Kategorie: me is angry (Page 2 of 2)

Das Leben ist nix bunter Teller

Okay, ich will gerne FIFA 08 für meine 360 spielen. Aber das ist gar nicht so einfach, obwohl das Spiel seit Donnerstag im Handel ist/sein sollte. In Hamburg bei Saturn und Karstadt Sport geschaut, die beide locker 70 Euro wollen. Dachte ich mir: Nee, muss nicht sein. Auf Arbeit dann nebenbei kurz den Flyer vom Mediamarkt gesehen, da gab es das Spiel für 57. Gut, billig ist auch das nicht, aber wat solls. Ich nach der Arbeit nach Harburg zum Mediamarkt. Fifa 08 für den Wii – check, Fifa 08 für die PS2 – check, Fifa 08 für den PC – check, Fifa 08 für die 360 – am Arsch! Okay, ich mich dann auf die Lauer gelegt und schneller als gedacht zappelte jemand in meiner Bärenfalle. Nach dem ersten Rumgeheule wegen seinem zertrümmerten Bein, habe ich ihn dann gefragt, wie das jetzt mit Fifa 08 auf meiner 360 aussehen tut.

„Ja, für die PS3 und die 360 haben wir noch nischt bekommen, da gab es Probleme bei der Verteilung der Ware. Aber der Mediamarkt in Wandsbek hat welche.“ Danke, Du Honk, ich fahre jetzt bestimmt noch zum Wandsbeker Mediamarkt. Okay, ab nach Hause. Zum Glück gibt es ja den verkaufsoffenen Samstag. Okay, der Karstadt in LG lag laut GPS-Gerät am nächsten. Aber auch hier: Pustekuchen. Gut, dann den Gameshändler meines Vertrauens angesteuert. „Habt ihr Fifa 08 für die 360 da?“ „Nee, tut mir leid, das letzte habe ich vorhin erst verkauft. Kann auch nicht sagen, wann ich neue Ware bekomme“ Nee, ist richtig. Okay, Kamikaze ist angesagt. Rein in den Bus, ab zum Mediamarkt in Adendorf. Die Spannung steigt wie ein Luftballon. Ich rein in den Laden, hoch in die erste Etage, in die Gamesabteilung, an den PC-Spielen vorbei (sieht gut aus, da haben sie das Spiel da) und vor dem 360-Regal abrupt gebremst. UND? Herzlichen Glückwunsch zum Zonk!

Innerlich war ich am Kochen. Ich hin zum nächsten besten Blitzableiter (auch Mitarbeiter genannt):

Ich: „Sach mal, wie sieht das denn aus mit Fifa 08 für die 360?“

Er: „Haben wir leider nicht da, ist nicht gekommen“

Ich: „Wie? Nicht da? Steht doch dick im Prospekt!Dat muss doch da sein“

Er: „Ja, aber da steht auch ‚keine Mitnahmegarantie'“

Ich: „Mag ja sein, das gilt aber wohl für Angebote, die ausverkauft sein könnten. Hier wurde nicht geliefert, das ist jawohl ein kleiner, aber feiner Unterschied.“

Er: „Ja, tut mir leid, kann ich nix machen“

Habe noch kurz überlegt, dass ich so lange auf ihm rumkloppe, bis er das Spiel ausspuckt, aber es dann sein lassen. Am Ende heißt es dann wieder: „Videospiele machen gewalttätig!“. Das ist ja in diesem Fall gar nicht so. Das Nicht-Vorhandensein von Videospielen macht gewalttätig. Darüber dürfen dann die ganzen Von der Leyens und Co. gerne mal drüber nachdenken. Aber ich schweife ab.

So, ich dann zurück in die Stadt, wo ich von einem Wolkenbruch durchnässt wurde. Jetzt habe ich mir den Scheiß online bestellt. Ist mir hier echt zu doof. Aber dann wieder rumheulen, dass alle online bestellen und die armen Einzelhändler, bla, bla, bla! Ich widme mich dann wieder der Demo zum Spiel. Kann ich immerhin eine Halbzeit à vier Minuten spielen. Dann muss ich wieder neu starten. Ist immernoch besser als gar nichts. *Grummel* *motz*

