Was ein echter Werder-Fan ist, der hat auch einen schicken Adventskalender der grün-weißen „Wunderkicker“. Vier Euro hat das Teil gekostet, aber es ist am Ende des Tages rausgeschmissenes Geld. Zum einen gibt es tagein, tagaus immer nur ein Motiv: die Werderraute. Junge, Junge, da saß bestimmt eine ganze Horde an Aushilfs-Kreativen zusammen und hat sich damit beschäftigt, wie man den Kalender total besonders machen könnte. Tja, und anstatt für Abwechslung zu sorgen, macht man das genaue Gegenteil. Crazy!! Dann ist die Schoki genau von der Qualität, wie man sie aus den guten Aldi-Kalendern für 50 Cent kennt. Leckerschmecker mit einem leichten Touch von Pappe. Aber schon auch subtil und so. Am Ende des Tages reiht sich der Kalender in die mauen Leistungen der Bremer in der diesjährigen Hinrunde.
Heute sind die Handwerkers bei uns und bauen neue Fenster ein. Das ist soweit super, da die alten Fenster suboptimal waren, um es vorsichtig zu formulieren. Während meine Frau auf Arbeit flüchtet, hocke ich hier im Schlafzimmer, das vollgerümpelt ist, da wir noch Platz in Wohn- und Arbeitszimmer schaffen mussten. Neben dem Bett sitzt der Hase in seinem Käfig und im Wohnzimmer kloppen die Männer gerade die alte Fensterfront raus. Morgen nochmal der gleiche Quark in Schlafzimmer und Küche. Ein Traum. Wenn die neuen Fenster nischt bringen, dann muss ich mal sauer werden.
Seit den Bundestagswahlen 2005 regiert Angela Merkel als Kanzlerin der Großen Koalition in diesem Land. Bisher hat sie jegliche Kontroversen vermieden, die Finger von den wirklich wichtigen Problemen des Landes gelassen und sich ihrer hohen Popularitätswerte erfreut. Soweit ist das nichts, was nicht auch schon andere Bundeskanzler getan hätten und von daher befindet sie sich dort in guter Gesellschaft. Was traurig genug ist. Dieser Tage findet in Stuttgart der Parteitag der CDU statt, der die Partei für die Bundestagswahlen im nächsten Jahr in Stellung bringen soll. Zeitgleich befindet sich die Weltwirtschaft in schweren Turbulenzen, die auch auf Deutschland gravierende Auswirkungen haben werden. Eine Möglichkeit also für Frau Merkel, mal zu zeigen, dass sie auch in schweren Zeiten führen kann und dass ihre CDU ein Rezept für die schweren Zeiten hat. Ganz offensichtlich sieht das die Parteibasis der CDU anders und fasst lieber erstmal den Beschluss, die deutsche Sprache ins Grundgesetz aufzunehmen. Neben der Festlegung, dass die Farben der Landesflagge Schwarz-Rot-Gold sind und die Bundeshauptstadt Berlin ist.
Way to go, liebe CDU. Jaja, auch andere EU-Staaten haben die Nationalsprache in die Verfassung aufgenommen, aber wenn andere von der Brücke springen, dann springen wir ja auch nicht gleich hinterher. Oder? Von der Partei, die im Moment die meisten Wählerstimmen hinter sich vereinen kann, erwarte ich einfach, sich den wirklich wichtigen Problemen zu stellen und nicht mit solchen Schwachsinnsbeschlüssen zu glänzen. Was kommt demnächst? Das Reinheitsgebot für Bier ist auch typisch deutsch und das kann man ja auch ins Grundgesetz aufnehmen. Oder die Kriterien, die einen reinen deutschen Schäferhund ausmachen. Und dann wundern sich die Politiker, wenn die Wähler sich entnervt vom Treiben in der Politik abwenden. Vielleicht einfach mal Probleme lösen, anstatt Scheindiskussionen zu führen. Oder um es abgwandelt mit Felix Muster zu sagen: „…oder stell ich mir Politik zu einfach vor…“?
So, nur mal kurz eine musikalische Empfehlung von mir. Der werte Felix Muster, seines Zeichens Ex-Kollege von mir, hat eine kleine, aber feine EP auf den Markt geworfen. Feine Musik für den geneigten Hörer, wie ich finde. Den Ohrenschmaus kann man sich hier geben. Die EP bekommt man im openbeats-Shop für schlappe 2,50 Euro. Kaufbefehl.
