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Schönheitsartikel

Der Apple iPod hat ja eine schöne Rückseite aus Metall, die immer so schön glänzt. Da kann man entweder seinen Namen eingravieren lassen oder ständig die Fingerabdrücke wieder abwischen. Aber heute wurde ich Zeuge einer weiteren Nutzungsart für unser aller Lieblingsgadget. Ich war heute morgen mit der Straßenbahn auf dem Weg zur Arbeit. Ein paar Plätze vor mir saß ein Mädchen von ca. 15 Jahren (+/- 5 Jahre). Die war damit beschäftigt ihr Styling auf korrekten Sitz zu überprüfen und nutzte die Rückseite des iPod als Spiegel. Das ist sooooo tricky!! Da sag noch einer, dass die Jugend von heute komplett am Verblöden ist. Nix da! Allesamt Einsteins. Eitle Einsteins, aber dennoch.

Serengeti Park

Kattas im Serengeti Park

Gestern waren wir in Hodenhagen, um dort einen Abstecher in den Serengeti Park zu machen. War echt schön da, auch wenn wir uns am Ende einen kräftigen Sonnenbrand eingehandelt haben. Die Tierwelt haben wir vorsichtshalber im Bus erkundet, um den kleinen Franzosen nicht einem Nashornhintern auszusetzen. Leider war die Tour im Bus schon sehr gehetzt und man hatte kaum Zeit, sich alles in Ruhe anzuschauen. Danach haben wir dann den Rest des Parks erkundet. Zum Glück war der Park relativ leer, so dass man nirgendwo irgendwie groß anstehen musste und die Kinderhorden nur bedingt nervten. Am meisten Spaß hatte ich in den Affengehegen, die frei begehbar sind. So kam man bei einigen Arten wie den obigen Kattas sehr dicht an die Tiere. Alles in allem ein sehr schöner Ausflug.

Angst

Morgen geht es mit der Liebsten zu zwei Möbelhäusern, um die neue Wohnung hübsch zu machen. Auf der Wunschliste steht ein Kleiderschrank, Gardinen, Teppich und noch vieles mehr. Und das alles auf einem Samstag. Da werde ich vorher irgendein Scheiß-Egal-Mittel nehmen müssen, um die Menschenmassen auszuhalten, ohne jemanden zu verprügeln. Ommmmmm. Falls ich mich nicht mehr melden sollte, ist irgendwas passiert. Nur damit ihr Bescheid wisst.

Ein paar Tage am Meer

Schatzi und ich waren die vergangenen Ostertage in Wismar, um ein bißchen zu relaxen und eine schöne Zeit zu haben. Doch erstmal wurde es ziemlich hektisch. Wir haben endlich eine Wohnung. Am Donnerstagabend habe ich mir unser zukünftiges Zuhause angeschaut. Die Wohnung ist echt nett, nur war sie keine 70m² groß, wie in der Zeitung inseriert. Das war jetzt kein K.O.-Kriterium, aber das will man ja nicht auf sich sitzen lassen und so rief Schatzi dann am Karfreitag die Makler an, bei denen wir um 10:00 Uhr einen Termin hatten, um den Vertrag zu unterzeichnen. Schatzi spricht also die Differenz in der Größe an und fragt, ob man da was an der Kaltmiete machen kann. Der Makler nur: “Da kann man nichts machen!” und prompt aufgelegt. Schatzi ziemlich perplex und gleich noch ein zweites Mal angerufen. Diesmal war die Ehefrau (ebenfalls Maklerin) dran und Schatzi musste sie ziemlich bearbeiten, dass wir die Wohnung doch noch kriegen konnten. Es war ja nur eine Frage. Danach sind wir dann hingefahren, haben uns anblöken lassen: “Wenn das schon gleich am Anfang Diskussionen gibt, dann haben wir da keinen Bock drauf. Als nächstes zetteln sie dann wegen jedem Posten auf der Heizkostenabrechnung eine Diskussion an, oder was?” Ja, nee, is klar. Irgendwann haben sich Mr. und Mrs. Trash dann wieder eingekriegt und wir konnten die Verträge unterzeichnen sowie 800 Euro abdrücken. Bei so einem Service doch gerne. Nach eineinviertel Stunden konnten wir uns endlich auf dem Weg machen. Anbei ein kleines Reisetagebuch: Continue reading ‘Ein paar Tage am Meer’

