Na, wer sagt’s denn?

3. August 2009 - 23:12 Uhr

Bei der Einführung der Internetsperren gegen Kinderpornographie wurde von den Kritikern die Etablierung einer Zensur-Infrastruktur befürchtet.  Alles Quatsch hieß es. Die Sperren sind zweckgebunden und werden garantiert nicht ausgeweitet. Nun hat sich Frau von der Leyen im Interview mit dem Hamburger Abendblatt ein bißchen “verquatscht”. Das Interview kann man hier einsehen. Zentrale Aussage von unserer Zensursula:

abendblatt.de: Sie argumentieren, Grundregeln unserer Gesellschaft müssten online wie offline gelten. Warum sperren Sie dann nicht auch Internetseiten, die Nazipropaganda verbreiten oder Gewalt gegen Frauen verherrlichen?

Von der Leyen: Mir geht es jetzt um den Kampf gegen die ungehinderte Verbreitung von Bildern vergewaltigter Kinder. Der Straftatbestand Kinderpornografie ist klar abgrenzbar. Doch wir werden weiter Diskussionen führen, wie wir Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenwürde im Internet im richtigen Maß erhalten. Sonst droht das großar tige Internet ein rechtsfreier Chaosraum zu werden, in dem man hemmungslos mobben, beleidigen und betrügen kann. Wo die Würde eines anderen verletzt wird, endet die eigene Freiheit. Welche Schritte für den Schutz dieser Grenzen notwendig sind, ist Teil einer unverzichtbaren Debatte, um die die Gesellschaft nicht herumkommt.

Ja, das ist doch mal schön. Also, geht es bald um mehr als nur noch Kinderpornographie. Udo Vetter nimmt sich auf seinem Lawblog der Sache an. In die gleiche Kerbe schlägt auch die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM), was man bei netzpolitik.org nachlesen kann.

Und als wäre das noch nicht genug, meldet sich nun Torsten Jurk, der Spitzenkandidat der SPD aus Sachsen nun auch folgendermaßen in einem Chat mit Wählern zu Wort:

Frage: Wieso schränkt die SPD die einfachsten Grundrechte durch die (wirkungslose) Internet-Zensur des Zugangserschwerungsgesetztes ein? Für mich verstößt die SPD damit gegen das Grundgesetzt!

Thomas Jurk: Hallo lieber “Pirat”. Wenn wir gegen das Grundgesetz verstossen, weil wir Pädophilen unmöglich machen kinderpornografische Bilder aus dem Internet herunterzuladen, dann nehme ich das in Kauf.

Wie gesagt, es wird immer besser. Nun ist das GG für Politiker nur noch ein Holzklotz am Bein und nicht Grundlage unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung.

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Sky

2. August 2009 - 10:17 Uhr

So, ich habe gestern per Online-Bestellung den Schritt hin zum Pay-TV getan. Die letzten Jahre war es mir zu teuer bzw. dachte ich mir oft: “Ich zahle doch kein Geld für die Bundesliga, bin ja nicht blöde.” Doch mit der Zeit regte sich bei mir der Wunsch, doch ein bißchen mehr von der Bundesliga mitzubekommen als es Sportschau und Co. sowie verpixelte und halb-legale Internetstreams mit chinesischem Kommentar zulassen. Zumal ich mich beim Werderblog auch ausgiebig über die Vögel aufregt habe, da die für ein Spiel im Internetstream schlappe 19 Euro haben wollen. Also habe ich mich dazu entschlossen, das Geld für Premiere äh Sky in die Hand zu nehmen, damit ich quasi den ganzen Tag nichts anderes tun kann, als Fußball zu gucken. Die Frau ist schon hellauf begeistert davon. ;-)

Eigentlich wollte ich mir noch Freitag das Paket beim nächstbesten Elektrofachmarkt bestellen, doch leider hatten die für den Kabelanschluss keine Smartcards da. Aber schön, dass ich vorher noch angerufen habe, und mir die freundliche Dame am Telefon versicherte, dass die alles vorrätig haben. Aber gut, was soll man sich da aufregen. Nach ca. 2-3 Stunden schmollen habe ich mich wieder beruhigt und mir mein Abo über das Internet bestellt. Da gibt es dann auch einen kleinen Bonus und eine Freundschaftswerbungsprämie. Vielleicht sind die Mädels/Jungs von Sky ja so gnädig, mir die Sachen so schnell zu schicken, dass ich nächsten Samstag schon das erste Werder-Heimspiel gucken kann. Ich möchte auch darum bitten, dass man bei eventuellen Anfragen zwecks Besuchen und anderen Aktivitäten den Spielplan im Auge behält. So kommt es zu keinen Überschneidungen und ich muss mir keine billigen Ausreden einfallen lassen, warum ich ausgerechnet immer dann nicht kann, wenn der SVW spielt. Am 15.08. sind wir beispielsweise zu einer Hochzeit eingeladen. Da spielt Bremen beim FC Bayern. Werde ich die kirchliche Trauung wohl verpassen. Dringender Termin beim Finanzamt und so.

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Call me Lars Ulrich!

2. August 2009 - 07:06 Uhr

Drummer

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Woohoo

30. Juli 2009 - 18:35 Uhr

Heute kann ich mal gute Nachrichten verkünden: Ich habe eine Festanstellung nach meinem Studium. Tinte auf dem Arbeitsvertrag ist trocken und ich werde dann demnächst nahtlos zum Vollzeitmitarbeiter. Feine Sache.

