Published at 10. August 2008
in Studium.
So, schon länger ist hier nichts mehr passiert. Seit einigen Tagen laufen die olympischen Spiele und mittlerweile hat sich auch die Aufregung darüber, was in China in Sachen Menschenrechten und Co. abläuft wieder gelegt. Teilweise fand ich das ziemlich heuchlerisch, denn die Situation ist heute auch nicht viel anders als vor ein paar Jahren, als man die Spiele ins Reich der Mitte vergab. Und hat wirklich irgendjemand geglaubt, dass sich alleine durch die Vergabe der Spiele das Land auf einmal in eine mustergültige Demokratie verwandelt? Klar, das Thema ist ziemlich komplex und lässt sich auch nicht in einem Blogbeitrag abhandeln, da hier ja viele Sachen zusammentreffen: Die Chinesen versuchen sich möglichst positiv darzustellen; Menschenrechtsgruppierungen machen durch die auf China gelenkte Aufmerksamkeit auf die Probleme aufmerksam und das IOC hält sich aus allem raus. Geht ja nur um Sport.
Ansonsten bin ich fleißig am Lernen für meine erste Abschlussprüfung in 2,5 Wochen. Da kommt es mir gerade sehr entgegen, dass das Wetter eher schlecht ist, denn so muss ich nicht bei Affenhitze im Arbeitszimmer verglühen. Ich hoffe, das bleibt auch am Prüfungstag so, sonst muss ich mich mit einem Handtuch in die Prüfung setzen. Aber das wird schon.
Ach, ich war neulich in Lüneburg, um unsere Ringe für die Trauung abzuholen. Die Ringe haben wir uns zur Verlobung geholt und die haben wir jetzt nochmal aufarbeiten lassen und mit einer Gravur versehen lassen. Und wat machen die AMATEURE!!!!????? Richtig, sie schreiben “Stephan”. ALTER, ich habe es dem Analphabeten doch extra buchstabiert! Aufgefallen ist es mir erst wieder in Bremen, da das Licht im Juwelier so schlecht war, dass ich das “a” für ein “e” gehalten habe. Bei genauerer Betrachtung ist aber ein “a”. GRRRR! Kann der Vogel seine eigene Sauklaue nicht entziffern?
Tja, ansonsten muss ich noch auf DAS HIER verweisen. Der Oberhammer!!! Meine Süße räumt ab!!! So, ich melde mich dann mal ab an dieser Stelle. Bis die Tage.
Gestern richtig nett in Hamburg unterwegs gewesen. Erst mit Sabrina und Fabi an den Landungsbrücken getroffen. Dann direkt vor Ort in eine Kneipe mit Liegestühlen eingekehrt und den “schönen” Ausblick auf die Blohm & Voss-Docks genossen. Da zahlt man auch gerne mal für ein großes Alster vier Euro. Nach knapp zwei Stunden dann auf den Hamburger Dom weiter und erstmal gediegen in der erstbesten Frittenbude mit Essen eingedeckt. Ein Traum. Danach dann noch dort ca. zwei Stunden durch die Gegend marschiert und alles mal ein bißchen angeschaut. So könnte das immer sein.
Heute dann den ersten Uni-Tag gehabt. Nach einer schlafmützigen Vorlesung um viertel nach zehn dann zum Seminar weiter. Hier gab es dann schlechte Nachrichten. Leider muss die Veranstaltung anders terminiert werden und somit kann ich dann daran nicht mehr teilnehmen. Was ist das denn für eine Scheiße bitte? Zumal es irgendwie wohl Probleme mit den Räumen gibt. Sehr schön, das Ganze. So, jetzt muss ich mir noch ein anderes Seminar aus den Rippen leiern, was möglichst am Montag oder Donnerstag liegt. Ich liebe die Leuphana Uni.
Published at 27. Februar 2007
in Studium.
Heute war mein Schatzi bei einem Dozenten, damit er ihre Magisterarbeit betreut. Der Mann ziert sich ein bißchen. Das Problem an der Sache ist, dass er “nur” wissenschaftlicher Mitarbeiter ist. Und ab jetzt gilt die Regelung, dass mindestens ein Dozent mit Professur oder ähnlichem als Prüfer an der Magisterarbeit beteiligt sein muss. Dadurch wird es unlängst schwerer, Betreuer für die Magisterarbeit zu finden, da die Zahl der erforderlichen Professoren eher dünn gesät ist. Laut Auskunft des hier angesprochenen wissenschaftlichen Mitarbeiters hat er die Leitung mal darauf angesprochen, dass die Studenten dadurch auch Wartezeiten in Kauf nehmen müssten. Als zynische Antwort gab es dann ein: “Dann müssen sie halt warten!”.
