Kategorie: Sports (Page 2 of 2)

Wir sind Weltmeisterinnen

Ich gestehe, dass ich Frauenfußball gucke. Und ich muss sagen, es macht ausgesprochen Spaß, sich das anzuschauen. Das Finale war richtig spannend und die Brasillianerinnen können echt auch Hacke, Spitze, 1, 2, 3 zeigen, wenn man sie lässt. Wie man hier sehen kann. Aber die Deutschen haben gut dagegen gehalten und mit einer Nadine Angerer im Tor, die nicht ein einziges Tor im gesamten Turnier kassiert hat und im Spiel einen Elfer hielt, konnte man den Südamerikanerinnen den Zahn ziehen. Die Buden machten Brigit Prinz und Simone Laudehr und die Deutschen haben den Titel von 2003 verteidigen können. An dieser Stelle: Glückwunsch! Und weiter so.

Ing-er-Land, Ing-er-Land, Ing-er-Land!

Heute abend steht also der Klassiker zwischen England und Deutschland auf dem Programm. Und dürfte wohl mit „Not gegen Elend“ betitelt werden, denn Deutschland muss auf 11, die Engländer „nur“ auf 9 Spieler verzichten. Darunter leidet der allgemeine sportliche Wert der Veranstaltung. Anschauen werde ich es mir trotzdem. Leider hat man es als England-Fan im Moment nicht leicht. Während die Deutschen wohl in ihrer EM-Qualigruppe relativ locker auf den ersten Platz zusteuern, sieht es bei den Engländern eher düster aus. Platz vier in der Gruppe hinter Kroatien, Russland und Israel.

Alleine schon die Panik nach der erneuten Fußverletzung von Wayne Rooney machte deutlich, dass da einiges im Argen liegt. Meiner Ansicht nach gibt es mehrere Problemfelder:

1.) Sturm und Tor: England hat nur einen wirklich guten Stürmer: Wayne Rooney. Alleine schon die verzweifelten Versuche mit einem halbfitten Rooney bei der letzten WM zeigen, dass es hier ganz übel aussieht. Peter Crouch ist nur noch auf der Bank, Michael Owen ist immer noch nicht fit, Alan Smith hat nicht die nötige Klasse. Von Leuten wie Defoe und Bent ganz zu schweigen. Andy Johnson kommt schon alleine deshalb in Betracht, weil er wenigstens in Everton ein wenig Spielzeit bekommt.
Im Tor sieht es ähnlich mau aus. Mit der Ausnahme, dass hier nicht ein Spieler mit Klasse und Konstanz dabei ist. Während man sich in Good, Old Germany mit guten Keepern zuscheißen kann (Hildebrand, Wiese, Weidenfeller, Enke, Neuer, Adler, Schäfer – Lehmann lasse ich bewußt außen vor), vetrauen die Engländer auf Robinson und James. Beide immer wieder für Aussetzer gut und vor allem nicht von der nötigen Klasse. Bleibt die Frage, woran das liegt. Fehlt es an der nötigen Talentförderung? Spielen in der Premier League mittlerweile zu viele Ausländer, die verhindern, dass sich Talente durchsetzen? Ähnliche Diskussionen gab es ja auch hierzulande schon häufig.

2.) Die Spielweise: England befindet sich rein spielerisch genau da, wo Deutschland vor Klinsmann war. Man hat zwar gute bis teilweise sehr gute Spieler in den Reihen, aber das Spiel an sich ist schlecht. Die Engländer haben beim 3:0 gegen Andorra versucht, Peter Crouch (2,01m) dauernd mit hohen und langen Bällen zu füttern. Wohlgemerkt gegen Andorra. Das, was die Engländer teilweise abliefern, hat nichts mit modernem Fußball  zu tun. Schon die WM 2006 unter Sven-Göran Eriksson offenbarte gravierende, spielerische Mängel. Da ist es wenig hilfreich, wenn die Nationaltrainer immer wieder an der Paarung Lampard/Gerrard festhalten, obwohl da eigentlich nie was bei rausgekommen ist und Lampard auch die Tendenz zeigt, im Dress der „Three Lions“ keine Leistung zu bringen. Auch hier muss sich einiges tun, damit England auch wieder attraktiven Fußball zu zeigen. Vielleicht mit einem fitten Hargreaves auf der 6 und Gerrard als Mann hinter der Spitze.

