Kategorie: Unterwegs (Seite 2 von 5)

X-Mas, Jahreswechsel und Co.

So, nun mal ein paar Zeilen zu den schon fast ewig zurückliegenden Festtagen. Weihnachten war relativ entspannt. Heiligabend bei meiner Familie, Sony PSP und Lego Star Wars Tie Fighter von der Frau geschenkt bekommen. Am ersten Weihnachtstag dann zu den Schwiegereltern nach Dresden gefahren und zunächst einmal entspannt. Am 28. machten dann auch mal die Geschäfte auf und dann haben wir uns ein bißchen dem Konsum hingegeben. Unter anderem sprang dabei ein Blu-Ray Player raus und ein bißchen Futter für das neue Gerät.

Während unseres Dresden-Aufenthalts waren wir auch einen Abend im Kino und haben uns „Inglorious Basterds“ angeschaut. Junge, war das ein Haufen Mist hoch zwei. Nach den Trailern dachte ich immer, der wenigstens noch witzig oder so, aber da war ja nischt. Eine Reihe meist dümmlicher Dialoge, die von Splatter-Gewaltszenen „aufgelockert“ wurden. Verstehe immer nicht, warum jeder Furz von Tarantino immer so hochgejazzt wird. Bis auf „Reservoir Dogs“ und „Jackie Brown“ finde ich seine Filme bestenfalls banal. „Pulp Fiction“ habe ich nie länger als eine halbe Stunde gucken können, obwohl ich es mehrfach versucht habe. Aber gut, vielleicht ist mein Geist einfach zu klein, um das Genie von Tarantino zu begreifen. Jedenfalls war „Basterds“ einer der wenigen Filme, wo ich den Drang hatte, vorzeitig zu gehen.

Zurück zum Thema: Silvester sind wir dann wieder nach Bremen gefahren und haben mit zwei befreundeten Pärchen einen entspannten Jahreswechsel gefeiert. Neujahr dann noch Resteessen und das letzte Wochenende dann gechillt, bevor am Montag dann wieder Mr. Alltag in der Tür stand. Yo, das wars auch schon wieder.

Aus der Reihe: Schei**ideen

Heute mittag waren meine Mutter und ihr Mann zu Besuch. Zunächst waren wir auf dem Herbstfest in der Bremer Überseestadt, doch nach einer knappen Stunde hatten wir alles gesehen. Nach einem Kaffee und der damit verbundenen Pause war noch einiges vom Nachmittag übrig. Also, was tun? Lass uns doch mal in den Weser-Park, da ist verkaufsoffener Sonntag. Rein ins Auto und rauf auf die Autobahn. 200m nach der Abfahrt Bremen-Vahr dann auf einmal Stau. Kurze Zeit später dann der Verkehrsfunk, der eben diesen Stau meldet. 3km bis Bremen-Sebaldsbrück. Wegen dem verkaufsoffenen Sonntag im Weser-Park. Trööööt! Astreiner Griff ins Klo. Okay, da mussten wir dann durch. Hat auch nur eine dreiviertel Stunde gedauert, dann waren wir am Weser-Park  und hatten einen Parkplatz. Im Weser-Park selbst war die Hölle los. Nimm den Leuten einen Samstag und das damit verbundene Shopping weg (durch den 3. Oktober) und der Mob flippt aus. Also haben wir uns durch die Massen geschoben, uns an anderen Menschen gerieben und Leute auf die Palme gebracht (Weser-Park-Shopperin: „Ist das voll hier, total furchtbar. Und die laufen alle so planlos rum, ich krieg die Krise“ Ich: „Bleib doch zuhause und heul nicht rum!“ W-P-S: „Was? Äh, äh, selber, zeter, murmel, blubber“). Davon abgesehen kann man sich richtig in einen Zen-artigen Zustand katapultieren, indem man ruhig atmet, lächelt und sich denkt: „Ich hatte ja 45 Minuten, mich auf den Terror einzurichten“. Hat gut geklappt. 😉

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Bilder aus Dresden

Heute abend fahren wir wieder zurück ins heimische Borgfeld. Zum Abschluß habe ich noch ein paar Bilder bei Flickr hochgeladen zur allgemeinen Verköstigung.

