Monat: Januar 2018

#29 – Star Wars: The Last Jedi

Spoilers ahead! You have been warned…

Ich muss an dieser Stelle gestehen, dass der Star Wars mich zunehmend kalt lässt. Der Hype vor Episode VII war grenzenlos, doch mich persönlich hat der Film eher enttäuscht, auch weil er wie eine Upcycling-Version von „A New Hope“ wirkte. Sehr viele Bilder und Szenen stammten gefühlt direkt aus Episode IV. Rogue One war hingegen eine positive Überraschung für mich, auch wenn die eigentliche Geschichte für das Star Wars-Universum nicht wirklich von Belang war. Nun also Episode VIII.

Schon im Vorfeld hatte ich insgesamt das Gefühl, dass der Hype in den Medien und bei den Fans nicht so riesig war. Klar, der dritte Film innerhalb von zwei Jahren, dazu die Ankündigung einer Han Solo-Trilogie, es ist ja nicht so, dass die Franchise nicht eh schon omnipräsent ist. Dabei ist es auch auf keinen Fall ein schlechter Film, aber irgendwie hat er mich nicht so richtig packen können. Was man The Last Jedi hoch anrechnen muss ist der Umstand, dass man diesmal auf ein allzu offensichtliches Recycling von Szenen und Motiven verzichtet hat. Aber was mir bspw. nicht gefallen hat, ist der Teil der Story auf Canto Bight, der meiner Meinung nach völlig unnötig war und den man getrost hätte sein lassen können. Das Poe Dameron ein Hitzkopf ist, der erst ballert und dann evtl. denkt, dafür brauchte es diese Nebenhandlung inkl. moralischer Erklärungen nicht.

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Am meisten Probleme habe ich mit Kylo Ren aka Ben Solo oder für mich Emo-Kylo. Ich habe schon so viel Positives über ihn gelesen, über seine großartige innere Zerrissenheit, die ihn zu einem tollen Bösewicht macht. Ich finde ihn einfach nur langweilig mit seinem jammernden Gesichtsausdruck, der die inneren Konflikte zur Schau stellen soll. Hat für mich was von Frodo aus dem Herrn der Ringe, der am Ende drei Gesichtsausdrücke auf Lager hatte. Auch während der abschließenden Schlacht wirkt der neue Oberste Anführer wie ein Kind im Porzellanladen. Klar, er ist vom Hass verblendet, aber wirkt halt auch ein bisschen arg dumm. Nach dem Film hatte ich das Gefühl, dass ich raus bin aus dem SW-Hype. Es war kein schlechter Film, aber irgendwie packt mich das SW-Universum einfach nicht mehr so wie früher.

Fazit: 3/5 Porgs

Hier findest Du eine Übersicht aller ProjectUnlimited-Filme

Die PSVR und ich

Als Sony damals die Veröffentlichung der eigenen VR-Brille ankündigte, war ich schon ein bisschen angefixt. Im Juli letzten Jahres konnte ich die PSVR zu einem günstigen Kurs ergattern. Leider wurden wir zwei nie so wirklich Freunde, weshalb ich die PSVR mittlerweile wieder verkauft habe. Für mich ergaben sich dabei drei Probleme, die natürlich völlig subjektiv sind:

Punkt 1 – Aufwand:

Um mit der PSVR zu zocken, muss noch ein bisschen was aufgebaut werden, denn zusätzlich zur Brille gibt es noch eine Prozessoreinheit, welche die Bilder für die Brille aufbereitet. Das heißt, man stöpselt die Prozessoreinheit per HDMI-Kabel in die PS4, zusätzlich noch per USB-Kabel und muss noch das Netzkabel einstecken. Dann das HDMI-Kabel in den Fernseher, die Brille an die Prozessoreinheit klemmen und noch die Kopfhörer anschließen. Zudem muss noch die PS-Kamera an die PS4 gestöpselt werden. Das dauert dann auch mal einen Moment, bis man das alles fertig hat. Klar, man könnte jetzt sagen: „Muss man ja auch nur einmal machen, nech?!“. Leider ist das aber nicht so einfach, wenn die PS4 im Wohnzimmer steht und man zwei Kleinkinder hat, die Kabel und Co. sehr spannend finden. Somit musste nach dem Zocken immer alles wieder abgebaut und verstaut werden.

Punkt 2 – Nebel:

Wenn man sich die Brille aufsetzt, besteht zwischen dem Gesicht und der Brille selbst ein gewisser Temperaturunterschied. Zudem ist die Brille relativ dicht, damit nichts die Immersion stört (bspw. einfallendes Licht). Der Temperaturunterschied zwischen Gesicht und Brille führt dazu, dass die Linsen der Brille beschlagen können. Da ich jemand bin, der schnell und viel schwitzt, wird dieser Prozess noch einmal verstärkt. Ich habe alle möglichen Tipps zum Thema gelesen und ausprobiert, wirklich lösen konnte ich das Problem nicht. Zumal ich den Hinweis, die Brille erst einmal 30-45 Minuten anzuschalten, um diese aufzuwärmen (und die Wärme-Differenz zwischen Gesicht/Brille zu minimieren) auch nicht besonders praktikabel fand. Und leider hat es auch nichts gebracht. Das Problem der beschlagenen Linsen konnte ich nie dauerhaft lösen.