Studenten, dumm wie Brot

Am letzten Donnerstag habe ich eine Klausur geschrieben. Soweit, so unspektakulär. Die Klausur an sich ist nicht berichtenswert. Aber zum Ende der Klausur hin musste ich mich aufregen und vielleicht ist es ganz gut, dass ich den Beitrag erst heute, mit einigem Abstand, formuliere. Normalerweise ist es so, dass die Hörsäle bei Klausuren so belegt werden, dass man zum Nachbarn zwei Plätze freilässt und vor und hinter einem eine Reihe frei bleibt. Dies soll das Spicken und Abschreiben unterbinden. Bei der Klausur am Donnerstag war das leider nicht möglich, da der Hörsaal ein bißchen klein für die ganzen Leute war. Also haben wir uns da reingequetscht. Auch das noch kein Problem.
Die Klausur war auf 90 Minuten angesetzt. Eine Viertelstunde vor Ende der Klausur fiel immer mehr Mitstudenten ein, dass sie fertig sind und man ja schon mal abgeben kann. Dass dieses a) Unruhe bringt und b) die Leute stört, die aufstehen müssen, um die fertigen Leute durchzulassen, ist wohl keinem aufgefallen. Auch dem Dozenten nicht, der die Aufsicht hatte und seiner Assistentin. Es gaben immer mehr Leute schon mal ihre Klausur ab und es kam immer mehr Unruhe rein. Ich war schon innerlich völlig am Kochen, zumal der Dozent gar keine Anstalten machte, die Leute dazu anzuhalten, sitzen zu bleiben, bis die Zeit abgelaufen ist. Irgendwann wollte eine Dame, die genau in der Mitte der Sitzreihe saß raus, eine andere wollte sie aber nicht durchlassen, weil sie noch am schreiben war. Da zieht die alte Dränglerin eine Fresse, als hätte man ihr das Butterbrot geklaut und blieb stehen, bis sie durchgelassen wurde.
Was ich nicht verstehe ist, warum die Leute nich einfach warten können. Allein schon aus Rücksichtnahme auf andere. Warum sagt auch der Dozent nichts dazu? Irgendwann habe ich seine Assistentin rangewunken und meinte zu ihr, dass ich das Verhalten der Studenten, die schon fertig waren, für eine absolute Frechheit halte und ich nicht verstehe, warum die Aufsicht da nichts sagt. Als Antwort bekam ich dann, dass man sich das für das nächste Mal vornehmen würde. Irgendwie war ich dann auch sprachlos. Herrlich, diese absolute Ichbezogenheit der Leute. Ich bin fertig, ich will jetzt abgeben, denn wenn ich 10 Minuten früher abgebe, dann kann ich mir noch die Falten aus dem Sack bügeln.
Ach, ich war auch eine Viertelstunde vorher fertig und habe trotzdem gewartet, bis die Klausur offiziell zu Ende war.

Service

Gestern vormittag bin ich zur Arbeit nach Hamburg gefahren. Vor der Arbeit wollte ich noch fix eine Karte holen, da meine kleine Schwester Laura Geburtstag hatte. Wollte ihr dann noch ein bißchen Geld reintun, um meiner Kreativität ein Denkmal zu setzen. Also bin ich in die Sparkassen-Filliale in der Spitalerstr. gegangen, um ein paar Euros in ein paar britische Pfund umzutauschen. Dort hieß es dann, dass ich ausländische Devisen vorbestellen müsste. Da war ich ja erstmal baff. Auch der Versuch, dem Schalterheini begreiflich zu machen, dass ich nicht gleich einen Koffer voll Geld haben wollte, lief leider ins Leere. Kann man nix machen. Ja, nee, is richtig.
Wo leben wir eigentlich? Ich meine, da herrscht so viel Durchgangsverkehr und da laufen genug Touris rum. Wie läuft das denn da? „Sorry, da müssen Du machen Vorbestellung?“. Naja, Euros werden sie ja zur Genüge da haben.
Wobei mir die Banken ja schon immer ob ihrer Öffnungszeiten ein Dorn im Auge sind. Mittags immer locker zwei Stunden Mittagspause, mittwochs nur bis 13:00 Uhr und freitags ist auch schon um 15: Uhr Schluß. Das ist doch mal kundenfreundlich. Natürlich kann ich viele Dinge auch einfach per Internet regeln, aber Einzahlungen, Geld umtauschen und diverse andere Sachen lassen sich nur vor Ort regeln. Dort ist aber leider sehr häufig schon wieder oder immer noch die Tür zu. Tss. Vielleicht hätte ich auch eine Ausbildung zum Bankkaufmann machen sollen.

Das sind Dinge, von denen ich gar nichts wissen will….

Auf dem Weg zur Arbeit komme ich an einem Supermarkt vorbei und gehe jeden Tag rein, um mir eine Überlebensration für den Tag zu holen. Heute sind mir die Mitarbeiterinnen in den Laden echt sauer aufgestoßen. Zum einen unterhalten sich die Damen auch mal gerne lautstark über die Marotten irgendwelcher anderer Kunden unterhalten oder über deren Körpergeruch. Das will ich ja echt mal nicht wissen und es interessiert mich einen Scheißdreck. Vor allem stellt sich mir da die Frage, was die alten Schnepfen dann über mich wohl erzählen. Und so richtig wohl fühle ich mich dabei nicht so richtig. Meinetwegen können die über die Kunden und auch mich lästern, wie sie wollen, aber bitte nicht vor mir. Sollen sie in ihren Pausenraum gehen oder abends nach Feierabend tratschen. Nur bitte nicht vor mir, denn schließlich finanziere ich auch deren Gehalt mit. So ein Verhalten nennt man einfach nur asozial.
Das Gleiche gilt auch für Gespräche über Kollegen, die gerade nicht in der Nähe sind. „Ja, die Frau XXXX, die ist ja schon wieder krank. Das kann ich echt nicht glauben, blablabla!“ Habe schonmal überlegt, ob ich das nächste Mal nicht den Flurfunk in dem Supermarkt verbessere und die Lästereien bei Gelegenheit an die betroffene Person weiterleite. Könnte spannend werden.
Vielleicht wenden sich die Mitarbeiter dann einmal einem verbesserten Service zu und sagen auch mal „Guten Tag“, „Auf Wiedersehen“, „Bitte“ und „Danke“.