Abgezockt und Spaß dabei

Die Frau und ich sind nun schon seit letztem Sonntag im schönen Dresden und verbringen hier ein paar angenehme Tage. Wer noch nicht in Dresden war, sollte das unbedingt nachholen, denn die Stadt ist mehr als nur eine Reise wert. Krass ist auch die Geschwindigkeit, in der hier Veränderungen stattfinden. Auch wenn man nur mal ein halbes Jahr nicht da war, hat sich eine Menge getan. Hier ein Gebäude abgerissen, dort ein Neubau, hier ist immer was los. Die Schwiegereltern (bei denen wir Unterschlupf gefunden haben) wohnen ziemlich zentral. In der Nähe ist die „Altmarktgalerie“, ein Einkaufszentrum, welches so um 2002 eröffnet wurde. Das wird ausgebaut und keine 200 Meter entfernt wird die „Centrum Galerie“ errichtet, auch ein Einkaufszentrum. Vielleicht dann auch ein bißchen viel des Guten. Man darf gespannt sein, welches der beiden Einkaufszentren in drei bis vier Jahren noch läuft und welches nicht.

In den letzten Tagen haben wir einiges erlebt: Baden in der Talsperre Malter, Besuch im DDR-Museum in Radebeul, natürlich shoppen und zweimal die besten Dürüm der Welt gemampft. Heute dann das „Highlight“ der Woche. Eigentlich wollten wir wieder zur Talsperre in Malter und ein bißchen baden. Doch leider war das Wetter nicht so gut wie vorhergesagt. Nach einer Stunde zogen Wolken auf und es wurde ziemlich windig. Nach einiger Zeit haben wir dann den Rückzug eingeleitet und beschlossen, noch nach Freiberg zu fahren. Gesagt, getan und ein bißchen durch Freiberg gestiefelt. Irgendwann sind wir am Obermarkt in ein Café eingekehrt. Beide einen Milchkaffee geordert und drinnen im Café das reichhaltige Kuchenbuffet inspiziert, um eine Auswahl zu treffen. Die Stücke waren relativ klein, so dass jeder zwei genommen hat. Die Bedienung gab mir nach der Bestellung einen Zettel, den ich wiederum draußen der Bedienung geben musste, damit die mir den Kuchen samt unseren zuvor bestellten Milchkaffee an den Tisch schleppt. Als ich dann der Kellnerin den Zettel geben will, sehe ich, dass da 6,75 drauf steht. Ich kurz im Kopf gerechnet: 3 Stück Kuchen à 90 Cent, 1 Stück Torte à 1,80. Da komme ich auf 4,50 Euro. Das habe ich der Bedienung dann auch gesagt, die mich spöttisch anlächelte und meinte: „Drinnen steht aber doch ein Schild. Wenn Sie Kuchen und Torte bei uns verzehren, erheben wir einen Zuschlag von 50%. Nehmen Sie es mit nach Hause, entfällt dieser.“

Da bin ich aus allen Wolken gefallen. So deutlich hat man mir noch nicht gesagt, dass ich ein dummer Touri-Arsch bin und man mich gerne abziehen möchte. Zähneknirschend haben wir den Kuchen genommen. 13 Euro hat der Spaß am Ende insgesamt gekostet. Zwei Dinge habe ich anschließend überprüft. Auf dem Weg zum WC habe ich einen Blick ins Café geworfen und nach ca. 10 Sekunden nix gesehen. Wie klein bzw. beschissen positioniert muss das Schild sein, dass man es so leicht übersieht? Zumal da ja auch noch 80 andere Schilder mit diversen Angeboten und den ganzen Kuchenbezeichnungen im Raum verteilt waren. Danach habe ich auf dem WC in den Spiegel geschaut und musste feststellen, dass ich mein T-Shirt mit der Aufschrift „Ich bin ein dummer Tourist, bitte zocken Sie mich ab!“ gar nicht an hatte. Tsss. So dreist habe ich das noch nicht erlebt bisher. Vielleicht ist das auch nur ein Zeichen, dass ich noch nicht weit genug herumgekommen bin.

Also: Augen auf beim Kuchenkauf!!

Am Sonntag geht es dann schon wieder in die Heimat. Schade, könnte es noch ein paar Tage hier aushalten, zumal wir auch einige Sachen nicht machen konnten, weil uns die Zeit fehlt. Wahrscheinlich kommen wir Weihnachten wieder und dann wird geshoppt bis Peter Zwegat kommt. Yeah!