3.) Der Trainer: Steve McClaren sitzt auf einem verdammt wackeligen Stuhl. Es gibt nicht wenige, die insgeheim in England hoffen, man möge doch bitte gegen Deutschland verlieren, wenn dann Steve gehen muss. Eigentlich sollte unter dem Rotschopf alles besser werden, doch leider geht es immer mehr den Bach runter. Der Fußball ist noch mieser als unter unserem schwedischen Frauenheld und McClaren demontiert sich selbst dadurch, dass er Beckham nach der WM rauswirft, nur um ihn vor einigen Monaten wieder ins Team zu holen, als der Druck der Öffentlichkeit zu groß wurde.  Sollte sich England unter McClaren nicht für die EM bei den Ösis/Schweizern qualifizieren, wird der Gute dann Asyl in einem anderen Land beantragen dürfen. Vielleicht tut die FA gut daran, hier einen änlichen mutigen Schritt zu tun, wie es der DFB mit der Verpflichtung von Klinsmann/Löw tat.

Für heute abend sage ich mal ein 1:1 vorraus und ein eher schwaches Spiel.

Tss

Okay, ich bin kein HSV-Fan, aber was der Van der Vaart da gerade abzieht geht ja auch mal gar nicht. Nach dem ersten Saisonspiel fällt ihm ein, dass er doch noch nach Spanien wechseln will. Der HSV sagt – verständlicherweise – „Nein“ und Van der Vaart heult rum, dass jetzt sein Traum zerstört wäre. Er hätte schließlich nie einen Hehl daraus gemacht, dass er irgendwann einmal zu einem großen Club will. Mag sein, aber vielleicht hätte er das in der Sommerpause machen sollen und nicht jetzt, wo der Verein nicht mehr reagieren kann. Schön auch, wenn Spieler in so einer Situation immer wieder darauf verweisen, dass sie ja alles für den Verein gegeben hätten. Passt mal auf, ihr Arschgeigen: Bei dem Geld, dass ihr verdient, ist es jawohl das Mindeste, dass ihr alles gebt. So eine Scheiße können auch nur Sportler von sich geben.
Leider hat der HSV kaum eine Wahl. Man kann jetzt den harten Hund geben, aber was will der Verein mit einem Spieler, der weg will. Man beachte Kloses Rückrunde letztes Jahr und dann wissen alle, was ich meine. Zum Kotzen, dass in solchen Situationen immer die Spieler am längeren Hebel sitzen. Außerdem hat sich der kleine Rafael heute verletzt, als er seinen Sohn hochheben wollte und kann morgen im Uefa-Cup-Quali-Spiel vielleicht nicht auflaufen. Welch ein Zufall. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Gekentert!

Am Mittwoch waren Schatzi und ich noch mit Christoph und Jule auf einer Kanutour. Wir sind nach Bienenbüttel gefahren, haben dort unsere zwei Kanus in Empfang genommen und uns in den reißenden Strom namens Ilmenau gestürzt. Für mich war es das erste Mal, dass ich Kanu gefahren bin und am Anfang gestaltete sich die Paddelei doch etwas schwierig, das weder Schatzi noch ich irgendeinen Peil hatten, was wir da tun. So krachten wir das eine oder andere Mal in die Uferböschung und vernichteten Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten. Irgendwann machten wir in Melbeck an einem Campingplatz eine Pause und nach ein paar Stullen und ein wenig Flüssigkeit machten wir uns weiter auf den Weg.
Irgenwann dann kam, was kommen musste. Wir paddelten auf eine Flußkurve zu und leider drifteten wir immer mehr auf das Ufer und einen im Wasser hängenden Baum zu. Das Paddeln wurde immer hektischer und ich hatte den Baum nicht mehr im Blick. Als ich wieder nach vorne schaute, befand sich ein Ast ca. 50 cm vor meinem Gesicht. Normalerweise soll man sich nach vorne ins Boot ducken, um Ästen und Co. auszuweichen. Doch damit hätte ich den Ast getroffen. Also, ab zur Seite und den Kahn zum kentern gebracht. *Platsch* waren Frau und ich im kalten Wasser. Ich habe ja keine Angst vor Wasser und kann auch schwimmen und alles, aber es war schon am Anfang ein bißchen Panik dabei. Vor allem war das Waser echt mal kalt wie Sau.

