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Tour de l’est

Die letzte Woche die Frau und ich damit zugebracht, ein bißchen den Osten der Republik zu bereisen. Erster Stopp auf der Tour war dabei Dresden, wo wir uns ein paar Tage bei den Schwigereltern eingenistet haben. Dabei haben wir es uns ein paar Tage gut gehen lassen und weniger unternommen als vielmehr abgehangen und entspannt. Dabei konnten wir den ersten Besuch im Eiscafé für dieses Jahr verzeichnen. Zudem haben wir schonmal für den bevorstehenden Sommerurlaub aufgerüstet und ein bißchen die Binnenwirtschaft angekurbelt. Und am Ostermontag haben wir uns dann mal die Festung Dresden angeschaut, um ein bißchen auf Kultur zu machen. 🙂 Abgerundet wurde der Dresden-Besuch durch den ersten gemeinsamen CD-Kauf und die Planung des ersten gemeinsamen Konzertbesuchs. Und das nach fast 6 Jahren Beziehung. Am 16.05. geht es zu Silly nach Hamburch.

Dienstag nach Ostern sind wir dann in den Norden gefahren, genauer gesagt nach Rostock. Nach unseren Flitterwochen haben wir dort schon einen Zwischenstopp eingelegt und da uns das dort so gut gefallen hat, haben wir uns entschlossen, da mal ein paar Tage am Stück zu verbringen. Nach der Ankunft haben wir erstmal gepennt und danach dann den ÖPNV genutzt, um in die City zu kommen. Da haben wir mal ein bißchen die Gegend erkundet und sind zum Abschluß des Tages ins Kino und haben uns „Shutter Island“ angeguckt. Kann man machen, muss man aber nicht. So richtig hat mich der Film nicht überzeugt, auch wenn er nicht wirklich schlecht ist.

Mittwoch haben wir erstmal das Zimmer gewechselt, da wir irgendwie in einem Raucherzimmer gelandet waren und auch Dauerlüften nix half. Anschließend haben wir die Hühner gesattelt und sind bei strahlendem Sonnenschein nach Warnemünde an die Ostsee gefahren. Das war ein richtig schöner Tag mit Bummeln und Sonnen, Bummeln und Sonnen.. . Gab auch einen leichten Sonnenbrand zu verzeichnen. Abends dann essen gegangen und dabei das CL-Spiel zwischen Bayern und Manchester verfolgt.

Einen Tag später haben wir den Zoo Rostock besucht, den ich nur empfehlen kann. Ist echt nett dort und wir haben einige Zeit gebraucht, um alles zu erkunden. Es war auch angenehm leer, so dass man nirgends lange anstehen musste oder es großes Gedränge gab. Nach dem Zoo sind wir nochmals in die Innenstadt, haben aber schnell mit qualmenden Socken aufgegeben. Abends dann mal den Pizzadienst getestet und für gut befunden.

Freitag dann sind wir erst nach Bad Doberan und haben uns dort den Münster sowie das alte Kloster angeschaut. Anschließend ging es dann nach Kühlungsborn, wieder an der Ostsee spazieren. Aber irgendwie sagte uns der Ort nicht zu, ich fand Warnemünde ehrlich gesagt schöner. Vielleicht liegt es auch daran, dass diese klassischen Seebäder wie Binz, Kühlungsborn usw. sich alle sehr ähnlich sind, während Warnemünde eher ein alter Fischerort mit Hafen ist und mehr Charme versprüht. Neben Kühlungsborn liegt Heiligendamm, bekannt durch den G8-Gipfel von vor drei Jahren. Abgesehen von dem riesigen Grand Hotel findet man dort nix. Da das Hotel sich über eine große Fläche in Strandnähe erstreckt, mussten wir von unserem Parkplatz aus erst einen langen Weg um das Hotel laufen, um an den Strand zu kommen. Die feinen Herrschaften möchten unter sich bleiben. Den Tagesabschluss bildete der Besuch im Shopping-Center sowie der Besuch beim Griechen, wo es eine Lage Fleisch mit Fleisch gab. 🙂 Das war sie dann, unsere Tour de l’est.

X-Mas, Jahreswechsel und Co.

So, nun mal ein paar Zeilen zu den schon fast ewig zurückliegenden Festtagen. Weihnachten war relativ entspannt. Heiligabend bei meiner Familie, Sony PSP und Lego Star Wars Tie Fighter von der Frau geschenkt bekommen. Am ersten Weihnachtstag dann zu den Schwiegereltern nach Dresden gefahren und zunächst einmal entspannt. Am 28. machten dann auch mal die Geschäfte auf und dann haben wir uns ein bißchen dem Konsum hingegeben. Unter anderem sprang dabei ein Blu-Ray Player raus und ein bißchen Futter für das neue Gerät.

Während unseres Dresden-Aufenthalts waren wir auch einen Abend im Kino und haben uns „Inglorious Basterds“ angeschaut. Junge, war das ein Haufen Mist hoch zwei. Nach den Trailern dachte ich immer, der wenigstens noch witzig oder so, aber da war ja nischt. Eine Reihe meist dümmlicher Dialoge, die von Splatter-Gewaltszenen „aufgelockert“ wurden. Verstehe immer nicht, warum jeder Furz von Tarantino immer so hochgejazzt wird. Bis auf „Reservoir Dogs“ und „Jackie Brown“ finde ich seine Filme bestenfalls banal. „Pulp Fiction“ habe ich nie länger als eine halbe Stunde gucken können, obwohl ich es mehrfach versucht habe. Aber gut, vielleicht ist mein Geist einfach zu klein, um das Genie von Tarantino zu begreifen. Jedenfalls war „Basterds“ einer der wenigen Filme, wo ich den Drang hatte, vorzeitig zu gehen.