Ice Age 3 und Actionspiele

Am gestrigen Abend haben die Süße und ich zusammen mit einem befreundeten Pärchen den neuesten Ice Age angeschaut. Erstmals in 3D und so. Der Film war sehr gut und ich habe gut gelacht. Die 3D-Technik ist auch nicht schlecht, auch wenn die im Film selbst nicht so häufig wirklich ins Auge stach (im wahrsten Sinne). Vor dem Film liefen drei Trailer zu weiteren Filmen in 3D (Pixars „Up“ oder „Oben“, „Wolkig mit Aussicht auf Fleichbällchen“ und „G-Force„), wo die 3D-Effekte besser zu Geltung kamen. Man kann also davon ausgehen, dass sich da noch was tut. Ein kleiner Wermutstropfen sind die Preise. Am Kinotag in der Loge kostet der Spaß immerhin 9 Euro und Samstags (ebenfalls Loge) gar 11,50 Euro. Ich bin mal gespannt, ob die Preise mit zunehmender Entwicklung und Verbreitung wieder fallen. Die Leute scheinen drauf abzufahren, denn das Kino war gestern fast ausverkauft. Also, klare Empfehlung für den Film.

Dann kommen wir zu den eher unschönen Dingen. Die Dumpfbacken, auch bekannt als Politiker bzw. Volksvertreter, haben mal wieder was ausgeheckt. Diesmal ist nach der Freiheit im Netz (Stichwort: Zensursula) das Spielen von so genannten „Killerspielen“ an der Reihe. Anfang Juni hat die Innenministerkonferenz den Beschluss gefasst, ein Verkaufs- und Herstellungsverbot von „Killerspielen“ zu erwirken. Es steht zu befürchten, dass dieses Verbot auch umgesetzt wird. Eine Möglichkeit, sich dagegen zu wehren, ist die Unterzeichung der Petition gegen ebendieses Verbot. Bisher haben mehr als 58.000 Menschen diese Petition unterzeichnet. Damit ist die magische Grenze von 50.000 Unterzeichnern gefallen, die nötig sind, damit sich der Petitionsausschuss der Sache annimmt. Das muss noch nichts bedeuten, aber man hat sich zumindest Gehör verschafft.

Dit und dat

So, mal ein kleiner Rundumschlag, was in letzter Zeit hier passiert ist. Letzten Samstag hat die Frau ihren Geburtstag nachgefeiert. Dazu sind wir zu einer Torfkahnfahrt aufgebrochen und haben uns zwei Stunden lang die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Falls jemand auch mal so eine Fahrt hier in Bremen machen will, kann er sich ja hier umschauen. Danach haben wir noch stundenlang auf dem Balkon gesessen, Kaffee und Kuchen verdrückt und abends noch den Grill angeschmissen. Ein richtig schöner Tag.

Am Mittwoch haben wir dann „Brüno“ in der Vorpremiere gesehen. War richtig geil. Kam zwar nicht ganz an „Borat“ ran, aber waren einige Kracher dabei. Aber ich will hier gar nicht zu viel verraten und unnötig spoilern.

Joa, gestern noch auf einem Geburtstag in Hamburg gewesen und heute ist abhängen angesagt. I like sundays.

Ein paar Tage in Köln

Eigentlich ja schon fast ein bißchen zu spät dieser Artikel. Ende Mai waren die Frau und ich für drei Tage in Köln. Wir hatten von unserem Arbeitgeber einen Gutschein fürs Musical geschenkt bekommen und dann beschlossen, uns Monty Python’s „Spamalot“ anzuschauen. Also sind wir am Mittwoch mit dem Auto an den Rhein gefahren und mittags im Hotel eingecheckt. Das Hotel haben wir zusammen mit den Eintrittskarten fürs Musical gebucht und wurde uns von der Firma, die den Gutschein ausgestellt hatte, empfohlen. Naja, das Zimmer war keine 10m² groß und hatte zwei getrennte Betten. Vielleicht hätten wir nicht sagen sollen, dass wir schon verheiratet sind. Dafür war das Hotel schön zentral und in gerade einmal 15 Minuten war man zu Fuß in der City.

