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#57 – Mortal Engines

Der Trailer zu Mortal Engines war vielversprechend: mobile (Raub-)Städte, die durch eine verwüstete Welt fahren. Das Ganze unter der Federführung von Peter Jackson, was sollte da schon schiefgehen? Ich hatte Lust auf den Film, muss ich gestehen. Aber kommen wir zur Geschichte: Nach dem verheerenden Einsatz von Gammastrahlen-Waffen sind weite Teile der Welt verwüstet. Die Menschen haben sich fahrende Städte gebaut, die nach dem Prinzip „Fressen und gefressen werden“ durch die Ödnis fahren. Eine der großen Städte dieser Zeit ist London, immer auf der Suche nach kleineren Siedlungen, die sich der Moloch einverleibt, um an Ressourcen und Arbeitskräfte zu kommen. Dem gegenüber haben sich in Asien wieder feste Siedlungen etabliert (Shan Gou), die von den Londonern belächelt werden, weil sie ihre eigene Lebensweise als überlegen ansehen.

Nachdem London eine kleine Siedlung vereinnahmt hat, taucht Hester Shaw auf, eine junge Frau, die dem Vorsitzenden der Historiker-Gilde nach dem Leben trachtet. Das Attentat scheitert und die beiden Antagonisten des Films sind etabliert. Der Film folgt Hester bei ihrem Versuch, wieder nach London zu gelangen, um ihren Mordplan zu finalisieren. Valentine dagegen arbeitet an einem geheimen Projekt, welches die Energieversorgung von London sichern soll, doch nichts ist so, wie es scheint und statt Energie herzustellen, baut Valentine eine Waffe, die er benötigt, um Shan Gou anzugreifen und sich dort die Ressourcen aneignen zu können.

Der Film ist nicht mehr als okay und gewissermaßen eine Parade der verpassten Chancen. So verlieren die fahrenden Städte sehr schnell ihre Faszination und andere große Raub-Städte außer London werden nicht gezeigt. Zudem ist die Geschichte sehr nach Schema F gestrickt.

Fazit: 3/5 Old-Tech Teile

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#56 – Verschwörung

Vorweg eine dicke SPOILER-Warnung!

Es ist ja zunächst einmal ziemlich verwirrend, aber ich versuche mal, Licht ins Dunkel zu bringen. Die bekannte Millennium-Trilogie von Stieg Larsson als schwedische Verfilmung u.a. ins Kino gebracht. Mir hat die Verfilmung sehr gut gefallen. Trotzdem musste Hollywood natürlich 2011 hingehen und versuchen, dass Thema noch einmal zu erzählen. Alles größer, toller und besser. Die folgenden beiden Teile der Trilogie wurden jedoch bisher noch nicht in Hollywood verfilmt, vielleicht auch, weil der erste Teil nicht der ganz große Kassenschlager wurde?

Verschwörung spielt nach der Handlung oben genannter Trilogie und stammt nicht aus der Feder von Stieg Larsson (der 2004 verstarb), sondern wurde von David Lagercrantz geschrieben, ohne den Segen der Familie Larssons und ohne sich an vorhandenen Manuskripten Larssons zu orientieren, was wohl vor allem in Schweden nicht unbedingt nur gut ankam. Verschwörung ist also der inoffizielle vierte Teil.

Kommen wir nun also zum eigentlich Film. Er beginnt mit einer Szene aus Lisbeth Salanders Kindheit, wo sie ihrem tyrannischen und sexuell übergriffigen Vater entkommt, während ihre Schwester zurückbleibt. Es folgt ein Sprung in die Gegenwart und Lisbeth „kümmert“ sich um einen bekannten Geschäftsmann, der immer wieder seine Frau verprügelt und auch mehrere Prostituierte geschlagen haben soll. Lisbeth bekommt den Auftrag, ein heikles Computerprogramm direkt von der amerikanischen NSA zu klauen, was sie natürlich locker schafft. Dieser Hack sorgt jedoch dafür, dass Lisbeth ins Visier der NSA, der schwedischen Sicherheitsbehörden sowie eines Verbrechersyndikats namens „The Spiders“ gerät.

Man hängt Lisbeth unter anderem einen Mord an, entwendet ihr das geklaute Computerprogramm und von allen Seiten wird die Jagd auf sie eröffnet. Das macht zu Beginn noch einigermaßen Spaß, doch dann betritt Lisbeths tot geglaubte Schwester als Anführerin der Spiders auf den Plan und ab da wird es ein bisschen albern, weil sie (ganz in rot gekleidet) die Karikatur eines psychopathischen Bösewichts spielt.

Dazu kommt, dass ich Claire Foy als Lisbeth Salander für keine gute Besetzung halte. Sie spielt das zwar gut, aber ich finde Noomi Rapace oder Mara Rooney sehen schon viel eher nach harter, psychisch labiler Lisbeth aus. Foy kommt mir zu sanft rüber. Dann ist das Thema Hacking auch so albern dargestellt. Vor allem wird Lisbeth auf der einen Seite als Über-Hackerin dargestellt, die schon seit Jahren von der schwedischen Polizei gesucht wird und mal eben die Server der NSA plündert, andererseits kann man die Spur des NSA-Hacks nach Stockholm zurück verfolgen. Dann hat Lisbeth tausende Sicherheitsvorkehrungen und Rückzugsorte, aber das der Junge, den sie beschützt, ein Handy hat, fällt ihr nicht auf? Damit können die Spiders das Versteck von Lisbeth mittels Triangulation ermitteln.

Leider ist Verschwörung kein besonders gelungener Film, bei dem am Ende relativ wenig zusammen passt.