Time to say goodbye…

wappenlg.pngHallo, liebe Leser. Keine Angst, ich kündige jetzt nicht meinen Selbstmord an und werde auch nicht einfach vom Antlitz dieser unserer Welt verschwinden. Sondern ich werde Lüneburg bald den Rücken kehren. Mein Schatzi ist ja nun schon seit einiger Zeit in Bremen und ich habe beschlossen, ihr von der einen Hansestadt in die andere zu folgen. Also, haben wir jetzt unsere Bude in Lüneburg zum 01.05. gekündigt und sind schon wieder fleißig auf Wohnungssuche. Man gönnt sich ja sonst nix. Gleichzeitig werde ich auch meine Firma hier in Hamburg verlassen und bei der Firma meiner Süßen anheuern. So fällt ein ganzer Batzen an Pendelei wech. Weiß noch gar nicht, was ich mit all der Freizeit machen soll, denn seit 2001 arbeite ich schon in Hamburg und pendel seitdem dreimal die Woche nach HH. Und obwohl das viele machen und es sicherlich Schlimmeres gibt, ging mir das voll auf die Eier. Ist wappenhb.jpgirgendwie immer tote Zeit, in der man nicht viel machen kann, außer dösen, ein bißchen lesen oder Musik hören. Aber wie gesagt, dass ändert sich bald ein bißchen. Auf der einen Seite freue ich mich total, wieder bei meiner Süßen zu sein, aber es ist auch ein bißchen schade, Lüneburg zu verlassen. Ich habe gerne in der Stadt gelebt und die letzten mehr als 8 Jahre waren alles in allem eine gute Zeit. Aber gut, Bremen ist natürlich auch toll und hat zumindest den besseren Fußball.

Natürlich ist die Wohnungssuche auch dieses Mal ein Fest für alle Beteiligten. Wir haben uns schon die erste Bruchbude angeschaut und auch schon bei der einen oder anderen Anzeige den Kopf geschüttelt. Eine Wohnung, die eigentlich 450 Euro kalt kosten sollte, war für 375 zu bekommen. Dafür sollte man dann aber die Gartenpflege übernehmen und auch kleinere Handwerksarbeiten in dem Mietshaus verrichten. Respekt, vielleich sollte ihnen mal jemand sagen, dass sie sich gefälligst einen Hausmeister suchen sollen. Sachen gibts. So, das wars auch schon wieder von mir.

Eine gute Tat

Letzten mittwoch nach der Arbeit bin ich mit dem Zug nach Hause. In Lüneburg ausnahmsweise mal ohne größere Zwischenfälle angekommen und schon mal zum ZOB, um auf den Bus zu warten. Während ich das so stand und wartete, kam gegenüber ein Reisebus an und spuckte eine Gruppe eher älterer Mitmenschen aus, die ganz offensichtlich von einer der berühmt-berüchtigten Kaffeefahrten zurückkamen. Dann kam mein Bus und ich stellte mich an, um einzusteigen. Da schlich eine kleine, alte Frau um den Bus herum. Sie zog eine Mini-Sackkarre hinter sich her, die vollbeladen war und wahrscheinlich eine Extrabeigabe ab 500€ Gesamtausgaben war. Die alte Dame sah mich an und fragte mich, ob ich hier die Karre in den Bus tragen könnte. Alles klar, machen wir. Eine interessante Ansammlung typischer Tünnef-Artikel, die man auf “Tagesausflügen” erwartet fand sich hier: eine Matratzenauflage, eine Porzellan-”Sammlerpuppe”, ein Kochtopfset und in den drei Taschen, die sie in Händen hielt waren noch Schnäpse, Pralinen und wohl auch Zigarren, wenn ich das richtig verstanden habe.

Irgendwann kam dann die Endstation der Buslinie, wo auch ich aussteigen musste. Die Oma machte keine Anstalten aufzustehen und der Busfahrer fragte, wo sie denn hinwill. “Zum Aldi” lautete die Antwort, doch da fuhr der Bus nicht mehr vorbei auf seiner letzten Fahrt. Omi war verdutzt und ein bißchen ratlos. Der Busfahrer ließ sich auch durch Bestechungsversuche nicht erweichen, also durfte Omi hier aussteigen. Ich ihr die Sackkarre wieder rausgetragen und dann standen wir da. Sie war ziemlich verwirrt und meinte immer “Ich verstehe nicht, warum er da nicht lang fährt!” und ganz offensichtlich war ich auch nicht klar, wo wir genau waren. Okay, dann erstmal Omi ausgefragt, wo es denn hingehen soll. Okay, der Aldi ist ein Stück weg. “Soll ich sie hinbringen?”. Hach, das wäre toll. Na dann. Okay, Omi drückt mir noch die Tasche mit dem Alkohol in die Hand und auf gehts. Die Sackkarre war nicht wirklich schwer, aber ziemlich klein, so dass ich so leicht gebückt gehen musste, was irgendwann ins Kreuz ging. Nach einer Viertelstunde erreichten wir unter ständigem “Sie schickt der liebe Gott! Ich weiß gar nicht, was ich sonst machen würde” oder “Ich verstehe gar nicht wo wir sind” und ab und an auch “Der Busfahrer hat mir gar nicht gesagt, dass er nicht zum Aldi fährt” unser Ziel. Ich habe mich gefragt, wieviel sie wohl für den ganzen Schmonz löhnen musste, aber habe mich nicht getraut, die Frage zu stellen. Wahrscheinlich hätte ich sie auf der Stelle entmündigen lassen müssen.

Ich ihr dann noch die Sachen in den ersten Stock geschleppt. Sie wollte mir noch als Dank eine Buddel Wein in die Hand drücken, aber ich habe dankend abgelehnt,  habe die Beine in die Hand genommen und davon gerannt.

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