Mittwoch haben wir dann unsere erste Tour durch die Shoppingmeilen gemacht. Das ist in Köln echt ganz nett gemacht, weil man da schön viel rumschlendern kann und man dabei die meiste Zeit in der Fußgängerzone ist, und man beim Einkaufen nicht durch Autos oder Straßenbahnen gestört wird. Gegen abend haben wir uns dann noch einmal im Hotel frisch gemacht und sind dann zum Musicaldome gegangen. Das Musical Spamalot ist von der Story her sehr dicht am Film „Die Ritter der Kokosnuss“. Und wir fanden es richtig gut. Die Musik war gut, die Songs teils sehr witzig und auch sonst hat man ordentlich was zu lachen gehabt. So wie man es von Monty Python erwartet. Kann ich echt nur weiterempfehlen. Nach dem Musical sind wir dann zurück zum Hotel. Die Nacht war dann so um sechs zuende, als die Jungs von der Baustelle in der Straße vor dem Hotel das schwere Gerät rausholten und man quasi senkrecht im Bett stand.

Donnerstag sind wir nach dem Auschecken dann ins neue Hotel, welches ein Stück außerhalb im Stadtteil Königsforst lag. Schön im Grünen, wie hier in Borgfeld. Das neue Hotel war gleich viel netter, alleine schon weil das Zimmer dreimal so groß war wie im ersten Hotel und man dort seine Ruhe hatte. Nach dem Einchecken haben wir uns in die Straßenbahn gesetzt und die Stadt weiter erkundet. Dabei einen schönen „English-Shop“ gefunden. Da gab es dann geile Leckereien von der Insel und da musste ich dann mal zuschlagen. Jelly Tots, Bourbon Creams und noch lecker Schokoriegel. Danach haben wir uns dann noch bis zum späten Nachmittag die Hacken wundgelaufen, bevor wir uns im Hotel ein paar Stündchen entspannt haben. Abends sind wir dann in die Altstadt und waren bei einem leckeren Italiener essen. Danach dann noch lecker Cocktails eingefahren und wieder ins Hotel.

Freitag dann haben wir unsere Sachen gepackt und das Hotel verlassen. Mit der Straßenbahn sind wir dann in die City und haben uns erstmal das Römisch-Germanische-Museum angeschaut. War richtig interessant. Nervig waren die anwesenden Schulklassen, die alle an kollektivem ADHS zu leiden schienen. Nach dem Museum dann noch eine Fahrt auf dem Rhein. War sehr schön und interessant. Am meisten Eindruck hat die strahlende Sonne hinterlassen, da sie für einen schönen Sonnenbrand auf meinen Armen gesorgt hat. Auch schön. Wieder an Land sind wir wieder nach Königsforst gefahren, haben uns ins Auto gesetzt und Köln hinter uns gelassen.

Auf dem Rückweg nach Bremen sind wir noch einen kleinen Umweg über Oberhausen gefahren, wo wir uns das Centro angeschaut haben. Europas größtes Einkaufszentrum oder so. War dann aber nicht so spektakulär, sondern einfach nur riesig. Die Geschäfte kannte man alle mehr oder weniger und der „FC Bayern“-Fanshop hat mich auch nicht so begeistert. Aber nun können wir mitreden. Den Centro-Trip haben wir noch mit einem leckeren Essen abgeschlossen und dann sind wir wieder nach Bremen gekesselt. Schön wars.

I want to ride my bicycle

Seit letztem Mittwoch bin ich endlich wieder im Besitz eines schicken Fahrrads. Ein Traum in silber-schwarz-rot. Extra stabil für meine sportliche Figur 🙂 . Haben am Wochenende auch schon eine nette Fahrradtour ins benachbarte Umland gemacht und waren in einem leckeren Eiscafé. Ein Spaß. Okay, danach waren wir ein bißchen kaputt.

Und dann wollte ich nur noch mal verkünden, dass ich jetzt als Autor beim Werderblog tätig bin. Hier ist mein erster Beitrag. Damit kann ich mein Werder-Gesülze auslagern.

Cindy vs. Werder

Letzten Donnerstag spielte der ruhmreiche SVW im Uefe-Cup-Halbfinale gegen die Trümmertruppe vom HSV. Der eine oder andere wird sicherlich mitbekommen haben, dass Bremen sich dank des neuen Stars des Teams, die Papierkugel, gegen die Hamburger durchsetzen konnte. Zur selben Zeit saß ich hier in Bremen im Pier 2 und habe Cindy aus Marzahn gelauscht. Die Karten habe ich von meiner Frau zum Geburtstag geschenkt bekommen. Ich muss gestehen, dass das erste Mal in meinem Leben war, dass ich live bei einer Comedyveranstaltung dabei war.

