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Gekentert!

Am Mittwoch waren Schatzi und ich noch mit Christoph und Jule auf einer Kanutour. Wir sind nach Bienenbüttel gefahren, haben dort unsere zwei Kanus in Empfang genommen und uns in den reißenden Strom namens Ilmenau gestürzt. Für mich war es das erste Mal, dass ich Kanu gefahren bin und am Anfang gestaltete sich die Paddelei doch etwas schwierig, das weder Schatzi noch ich irgendeinen Peil hatten, was wir da tun. So krachten wir das eine oder andere Mal in die Uferböschung und vernichteten Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten. Irgendwann machten wir in Melbeck an einem Campingplatz eine Pause und nach ein paar Stullen und ein wenig Flüssigkeit machten wir uns weiter auf den Weg.
Irgenwann dann kam, was kommen musste. Wir paddelten auf eine Flußkurve zu und leider drifteten wir immer mehr auf das Ufer und einen im Wasser hängenden Baum zu. Das Paddeln wurde immer hektischer und ich hatte den Baum nicht mehr im Blick. Als ich wieder nach vorne schaute, befand sich ein Ast ca. 50 cm vor meinem Gesicht. Normalerweise soll man sich nach vorne ins Boot ducken, um Ästen und Co. auszuweichen. Doch damit hätte ich den Ast getroffen. Also, ab zur Seite und den Kahn zum kentern gebracht. *Platsch* waren Frau und ich im kalten Wasser. Ich habe ja keine Angst vor Wasser und kann auch schwimmen und alles, aber es war schon am Anfang ein bißchen Panik dabei. Vor allem war das Waser echt mal kalt wie Sau.

Eine Weile strampelte ich so vor mich hin in meiner Panik, bis mein Fuß den Grund berührte und ich merkte: “Ah, man kann hier also stehen?”. Dann waren die Paddel und die wasserdichte Tonne ins Wasser gefallen und trieben flußabwärts. Schatzi schaute dem Ganzen zu, so dass ich hinterher paddeln durfte. Das nächste Problem war, dass an dem Teil des Flusses die Böschung zu zugewuchert war, dass man nicht einfach an Land krabbeln konnte. Die Machete war leider noch zu Hause, so dass wir noch ein ganzes Stück flußabwärts mussten, um in Ruhe aus dem Wasser zu steigen.  An Land angekommen musste das Boot erstmal von dem reingelaufenen Wasser befreit werden, was auch klappte. Danach dann die wasserdichte Tonne aufgeschraubt und trockene Klamotten rausgeholt und sich dann umgezogen. Muss ein Bild für die Götter gewesen sein, denn irgendwann stand ich da nackig, nur noch mit Socken und Sportschuhen bekleidet auf der Wiese. Aus der Ferne wird es wie ein Gorillaweibchen ausgesehen haben: Titten, überall Haare und der kleine Mann war vor lauter Kälte auch verschwunden.

Nach dem Anlegen trockener Kleidung ging es uns schon viel besser. Wir sind dann wieder rein ins Boot, und Jule und Christoph hinterher, die schon weit weg waren, aber uns irgendwann entgegen kamen. Nach mehr als 5 Stunden sind wir dann in Lüneburg angekommen und wieder in der eigenen Bude habe ich meine Schuhe von kiloweise Schlamm befreit. War echt nett, trotz der unfreiwilligen Taucheinlage. :-)

Final Four

Gestern war ich mit Katja in der Color Line Arena beim Final Four Pokalfinale der Handballer. Katja hat mich Kraft ihres Amtes als NDR-Praktikantin reingeschleust. Und dann durften wir genau auf Höhe der Mittellinie sitzen, ca. 5 m vom Spielfeld entfernt. Richtig lecker, die Plätze. Und dann die Spiele. Im ersten Halbfinale schlägt die SG Krnau/Östringen den HSV mit 29:28. Es war ein schon überraschendes Ergebnis, da ich den HSV in eigener Halle als Favoriten gesehen habe. Aber so ist das schon okay. Vor allem den immerhin 2000 Fans von Kronau dürfte es gefallen haben.

Das zweite Halbfinale bestritten dann der THW Kiel und die SG Flensburg-Handewitt. Ein Nordderby, das Aufeinandertreffen der beiden besten deutschen Mannschaften der letzten Jahre und ein erster Vorgeschmack auf das Finale der Champions League, wo beide Mannschaften auch gegeneinander spielen. Kiel überrannte zu Beginn des Spiels die Flensburger regelrecht. Nach 15 Minuten stand es 12:6. Zur Halbzeit stand es dann 19:12 für Kiel. Doch nach der Halbzeit brannten die Flensburger und holten Tor um Tor auf. Am Ende konnte der THW sich aber dennoch mit 33:32 durchstzen. Fast wären wir noch in die benachbarte AOL-Arena gewatschelt, um uns dort die NFL Europe mit den Hamburg Sea Devils anzuschauen. Aber das haben wir dann doch gelassen. Aber es war auch so schön. Dank, Schatz.

Wow!

Gerade eben das Champions League-Viertelfinale zwischen Manchester United und AS Rom gesehen. Vor dem Spiel habe ich mir noch gedacht, dass eigentlich so ein 5:0 für ManU ganz fluffig wäre. Naja, am Ende sprang ein 7:1 für die Engländer raus. Das Spiel war einfach nur geil. So darf Bremen dann auch gerne am Donnerstag gegen Alkmaar spielen.

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