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Been there, done that

So, jetzt bin ich mit GTA IV durch. Hat lange gedauert, aber nu ist die Story am Ende. Ich habe jetzt ca. 76% des Spiels durch, aber die Missionen der Story sind fertig und mal schauen, ob ich noch Lust habe, die 100% des Spiels voll zu machen.

Bei Erscheinen des Spiels Ende April überschlug sich die Fachpresse mit Lob und händigte reihenweise Bestnoten aus. Nach dem Durchzocken muss ich sagen: Völlig zu recht. Bisher habe ich noch kein Spiel gesehen, dass mir so eine lebendige Spielwelt präsentiert hat. Man hat stellenweise das Gefühl, sich in einer realen Stadt zu bewegen. Natürlich gibt es noch immer Limitationen, wie z.B. die Tatsache, dass man nicht alle Gebäude betreten kann oder nicht mit allen Personen, die umherlaufen interagieren kann. Und sicherlich gibt es Spiele, die grafisch besser sind. Dennoch bietet dieses Spiel die bisher beste Repräsentation der echten Welt.

Was mich ein bißchen während des Spielens gestört hat, war zum einen die soziale Komponente des Spiels. Man lernt im Laufe des Spiels einige Freunde kennen, mit denen man etwas unternehmen kann. Oft rufen die einen genau dann an, wenn man gerade auf dem Weg zu einem Auftrag ist oder mitten in der Mission steckt. Lehnt man ein Treffen ab, sind die Freunde beleidigt. Zwar hat es keine direkten Auswirkungen auf das Spiel, wenn man seine sozialen Kontakte versauern lässt, aber irgendwie hat man doch ein schlechtes Gewissen. Den Versuch der Macher von Rockstar North, dem Spiel eine moralische Komponente zu geben, ist eher mäßig gelungen. Die Hauptfigur, Niko Bellic, kommt aus dem ehemaligen Jugoslawien und hat den Bürgerkrieg am eigenen Leib erfahren. Immer wieder wird angedeutet, dass ihn die Ereignisse von damals belasten. Zudem ist Niko auf der Suche nach einem Verräter, der am Tod von Nikos Jugendfreunden schuld ist, die in einem Hinterhalt ums Leben kamen. Trotz dieses Hintergrunds hat Niko keine Probleme damit, für den Chef der Russenmafia jemanden ohne konkreten Grund umzubringen. Niko versucht zwar, seinen Auftraggeber umzustimmen, aber am Ende tut er es doch. Die Spieleentwickler die Aufträge immer so zu legitimieren, dass der Protagonist keine Wahl hat: Sei es, dass man für die Russenmafia arbeitet, die den eigenen Cousin bedroht und dessen Schulden man abbezahlen muss oder sei es, dass man für die Polizei arbeitet, die einem droht, belastendes Material an die Staatsanwaltschaft weiterzuleiten. Am Ende erledigt man einfach die Aufträge. Hier hätte man noch mehr rausholen können, um die ausweglose Situation noch weiter darzustellen. So wirkt es etwas unausgegoren.

Aber ich will mich hier nicht so sehr in die Kritik reinsteigern, denn ich hatte viel Spaß mit dem Spiel und kann es jedem nur empfehlen.

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

Ja, am Dienstag zu später Stunde noch ein bißchen ferngesehen und nach Kalkofes Mattscheibe auf VOX hängengeblieben. Da kam eine Spiegel-TV-Doku über zwei Au-Pairs, die in die USA gegangen sind. Beide landeten in der Nähe der amerikanischen Hauptstadt Washington. Neben allerlei Problemchen wollten die Ladies natürlich auch Männer kennenlernen. Auf einem Streifzug durch Washington konnte sich dann die eine mal über ihre Probleme beim Kennenlernen von Männern dozieren. Hauptproblem war der Umstand, dass 70% der Bevölkerung Afro-Amerikaner waren. Eigentlich sind es nur knapp 55%, aber das ist ja auch zweitrangig. Naja und bei den übrigen 30% sind nur Deppen dabei. Und überhaupt: “Ich meine, Washington ist ja eine Großstadt und so. Aber ich habe echt nicht gedacht, dass hier so viele Schwarze rumlaufen. Wo kriege ich denn da einen Mann her?”. So in etwa äußerte sich das eine Au-Pair über die für sie tragische Situation auf dem Männermarkt.