Und es hat sich richtig gelohnt. Ich fand es sehr geil. Zwar kannte man das Programm größtenteils schon aus Funk und Fernsehen, aber richtig witzig wurde es immer dann, wenn sie das Publikum mit einbezog. So ging jemand schon nach wenigen Sekunden auf Klo und dann unterbrach Cindy so lange das Programm, bis diejenige wieder da war, die dann auch mit großem Applaus begrüßt wurde und mit hochrotem Kopf sich wieder hinsetzte. Irgendwann liefen Männlein und Weiblein gemeinsam auf Klo (die beiden gehörten aber nicht zusammen) und als sie wiederkamen gab es ein freundliches: „Na!? Schön gepimpert!?“. Sehr schön. Dank reichlicher SMS war ich über den Spielstand in Hamburg bestens informiert.

Am Samstag haben wir dann noch die Shopping-Tour des Todes gemacht. Madame braucht eine Ausgeh-Gaderobe, da wir noch auf drei Hochzeiten eingeladen sind in diesem Jahr. Auf dieser Tour sind wir dann irgendwann ins Alex am Domshof und dazu mussten wir über den Markt. Da fand ich folgendes Schild und habe mich königlich bepisst (Rechtschreibfehler nicht verändert):

schild

Enter Shikari in Hamburg

Am Montag war ich mit der Nachtfliegerin und dem Lord in der Markthalle, um Enter Shikari zu sehen. Da waren wir drei schon vor knapp zwei Jahren und das war ein Fest, weshalb ich mich auch schon auf das Konzert gefreut habe. An der Markthalle waren wir ein bißchen sehr früh, so ca. 19:20 Uhr. Der Einlass war aber erst sehr viel später, so dass wir uns noch ein bißchen die Beine in den Bauch gestanden haben, bzw. der Lord noch verzweifelt ein Ticket an den Mann zu bringen versuchte. Hat nicht geklappt. Irgendwann durften wir dann endlich in die Halle und sind gleich nach vorne gegangen, um uns in der ersten Reihe seitlich von der Bühne zu positionieren. In der Markthalle lässt sich nur in der Mitte durchdrehen, da die Seiten in Form von Treppen leicht nach oben gehen. Auf eben so einer Treppenstufe haben wir es uns dann bequem gemacht.

Um punkt neun kam dann die Vorband, die Qemists. Die vier Jungs und ein Mädel machen eine Mischung aus Drum ’n Bass und Rock. Ich musste die ganze Zeit an Asian Dub Foundation denken, doch wenn man sich das Album mal anhört, ist es schon ein bißchen anders. War auf jeden Fall sehr gut, auch wenn da mehr Effektgeräte als alles andere auf der Bühne rumstanden und das Ganze auch locker vom Band hätte kommen können. Danach dann der obligatorische Umbau für Enter Shikari.

Um kurz vor zehn kamen die vier dann auf die Bühne und ab ging die Post. Da gab es dann amtlich auf die Fresse. Man kann ja sagen, was man will, aber die Kollegen haben mords einen an der Waffel, nicht mehr alle Tassen im Schrank oder wahlweise nicht mehr alle Latten am Zaun. Aber alles im Sinne, dass sie einfach richtig geil abgehen. Die Security war nur mäßig begeistert von den Versuchen der Band, sich dem Crowdsurfing hinzugeben und zog die Jungs immer wieder zurück auf die Bühne. Nach 80 Minuten und einer guten Mischung aus alten und neuen Songs vom kommenden Album war dann Schluß und wir zogen von dannen. Fotos der Show kann man sich bei der Nachtfliegerin zu Gemüte führen.

Abschließend lässt sich sagen, dass wir viel Spaß hatten. Aber wir haben uns auch mächtig alt gefühlt zwischen den ganzen 16jährigen Aushilfsemos. Ich fordere getrennte Seniorenbereiche, die Konzertbesuchern ab dreißig offenstehen. Da gibt es dann gemütliche Sofas und Früchtetee. Und das Konzert war das erste, welches ich mit Gehörschutz absolviert habe, was angesichts der Tatsache, dass wir ca. einen Meter schräg vor der Boxenwand standen auch nicht ganz verkehrt war. Kommt dennoch genug im Innenohr an. 🙂

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