Zurück zum Thema: Silvester sind wir dann wieder nach Bremen gefahren und haben mit zwei befreundeten Pärchen einen entspannten Jahreswechsel gefeiert. Neujahr dann noch Resteessen und das letzte Wochenende dann gechillt, bevor am Montag dann wieder Mr. Alltag in der Tür stand. Yo, das wars auch schon wieder.

Bilder aus Dresden

Heute abend fahren wir wieder zurück ins heimische Borgfeld. Zum Abschluß habe ich noch ein paar Bilder bei Flickr hochgeladen zur allgemeinen Verköstigung.

Abgezockt und Spaß dabei

Die Frau und ich sind nun schon seit letztem Sonntag im schönen Dresden und verbringen hier ein paar angenehme Tage. Wer noch nicht in Dresden war, sollte das unbedingt nachholen, denn die Stadt ist mehr als nur eine Reise wert. Krass ist auch die Geschwindigkeit, in der hier Veränderungen stattfinden. Auch wenn man nur mal ein halbes Jahr nicht da war, hat sich eine Menge getan. Hier ein Gebäude abgerissen, dort ein Neubau, hier ist immer was los. Die Schwiegereltern (bei denen wir Unterschlupf gefunden haben) wohnen ziemlich zentral. In der Nähe ist die „Altmarktgalerie“, ein Einkaufszentrum, welches so um 2002 eröffnet wurde. Das wird ausgebaut und keine 200 Meter entfernt wird die „Centrum Galerie“ errichtet, auch ein Einkaufszentrum. Vielleicht dann auch ein bißchen viel des Guten. Man darf gespannt sein, welches der beiden Einkaufszentren in drei bis vier Jahren noch läuft und welches nicht.

In den letzten Tagen haben wir einiges erlebt: Baden in der Talsperre Malter, Besuch im DDR-Museum in Radebeul, natürlich shoppen und zweimal die besten Dürüm der Welt gemampft. Heute dann das „Highlight“ der Woche. Eigentlich wollten wir wieder zur Talsperre in Malter und ein bißchen baden. Doch leider war das Wetter nicht so gut wie vorhergesagt. Nach einer Stunde zogen Wolken auf und es wurde ziemlich windig. Nach einiger Zeit haben wir dann den Rückzug eingeleitet und beschlossen, noch nach Freiberg zu fahren. Gesagt, getan und ein bißchen durch Freiberg gestiefelt. Irgendwann sind wir am Obermarkt in ein Café eingekehrt. Beide einen Milchkaffee geordert und drinnen im Café das reichhaltige Kuchenbuffet inspiziert, um eine Auswahl zu treffen. Die Stücke waren relativ klein, so dass jeder zwei genommen hat. Die Bedienung gab mir nach der Bestellung einen Zettel, den ich wiederum draußen der Bedienung geben musste, damit die mir den Kuchen samt unseren zuvor bestellten Milchkaffee an den Tisch schleppt. Als ich dann der Kellnerin den Zettel geben will, sehe ich, dass da 6,75 drauf steht. Ich kurz im Kopf gerechnet: 3 Stück Kuchen à 90 Cent, 1 Stück Torte à 1,80. Da komme ich auf 4,50 Euro. Das habe ich der Bedienung dann auch gesagt, die mich spöttisch anlächelte und meinte: „Drinnen steht aber doch ein Schild. Wenn Sie Kuchen und Torte bei uns verzehren, erheben wir einen Zuschlag von 50%. Nehmen Sie es mit nach Hause, entfällt dieser.“

Da bin ich aus allen Wolken gefallen. So deutlich hat man mir noch nicht gesagt, dass ich ein dummer Touri-Arsch bin und man mich gerne abziehen möchte. Zähneknirschend haben wir den Kuchen genommen. 13 Euro hat der Spaß am Ende insgesamt gekostet. Zwei Dinge habe ich anschließend überprüft. Auf dem Weg zum WC habe ich einen Blick ins Café geworfen und nach ca. 10 Sekunden nix gesehen. Wie klein bzw. beschissen positioniert muss das Schild sein, dass man es so leicht übersieht? Zumal da ja auch noch 80 andere Schilder mit diversen Angeboten und den ganzen Kuchenbezeichnungen im Raum verteilt waren. Danach habe ich auf dem WC in den Spiegel geschaut und musste feststellen, dass ich mein T-Shirt mit der Aufschrift „Ich bin ein dummer Tourist, bitte zocken Sie mich ab!“ gar nicht an hatte. Tsss. So dreist habe ich das noch nicht erlebt bisher. Vielleicht ist das auch nur ein Zeichen, dass ich noch nicht weit genug herumgekommen bin.

Also: Augen auf beim Kuchenkauf!!

Am Sonntag geht es dann schon wieder in die Heimat. Schade, könnte es noch ein paar Tage hier aushalten, zumal wir auch einige Sachen nicht machen konnten, weil uns die Zeit fehlt. Wahrscheinlich kommen wir Weihnachten wieder und dann wird geshoppt bis Peter Zwegat kommt. Yeah!

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