Ich frage mich, ob da bestimmte Leute an der Uni die Einschläge nicht mehr wahrnehmen. Schon jetzt herrschen in unserem Studiengang eher bescheidene Zustände, die sich durch solche Maßnahmen eher verschärfen. Wenn ein Lehrender die Uni verlässt, wird die freiwerdende Stelle nicht sofort neu besetzt. Es ist einfach zum heulen. Aber hey, ich zahle ja auch nur Studiengebühren. Selber schuld, wer so naiv ist, da eine Gegenleistung zu erwarten. Traurig auch, dass sich z.B. unsere Fachschaft dieses Themas nicht annimmt, aber wahrscheinlich darf man da auch nicht zuviel erwarten. Aber wie gesagt, wir heißen jetzt “Leuphana Universität Lüneburg”. Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Arzt oder Apotheker. Ach Mist, das war ja gar kein Medikament. Schon seitdem ich an der Uni bin, sind die Zustände bekannt, geredet wurde seitdem viel, aber auch mal so gut wie nichts getan. Wenn ich noch einmal höre, Bildung ist die einzige Ressource in Deutschland und ganz besonders wichtig, dann werde ich denjenigen dazu zwingen sämtliche Prüfungsordnungen auswendig zu lernen und dann zu essen.
Published at 21. Februar 2007
in Studium.
Heute Sprechstunde bei der schon angesprochenen Dozentin gehabt. Von halb eins bis zwei Uhr sollte sie Hof halten, also habe ich meine Hühner so gesattelt, dass ich dann um kurz vor eins da war. Es war eine Sprechstunde ohne feste Terminvergabe. Normalerweise trägt man sich in eine Liste ein und kommt so zu seinen 10 Minuten Anteilnahme. Als ich die Treppe hochkrabbelte sah ich schon ein Knäuel von jungen Damen. Erster Gedanke: Robbie Williams hält eine Autogrammstunde; Zweiter Gedanke: das Mächengymnasium St. Anna aus Oberachhausen macht einen Tagesausflug, um sich die Uni anzugucken. Bevor ich die Meute auffordern konnte, hier nicht den akademischen Betrieb aufzuhalten und sich zu verziehen, kam mir noch ein dritter und schmerzhafter Gedanke: Die wollen auch zur Sprechstunde und ich bin schon so alt, dass die Ladies einfach viel jünger aussehen. Und so war es dann auch. Nach fünf Minuten habe ich dann gemerkt, dass sich das a) noch lange hinziehen kann und b) der Füllstand meines Magens mit sagte, dass ich vielleicht mal ein kombiniertes Frühstück/Mittagessen einwerfen sollte. Das war dann eine Bratswurst, Kartoffelpüree und Wirsingmatsch. Schmackofatz kann ich da nur sagen.
So, nach der Stärkung dann zurück und die Reihen hatten sich schon minimal gelichtet. Also habe ich mir noch 100 Minuten die Beine in den Bauch gestanden. Mich mit der Beschaffenheit der Raufasertapete im Flur auseinandergesetzt. Mich gefreut, dass nicht so einer von diesen verdammten Gitarrenheinis da ist. Ihr wisst, was ich meine: die Leute, die auf jeder Party erst stundenlang von ihren Gitarrenkünsten erzählen, bis sie die dahinschmachtende Frauenmeute dazu überreden kann, doch mal ein paar Sachen zu klimpern. Hier ziehen Nirvana und Simon & Garfunkel bestimmt gut. Schade fand ich, dass man da kein Lagerfeuer machen konnte, um nicht ein paar Marshmellows zu rösten oder die eine oder andere tote Ratte. Aber das Leben lehrt uns, dass es kein bunter Teller ist. Ja, gerade als ich mir ausgemalt habe, wie es wäre, wenn wir die Nacht da verbringen müssten, wurde ich dann doch noch eingelassen. Vier Minuten später durfte ich dann gehen. Sag noch einer, dass Leben ist langweilig.
Published at 20. Februar 2007
in Studium.
Gestern wollte ich zur Sprechstunde einer Dozentin. Normalerweise arbeite ich Montags, aber da die Sprechstunde mittags war, habe ich die Arbeit auf Mittwoch verschoben. Um eins mache ich mich dann auf den Weg und stehe dann da vor der beschissenen Tür, nur um zu erfahren, dass die Sprechstunde auf Mittwoch verschoben wurde. Aaaarrrgh! Dafür jetzt der ganze Aufriss? Für eine kleine, mit rotem Kugelschreiber geschriebene Notiz? Zum Kotzen. Ich meine, man muss doch irgendwie informiert werden. Warum bekommen nicht alle KuWis bei Mystudy die Mitteilung per Mail, dass Dozent XY krank ist? Wenn da jetzt jemand extra aus Hamburg für die Sprachstunde anrauscht? Drei Stunden Fahrt für nix. Tut mir leid, aber für die Studiengebühren, die ich mittlerweile abdrücke, darf da jetzt auch mal der Servicegedanke Einzug halten. Aber halt, ich habe ja ganz vergessen, dass ja unter anderem man sich einen tollen Namen für die Uni ausgedacht hat und schließlich soll angeblich ein ganz berühmter Star-Architekt ein Seminar im nächsten Jahr halten! Way to go! Kann ich mir dann hochkant an den Arsch tackern, dass Ganze!
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