Darüber hinaus gibt es zwei Begebenheiten aus meinem eigenen kleinen Kuriositätenkabinett aka Leben. Zum einen habe ich gestern die Open-Source-Analyse-Software Piwik auf diesen Blog “angesetzt”. Die Installation geht superflott und ähnelt im Wesentlichen dem Installieren von Wordpress. Danach wollte ich sehen, ob das Ganze auch funktioniert und habe den Felix drauf angesetzt, mal ein bißchen auf der Seite rumzuklicken. Da tat sich erst mal nix. Danach dann ein Plugin für Wordpress genommen, vielleicht bin ich ja auch nur zu blöde, den Code adäquat einzufügen. Felix durfte wieder rumklicken und wieder nischt. Aha, gibt noch ein zweites Plugin, vielleicht hilft das ja. Aber nein, auch das brachte nix. Ja, den Code dann wieder in den Template-Footer gebastelt, auch Fehlanzeige. Zu dem Zeitpunkt schon eine halbe Stunde verbraten. Ich sitze also vor dem Laptop und starre aufs Interface, bis mir plötzlich auffällt, dass ich das Datum noch auf Dienstag stehen habe und nicht auf Mittwoch. EPIC FAIL No.1!

Aber es ging ja noch weiter, denn gestern wurde auch eine neue Haustür samt Briefkastenanlage in unserem Haus eingebaut. Die Schlüssel hatten wir laut Aushang schon erhalten. Irgendwann bin ich dann nachmittags in den Supermarkt nebenan und habe alle Schlüssel von unserem Schlüsselbrett mitgenommen, um zu testen, welcher denn in Frage kommt. Da stehe ich dann an der Tür und probiere mich dumm und dusselig, aber keiner der Schlüssel passt. Hmpf. Nach meiner Rückkehr aus dem Konsumparadies gehe ich dann nach oben und fange an zu suchen. Ich durchwühle die Kommode im Arbeitszimmer, suche in allen Fächer und Schubladen des Schreibtischs. Danach ist der Ordner mit den Wohnungsunterlagen dran. Dort finde ich dann das Schreiben, dass die Schlüssel für den Fahrradkeller auch für die neue Haustür passen sollen. Ich mir die Schlüssel für den Fahrradkeller geschnappt und wieder zur Haustür runter. Passt wieder nicht. Diesmal steht einer der Handwerker in der Nähe und erzählt mir nebenbei, dass in der Haustür noch ein anderes Schloss drin ist, welches er gleich austauscht, dann passen auch die uns zugeschickten Schlüssel. EPIC FAIL No. 2!

Und brandheiße News noch zum Abschluss: Das Guitar-Hero-Drumset wurde verschickt. YES!

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Tuning

28. Juli 2009 - 19:14 Uhr

So, heute habe ich mal ein bißchen am Motor des Blogs rumgefummelt. Neue Wordpress-Version installiert. Und wo ich schon mal dabei war, habe ich auch ein neues Theme gewählt. Zum einen konnte ich meine eigene Hackfresse nicht mehr im Header sehen und zum anderen wollte ich es einfach nur richtig schlicht haben, weil ich das gerade schick finde. Ich hoffe, die Leser goutieren es entsprechend. :-)

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Ice Age 3 und Actionspiele

15. Juli 2009 - 16:47 Uhr

Am gestrigen Abend haben die Süße und ich zusammen mit einem befreundeten Pärchen den neuesten Ice Age angeschaut. Erstmals in 3D und so. Der Film war sehr gut und ich habe gut gelacht. Die 3D-Technik ist auch nicht schlecht, auch wenn die im Film selbst nicht so häufig wirklich ins Auge stach (im wahrsten Sinne). Vor dem Film liefen drei Trailer zu weiteren Filmen in 3D (Pixars “Up” oder “Oben”, “Wolkig mit Aussicht auf Fleichbällchen” und “G-Force“), wo die 3D-Effekte besser zu Geltung kamen. Man kann also davon ausgehen, dass sich da noch was tut. Ein kleiner Wermutstropfen sind die Preise. Am Kinotag in der Loge kostet der Spaß immerhin 9 Euro und Samstags (ebenfalls Loge) gar 11,50 Euro. Ich bin mal gespannt, ob die Preise mit zunehmender Entwicklung und Verbreitung wieder fallen. Die Leute scheinen drauf abzufahren, denn das Kino war gestern fast ausverkauft. Also, klare Empfehlung für den Film.

Dann kommen wir zu den eher unschönen Dingen. Die Dumpfbacken, auch bekannt als Politiker bzw. Volksvertreter, haben mal wieder was ausgeheckt. Diesmal ist nach der Freiheit im Netz (Stichwort: Zensursula) das Spielen von so genannten “Killerspielen” an der Reihe. Anfang Juni hat die Innenministerkonferenz den Beschluss gefasst, ein Verkaufs- und Herstellungsverbot von “Killerspielen” zu erwirken. Es steht zu befürchten, dass dieses Verbot auch umgesetzt wird. Eine Möglichkeit, sich dagegen zu wehren, ist die Unterzeichung der Petition gegen ebendieses Verbot. Bisher haben mehr als 58.000 Menschen diese Petition unterzeichnet. Damit ist die magische Grenze von 50.000 Unterzeichnern gefallen, die nötig sind, damit sich der Petitionsausschuss der Sache annimmt. Das muss noch nichts bedeuten, aber man hat sich zumindest Gehör verschafft.

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