Punkt 3 – Motion Sickness:

Der dritte und letzte Punkt ist die so genannte Motion Sickness bzw. Gaming Sickness, die gerade bei VR-Anwendungen verstärkt auftreten kann. Bei Rennspielen bspw. nehmen die Augen die Bewegung wahr, der Rest des Körpers vermeldet aber, dass man gerade auf dem Sofa sitzt. Diese Differenz in der Wahrnehmung kann zu Schwindel und Übelkeit führen. Das ist aber von Person zu Person völlig unterschiedlich. Bei mir war das gerade in Rennspielen relativ ausgeprägt, aber auch schon bei Resident Evil 7, das auch einen VR-Modus hat, wurde mir leicht schlecht. Bei einigen soll es sich wieder legen, wenn man VR häufiger verwendet und man sich dann daran gewöhnt. Nur da kommen wir auf die Punkte 1 & 2, die dann verhindert haben, dass ich die PSVR allzu häufig verwendet habe.

Ich finde VR immer noch spannend, auch wenn vielleicht gerade bei der PSVR noch die wirklichen Killerapplikationen fehlen, die das Teil zu einem Must-Have machen. Leider hat sich dann rausgestellt, dass die PSVR in der aktuellen Variante nix für mich ist. Aber das ist meine subjektive Erfahrung, die bei anderen ganz anders aussehen wird.

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#28 – Justice League

Das Thema DC vs. Marvel hatten wir ja schon im Beitrag zu Wonder Woman. Nun also der Versuch, mit Justice League ein Gegenstück zu den Marvel Avengers im Kino zu etablieren. Die Erde wird von dem Bösewicht Steppenwolf angegriffen, der versucht, die so genannten Mutterboxen in seinen Besitz zu bringen. Um der Bedrohung Einhalt zu gebieten, versucht Batman, eine Gruppe von Superhelden um sich zu scharen. Nacheinander kann er Wonder Woman, Flash, Cyborg und Aquaman für die Sache gewinnen. Doof nur, dass Superman immer noch tot ist.

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Ich weiß gar nicht, wo ich hier anfangen soll, denn der Film ist einfach ein Haufen Mist. Das fängt mit Ben Affleck als Batman an, dazu mit Superman der wohl langweiligste aller Superhelden. Die Story ist völlig generisch und mit Steppenwolf als Bösewicht lockt man auch niemanden hinter dem Ofen hervor. Selbst Wonder Woman schafft es nicht, die anderen Kritikpunkte auch nur abzumildern und geht letztlich mit diesem Schrottfilm unter. Es fällt einem manchmal schwer, sich vorzustellen, wie so eine Schrottproduktion mit Millionen an Dollar zugeschmissen wird, ohne das irgendjemand zwischendrin sagt: „Leute, das wird so nix.“

Fazit: 1/5 Dreizacke

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#27 – Mord im Orient Express

Diesmal also was ganz anderes im Programm, die Neuverfilmung eines Krimi-Klassikers aus der Feder von Agatha Christie. Die Trailer haben mich durchaus neugierig gemacht und ich hatte zudem den Vorteil, dass ich die Geschichte bisher noch nicht kannte, also auch nicht wissen konnte, wie der titel gebende Mord am Ende aufgeklärt werden würde. Die Bilder sind teils sehr hübsch geworden und auch die Kulisse des Orient Express ist wirklich super umgesetzt.

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Doch leider empfand ich die Krimi-Geschichte selbst alles andere als spannend. Jeder der Passagiere wird verhört und hat einerseits ein Alibi, macht sich andererseits aber verdächtig und so hüpft man durch das Ensemble der Passagiere. Am Ende sind alle verdächtig, aber Meisterdetektiv Hercule Poirot kann zunächst keinen Täter ermitteln bis es zum großen Finale kommt. Die Figur des Hercule Poirot hat mich ehrlich gesagt auch kein Stück überzeugen können. Vielleicht ist die Figur des verschrobenen Detektivgenies mit allerlei Marotten auch mit der Neuinterpretation des Sherlock Holmes durch die BBC-Serie auch endgültig durcherzählt und dem kann Poirot nichts entgegensetzen.

Fazit: 2/5 Zugtickets

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#26 – Thor: Tag der Entscheidung

Im dritten Teil der Superheldenstory mit dem sympathischen Donnergott legt dieser sich mit seiner Schwester Hela an. Hela ist ziemlich schlecht drauf und will Asgard sowie weitere Welten erobern. In der ersten Auseinandersetzung mit Thor und Loki zerstört sie Thors Hammer Mjölnir und sorgt dafür, dass ihre Brüder auf dem Planeten Sakaar landen. Hier muss sich Thor als Gladiator beweisen und trifft dabei auf seinen großen grünen Freund Hulk. Zusammen versuchen sie Asgard von Hela zu befreien.

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Thor 3 ist ein guter Superheldenfilm, der echt Spaß macht, auch wenn hier zuweilen ein bisschen zu sehr an der Humor-Schraube gedreht wurde. Aber das muss man wohl als Markenzeichen der Marvel-Filme mittlerweile zu hinnehmen. 😉

Fazit: 4/5 Mjölnir

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#25 – Kingsman: The Golden Circle

Der zweite Teil der Kingsman-Reihe spielt ca. ein Jahr nach dem ersten Teil. Eggsy ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Kingsman und nicht mehr nur Anwärter. Diesmal geht es gegen Poppy Adams, einer durchgeknallten Drogenbaronin, die zum vermeintlich finalen Schlag gegen die Kingsman ausholt. Merlin und Eggsy überleben und reisen in die USA, um sich von den amerikanischen Vettern helfen zu lassen. Hier heißt die Agentenorganisation „Statesman“ und hat Ihr Versteck in einer Whisky-Fabrik.

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Der zweite Teil ist wie schon der erste Teil James Bond für die jüngere Generation. Die Parallelen sind unübersehbar, wobei Kingsman deutlich schneller, übertriebener und abgedrehter zu Werke geht. Es ist ganz nette Unterhaltung für zwischendurch, doch leidet Kingsman: TCC an der viel zu langen Laufzeit, die nur unzureichend genutzt wird.

Fazit: 2,5/5 Whiskyflaschen

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