Handtuch-Kriege

Also, beim letzten Besuch im Fitness-Studio meines Vertrauens sind mir wieder zwei Sachen übel aufgestoßen:

Erstens: Zum einen ist es dann ja tatsächlich so, dass sich Klischees bestätigen. Damit meine ich die Hardcore-Bodybuilder-Fraktion. Auch wenn es sich um die Mucki-Bude der Uni handelt, so findet sich auch hier die allseits beliebte Spezies der Kraftaffen. Zehn Mal die Hanteln mit hochrotem Kopf in die Höhe gestemmt und danach dann stundenlange Betrachtung in der Spiegelgalerie. Könnte ja auch sein, dass sich da schon ganz neue Muskeln abzeichnen. Okay, vielleicht bin ich auch einfach nur neidisch, weil sich bei mir die Muskeln ob der Fettberge nicht zeigen wollen.

Zweitens: Woher kommt der Trieb der Deutschen, ihr Revier mittels eines Handtuchs abzustecken. Ist es der teutonische Eroberungsdrang, der uns nicht nur auf Mallorca dazu zwingt, die Schlacht am Pool schon frühzeitig durch die taktisch geschickte Platzierung von Handtüchern zu entscheiden? Auch in der Mucki-Bude zeigt sich dieses Verhalten sehr deutlich. Zum einen gibt es den Typen, der an ein Gerät geht und seine Übung durchführt, danach aber erstmal ausgiebig mit Kollegen plaudert, sich im Spiegel betrachtet und/oder mal eine Runde kacken geht. Komischerweise immer an dem Gerät, wo ich mal gerne hinmöchte. Dann gibt es auch die, die nur ein Gerät mit dem Handtuch erobern können, aber eigentlich an zwei verschiedenen Geräten zugange sind. Erst die Übung an dem einen Gerät und dann schnell zu Gerät Nummer Zwei. Ist dann halt doof, wenn man sich von diesen übereifrigen Sportskanonen in der Ausführung der Übung stören lassen muss. „Darf ich da mal ran, da war ich gerade zugange“. Tja, ohne Handtuch kann ich das ja nicht ahnen. Oder hat er das Gerät anderweitig markiert? Mal kräftig drangepinkelt oder per kräftigem Pups? Das wird noch zu ergründen sein. Bis dahin….

Eine kleine Geschäftsidee

Gestern abend schön mit Schatzi so genanntes Boulevardfernsehen betrachtet. Da kam dann ein Bericht über das Pärchen Doreen und Ronny aus Berlin. Beide sind leider arbeitslos und leben von Hartz-IV. Doch Ronny mag nicht mehr nur von Hartz-IV leben und träumt von einem Leben, wo man sich auch was leisten kann. Einen höheren Standard halt, oder auch eine Weltreise. Naja, und da der Ronny nicht ganz doof ist, setzt er sich hin und überlegt, was man denn so machen könnte. Das dauert ein bißchen und irgendwann hat Ronny die alles entscheidende Idee: Nicht er wird etwas an dieser Situation ändern. Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss! Sondern Doreen wird in den Puff geschickt. Also, überredet er kurzerhand sein Schatzi dazu, sich als Prostituierte feilzubieten.

Also, wird Doreen in den Puff geschickt und nach einem Besuch beim Frisör darf sie dann die ersten Freier ranlassen. Leider fühlt sie sich nicht so gut dabei und als ein älterer Herr das Recht an ihrer Liebe für einen begrenzten Zeitraum erwirbt, da bricht sie die ganze Sache noch am ersten Tag ab.  Jetzt haben sich alle von ihr abgewendet und auch Ronny, diese selbstlose, treue Seele mag sie erstmal nicht mehr anfassen.

Was ich an diesem Bericht so unsagbar schrecklich fand, war einfach die lakonische Darstellung des Ganzen. Kein Kommentar dazu, dass dieses charakterlose Arschloch seine eigene Freundin zum Anschaffen schickt. Auch keine kritischen Fragen an ihn. Vielmehr wird die Sache so dargestellt, als hätte sie einen Probetag beim Bäcker verbracht. „Möchten sie unser Kraftkornbrot geschnitten oder am Stück?“ Naja, vielleicht darf man ja mittlerweile so mit Menschen umgehen, die versuchen, wieder Anschluss an das Arbeitsleben zu finden. Und das keiner den Typen mal kastriert. Unfassbar. Aber sich dann nächste Woche wieder darüber aufregen, dass der Eisverkäufer an der Ecke nicht die DIN-Norm bei der Eiskugel-Größe einhält.

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