Eine Weile strampelte ich so vor mich hin in meiner Panik, bis mein Fuß den Grund berührte und ich merkte: „Ah, man kann hier also stehen?“. Dann waren die Paddel und die wasserdichte Tonne ins Wasser gefallen und trieben flußabwärts. Schatzi schaute dem Ganzen zu, so dass ich hinterher paddeln durfte. Das nächste Problem war, dass an dem Teil des Flusses die Böschung zu zugewuchert war, dass man nicht einfach an Land krabbeln konnte. Die Machete war leider noch zu Hause, so dass wir noch ein ganzes Stück flußabwärts mussten, um in Ruhe aus dem Wasser zu steigen.  An Land angekommen musste das Boot erstmal von dem reingelaufenen Wasser befreit werden, was auch klappte. Danach dann die wasserdichte Tonne aufgeschraubt und trockene Klamotten rausgeholt und sich dann umgezogen. Muss ein Bild für die Götter gewesen sein, denn irgendwann stand ich da nackig, nur noch mit Socken und Sportschuhen bekleidet auf der Wiese. Aus der Ferne wird es wie ein Gorillaweibchen ausgesehen haben: Titten, überall Haare und der kleine Mann war vor lauter Kälte auch verschwunden.

Nach dem Anlegen trockener Kleidung ging es uns schon viel besser. Wir sind dann wieder rein ins Boot, und Jule und Christoph hinterher, die schon weit weg waren, aber uns irgendwann entgegen kamen. Nach mehr als 5 Stunden sind wir dann in Lüneburg angekommen und wieder in der eigenen Bude habe ich meine Schuhe von kiloweise Schlamm befreit. War echt nett, trotz der unfreiwilligen Taucheinlage. 🙂

Final Four

Gestern war ich mit Katja in der Color Line Arena beim Final Four Pokalfinale der Handballer. Katja hat mich Kraft ihres Amtes als NDR-Praktikantin reingeschleust. Und dann durften wir genau auf Höhe der Mittellinie sitzen, ca. 5 m vom Spielfeld entfernt. Richtig lecker, die Plätze. Und dann die Spiele. Im ersten Halbfinale schlägt die SG Krnau/Östringen den HSV mit 29:28. Es war ein schon überraschendes Ergebnis, da ich den HSV in eigener Halle als Favoriten gesehen habe. Aber so ist das schon okay. Vor allem den immerhin 2000 Fans von Kronau dürfte es gefallen haben.

Das zweite Halbfinale bestritten dann der THW Kiel und die SG Flensburg-Handewitt. Ein Nordderby, das Aufeinandertreffen der beiden besten deutschen Mannschaften der letzten Jahre und ein erster Vorgeschmack auf das Finale der Champions League, wo beide Mannschaften auch gegeneinander spielen. Kiel überrannte zu Beginn des Spiels die Flensburger regelrecht. Nach 15 Minuten stand es 12:6. Zur Halbzeit stand es dann 19:12 für Kiel. Doch nach der Halbzeit brannten die Flensburger und holten Tor um Tor auf. Am Ende konnte der THW sich aber dennoch mit 33:32 durchstzen. Fast wären wir noch in die benachbarte AOL-Arena gewatschelt, um uns dort die NFL Europe mit den Hamburg Sea Devils anzuschauen. Aber das haben wir dann doch gelassen. Aber es war auch so schön. Dank, Schatz.

Wow!

Gerade eben das Champions League-Viertelfinale zwischen Manchester United und AS Rom gesehen. Vor dem Spiel habe ich mir noch gedacht, dass eigentlich so ein 5:0 für ManU ganz fluffig wäre. Naja, am Ende sprang ein 7:1 für die Engländer raus. Das Spiel war einfach nur geil. So darf Bremen dann auch gerne am Donnerstag gegen Alkmaar spielen.

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