgut kaufen, welches relativ teuer ist. Hinzukommt, dass die Hybridauberginen zwar toll prall und knackig aussehen, aber dafür nicht mehr so gut schmecken.
Alles in allem ein sehr guter Film, der zwar eine eindeutige Aussage hat, aber dabei nicht so arg polemisch ist, wie die Filme eines Michael Moore.
Ocean’s 13: Ja, gestern gab es dann die volle Coolness-Dröhnung. Okay, vorweg ist zu sagen: Die Story ist platt und hanebüchen und kaum anders als die aus den anderen beiden Teilen. Es ist auch vor allem eine Starparade: George Clooney, Brad Pitt, Al Pacino, Matt Damon, Andy Garcia und Ellen Barkin, um die Wichtigsten zu nennen.
Aber es ist ein echt unterhaltsamer Film und ich habe mich gut amüsiert. Die mehr als zwei Stunden Film kamen mir viel kürzer vor. Man darf halt nicht zu viel erwarten, wie bei einem stumpfen Actionfilm. Und ich denke die Ladies kommen bei diesem Film eh auf ihre Kosten.
Hmm, schaue gerade mit Schatzi die Wiederholung von DSDS. Was mir bei Mark auffällt, ist die Tatsache, dass da ja schon oft auf dem Umstand herumgeritten wird, dass seine Eltern verstorben sind. Das ist natürlich sehr traurig und es tut mit auch echt leid für ihn. Aber auf der anderen Seite können die anderen Kandidaten ja auch nichts dafür, dass ihnen ein anderes Schicksal zuteil geworden ist. Bei dieser Motto-Show widmete er “Stand by me” seinem toten Vater und einer der eingespielten Filme basierte auch auf dem Thema, dass seine Eltern tot sind. Und ich kann mich an zwei Motto-Shows erinnern, wo das auch so war, dass in diesen Filmen diese Sache thematisiert wurde.
Ich finde, es sollte um seine Leistung gehen und die Leute ihn nicht aus reinem Mitleid wählen. Und wenn dann der Bohlen sitzt und jede Leistung von ihm abfeiert und immer wieder betont, er macht auf jeden Fall was mit Mark, dann ist das auch schon ziemlich nervig. Aber das nur am Rande.
Gestern ein grandioses Spiel des glorreichen SV Werder. Schön, dass Klose auch mal wieder die Bude getroffen hat. Was mich überraschte, war die Tatsache, dass Kai “Muschi” Pflaume den Moderator geben durfte. Nach dem Spiel interviewte er Klaus Allofs und Mario Basler und irgendwie habe ich darauf gewartet, dass irgendein weiblicher Bremen-Fan dem Allofs einen Heiratsantrag macht und Baslers lange im Amazonas-Delta verschwundene Schwester auf einmal da steht und sich alle heulend in den Armen liegen.
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