Furchtbar das Ganze. Da fährt man in die USA und nur Afro-Amerikaner. Naja, zu ihrer Beruhigung gibt es ja schon national befreite Zonen in einigen Gegenden Deutschlands. Da trifft sie bestimmt nur auf die Elite der männlichen Schöpfung. In Gegenwart eines Mikros empfiehlt es sich der guten alten Weisheit von Mama zu folgen: “Erst denken, dann reden”. Nach diesem erleuchtenden Beitrag schlenderten die beiden Au-Pairs noch durch Washington und philosophierten darüber, dass sie ja voll als Touris auffallen würden, weil die amerikanischen Frauen ja so nuttig rumlaufen. Amen. Vielleicht nächstes Mal einfach zu Hause bleiben, wenn einem die Sachen im Ausland nicht gefallen. Dann redet man sich auch nicht um Kopf und Kragen.

Ich liebe es!

Gerade auf Sportbild.de einige so genannte Leserbriefe gefunden. Ein Träumchen. Alle Deutschen sind scheiße und können kein Fußball spielen. Man sollte die Mannschaft austauschen und den Löw gleich hinterher. Ich könnt mich wegschmeißen vor Lachen. Genau das liebe ich so: Die Deutschen kommen nach zwei EM-Blamagen (2000, 2004) aus der Vorrunde und direkt ins Finale, wo sie gegen sackstarke Spanier verlieren. Und natürlich hatten einige Deutsche einen schlechten Tag und vor allem Ballack wirkte arg blass, aber das ist einfach so schlecht. Natürlich will man Tag ein, Tag aus nur tollen Fußball sehen, aber das gibt es einfach nicht. Herrlich, hat mir den Morgen gerettet. Geballter Fußballsachverstand at its best.

So ruhig hier!

Puh, das ist ja gerade noch einmal gut gegangen. Da hat doch tatsächlich die bessere Mannschaft gewonnen. Das Einzige, was mir gerade zum Glück fehlt, ist ein heulender Ballack. Aprospos, Ballack: Was für ein albernes Affentheater mit seiner angeblichen Wadenverletzung. Wen wollte das deutsche Team mit der Nummer denn bitte irritieren. Hat man ja gesehen, dass die Spanier völlig konfus waren. Ach, und dann die Nummer mit den angeblich so kleinen Spaniern. Die deutsche Kopfballstärke als Wunderwaffe der DFB-Elf. Dumm nur, dass kein deutscher Spieler in der Lage war, eine halbwegs vernünftige Flanke zu schlagen.

So, dann noch ein paar Sachen, die mir noch so während des Turniers aufgefallen sind: Continue reading ‘So ruhig hier!’

Die Amy

Gestern abend lief auf N24 das Benefiz-Konzert zum 90. Geburtstag von Nelson Mandela. Viel habe ich davon nicht mehr mitbekommen, am Ende noch Queen mit einem anderen Sänger, dessen Namen ich mir nicht gemerkt habe. Die haben noch den Song “All right now” von Free performt und danach dann kamen alle Stars des Abends auf die Bühne, um zum Abschluß “Free Nelson Mandela” zu singen. Als Frontfrau für das Star-Ensemble kam Amy Winehouse auf die Stage. Die Bericherstattung um ihre Drogen-Exzesse verfolge ich nicht und bekomme das ganze Getöse in der Klatschpresse nur am Rande mit. Aber als die Amy da auf der Bühne stand, bin ich fast vom Sofa gefallen. Ganz stumpfer Blick; wenn sie sich bewegt hat, dann hatte man das Gefühl, die fällt gleich hin. An einer Stelle wollte sie sich vor dem Mikrofonständer einmal um die eigene Achse drehen. Eieiei, das kriegt auch ein einbeiniger Hund geschmeidiger hin. Schon krass und die Gute ist erst 24 Lenze alt. Man kann nur hoffen, dass sie nicht in ein paar Jahren zu den großen Talenten gehört, die sich mit Drogen zugrunde gerichtet haben. Auch wenn Soul nicht so ganz meine Musik ist, so muss ich doch anerkennen, dass ihr Album “Back to Black” ziemlich gut ist und die Amy eine krasse Stimme hat.

Serengeti Park

Kattas im Serengeti Park

Gestern waren wir in Hodenhagen, um dort einen Abstecher in den Serengeti Park zu machen. War echt schön da, auch wenn wir uns am Ende einen kräftigen Sonnenbrand eingehandelt haben. Die Tierwelt haben wir vorsichtshalber im Bus erkundet, um den kleinen Franzosen nicht einem Nashornhintern auszusetzen. Leider war die Tour im Bus schon sehr gehetzt und man hatte kaum Zeit, sich alles in Ruhe anzuschauen. Danach haben wir dann den Rest des Parks erkundet. Zum Glück war der Park relativ leer, so dass man nirgendwo irgendwie groß anstehen musste und die Kinderhorden nur bedingt nervten. Am meisten Spaß hatte ich in den Affengehegen, die frei begehbar sind. So kam man bei einigen Arten wie den obigen Kattas sehr dicht an die Tiere. Alles in allem ein sehr schöner Ausflug.

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