Fazit: 2/5 Schachfiguren

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#51 – Predator Ugrade

Der Sniper Quinn McKenna beobachtet mit seinem Team einen Raumschiff-Absturz. An Bord ein Predator, der anschließend McKennas Team auslöscht. McKenna kann den Predator besiegen und sich einige Alientechnologie aneignen, die er seinem autistischen Sohn zuschickt. Anschließend wird McKenna von Sicherheitsbehörden festgesetzt und verhört. Während McKenna mit anderen Militärangehörigen, die alle mehr oder minder psychisch labil sind, in einen Bus verfrachtet wird, der sie zu einer Einrichtung bringen soll, bricht der Predator aus.

Der Predator versucht die Sachen zu bekommen, die McKennas Sohn Rory mittlerweile erhalten hat. Quinn und seine neuen Freunde nutzen das vom Predator angerichtete Chaos und fliehen. Sie versuchen, zu Rory zu gelangen und ihn vor dem Predator zu schützen. Der erste Predator wird von einem anderen, viel größeren Predator getötet und es wird allmählich klar, dass die Predator von jedem Planeten ein Upgrade mitnehmen, um sich selbst weiterzuentwickeln. Und da Rory intelektuell sehr weit entwickelt ist, wäre er für den Planeten Erde das erstrebenswerte Upgrade. Am Raumschiff des Predators kommt es zum Showdown und das böse Vieh kann getötet werden.

Predator ist ein sehr stumpfer Actionfilm, der an einigen Stellen mit Splatter-Effekten daher kommt. Zudem versucht er sich immer wieder an billigen Kalauern, die nicht so wirklich zünden. So bleibt am Ende ein Film, den man so gar nicht gesehen haben muss. Dann doch lieber den ersten Predator von 1987 mit Arnie.

Fazit: 1,5/5 Bussen

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#50 – Slender Man

Der Slender Man ist ein Internet-Meme, welches seit 2009 im Umlauf ist. Es geht um eine hochgewachsene, menschenähnliche Gestalt, die keinerlei Gesichtszüge aufweist. Er kann teleportieren und macht seine Opfer nach und nach mürbe, bevor er sie letztlich tötet. Daraus kann man doch einen tollen Film machen, oder? Und das ist dann der 50. Film im Project Unlimited. Und ich will ja nicht zu viel vorwegnehmen, aber es ist auf keinen Fall einer der besten.

In einer Kleinstadt im Nordosten der USA werden vier Mädchen im Teenageralter auf die Idee gebracht, den Slender Man zu beschwören. Sie machen sich über die angebliche Verschwörung erst noch ein bisschen lustig und halten es für eine alberne Gruselgeschichte, die man sich im Internet und an der High School erzählt. Eine Woche nach dem Ritual verschwindet ein Mädchen aus der Gruppe spurlos.

Die restlichen drei Mädchen beschließen, mit dem Slender Man Kontakt aufzunehmen, um die Freundin zurückzuholen, doch am Ende kann nur eine der vier dem Slender Man entkommen und sie verliert dabei auch noch ihre kleine Schwester an die Horrorgestalt. Diese nicht besonders intelligente Geschichte wird dabei noch auf eine möglichst langweilige Art und Weise erzählt. Zu keiner Zeit fiebert man mit und die ganzen Schockeffekte hat man anderswo schon tausend Mal besser gesehen.

Fazit: 1/5 Bibliotheksregale

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#49 – The Equalizer 2

The Equalizer 2 ist der Nachfolger zum 2014 erschienenen The Equalizer mit Denzel Washington in der Rolle als Robert Mc Call, einem ehemaligen CIA-Agenten. Robert hilft den Menschen, die dringend Hilfe benötigen und bekommt dabei Hilfe von seiner Freundin Susan Plummer, die für die Sicherheitsbehörden arbeitet. Als Susan einen Todesfall in Brüssel untersuchen soll, wird sie getötet. Was zunächst wie ein Raubüberfall aussieht, der nur zufällig zu ihrem Tod führt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Mord.

Robert macht sich auf die Suche nach den Mördern und kommt dabei einem Komplott in den eigenen Reihen auf die Spur. Daneben gibt es noch einen ausführlich erzählten Handlungsstrang mit einem jungen Nachbarn, der in Roberts Haus wohnt und droht, auf die schiefe Bahn zu geraten. Robert nimmt sich seiner an und versucht, sein Talent als Künstler zu fördern.

The Equalizer 2 ist (wie auch der Vorgänger) ein relativ ruhig erzählter Film, der immer wieder sehr explizite Gewaltszenen einstreut. Auch wenn die Rachegeschichte, die der Film erzählt, schon relativ standardmäßig daher kommt, ist es ein wirklich guter Film.

Fazit: 4/5 Kreditkarten

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#22 – Annabelle 2

1943 verlieren der Puppenmacher Sam Mullins und seine Frau Esther ihre siebenjährige Tochter Annabelle bei einem Autounfall. Zwölf Jahre später nehmen sie sechs Waisen bei sich auf, die nach der Schließung ihres Waisenhauses ohne Zuhause dastehen. Im Mittelpunkt steht Janice, die aufgrund von Kinderlähmung körperlich eingeschränkt ist. Janice schleicht in der ersten Nacht im Haus der Mullins umher und gelangt in das ehemalige Kinderzimmer von Annabelle. Dabei entdeckt Sie in einem Schrank eine Puppe und lässt versehentlich einen Dämon frei, der die Waisenkinder und die Mullins von nun an terrorisiert. 

Ich fand den Film ganz gut, nicht mehr. Es ist ein solider Horrofilm, mit einigen gut gemachten Jumpscares, die einen dann doch ein wenig aus der Lethargie reißen. Ansonsten war es relative Standardkost im Bereich Horror. Am Ende wird interessanterweise der Bogen zum Anfang des ersten Films geschlagen.

Fazit: 3/5 Puppen

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