Nicht nur der derzeitige Tabellenplatz des ruhmreichen SVW sorgt für Frösteln, sondern auch das Wetter ist ganz klar auf Winter getrimmt. Letzten Freitag packte Frau Holle ihr Bettzeug aus und überzog Bremen mit Schnee. Dieses immer seltener werdende Naturphänomen hat die Frau dann gleich mit der Kamera festgehalten.
Momentan kann man sich ja vor lauter Kochsendungen und Co. gar nicht mehr retten. Kochen ist einfach en vogue und es wird auch immer schwerer, etwas wirklich Neues im kulinarischen Dschungel zu finden. Doch ihr habt Glück: Dank der Freunde von Geekologie.com wurde ich auf das „Sperma-Kochbuch“ aufmerksam. Hier kann man den Schmöker auch gleich käuflich erwerben und sogar durch die ersten Rezepte blättern.
Ich übersetze mal die Produktbeschriebung aus dem Englischen: „Sperma ist nicht nur nahrhaft, sondern hat auch eine tolle Konsistenz und wundervolle Kocheigenschaften. Wie bei edlem Wein und Käse ist der Geschmack vielschichtig und dynamisch. Sperma lässt sich kostengünstig produzieren und ist in den meisten, wenn nicht sogar allen, Haushalten und Restaurants verfügbar. Trotz dieser tollen Eigenschaften wird Sperma als Nahrungsmittel vernachlässigt. Dieses Buch wird dies hoffentlich ändern. Nachdem man sein anfängliches Zögern überwunden hat, wird man überrascht sein, wie toll sich Sperma in der Küche macht. Sperma ist eine aufregende Zutat, die jedem zubereiteten Gericht das gewisse Etwas geben kann. Wenn sie ein leidenschaftlicher Koch sind und auch mit neuen Zutaten experimentieren wollen, werden sie dieses Buch lieben.“
In diesem Sinne: Mahlzeit!
Gestern also dann den neuen James Bond Fim „Ein bißchen Toast„, äh, „Ein Quantum Trost“ gesehen. Naja, fand den Film nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Ein entschiedenes „Geht so“. Die Geschichte tropft ein bißchen fad vor sich hin und man erfährt auch nix wirklich Neues über diese Super-Duper-Geheimorganisation, die schon in „Casino Royale“ am werkeln war. James war einfach zu sehr damit beschäftigt, jeden möglichen Informanten so schnell zu töten, dass er gar nicht die Chance hatte, etwas beizutragen. Ein weiterer Minuspunkt waren die meisten Actionszenen. Ganz offensichtlich meinten Regisseur Marc Forster und seine Crew, dass eine sehr hohe Schnittfrequenz in den Action-Sequenzen zu mehr Spannung führt. Leider ist die Schnittfolge so schnell, dass man irgendwann nicht mehr weiß, wer was warum macht. Kann man machen, muss man aber nicht. Irgendwie habe ich mich aus diesen Szenen ausgeklinkt und die plätscherten so vor sich hin, ohne irgendwie Spannung aufkommen zu lassen. Das wurde in „Casino Royale“ deutlich besser gelöst. Mal schauen, was der nächste Bond so bringt.
Oh Mann, neulich im Radio habe ich auf einmal mir wohlvertraute Textzeilen in neuem musikalischen Gewand gehört. „The Unforgiven“ von Metallica interpretiert im momentan angesagten Pseudo-60er-Soul-Matsch à la Duffy und wie die ganzen Tröten heißen. Einfach nur grässlich. Zu Hause habe ich dann das große Internet bemüht, um festzustellen, dass die Stefanie Heinzmann dahinter steht. Dazu möchte ich sagen, dass Madame bitte ihre Finger davon lassen soll! Nimm Deine Radio-freundliche Spullermucke und belästige damit die Ohren anderer, aber vergreif Dich nicht an Sachen, die weit über Deinem Niveau sind. Und komm mir nicht mit: „Als ich vierzehn war, habe ich total viel Metallica gehört und war voll begeistert, als man mich fragte, ob ich das Lied covern will!“. Die korrekte Antwort auf die Anfrage wäre gewesen: „Was? Das Lied soll ich covern? Nee, kann ich nicht machen. Leider spiele ich nicht mal in meinen kühnsten Träumen mit Metallica in einer Liga!“ Naja, die gute Stefanie verschwindet ja bald eh wieder in der Versenkung.
Uiuiui, im Windschatten meiner Aufmerksamkeit ist einer neuer „Hartmut und ich„-Roman erschienen. Nachdem ich gerade vor kurzem „Wandelgermanen“ gelesen hatte, freue ich mich schon auf das neue Werk. Das Schöne an dem Buch ist, dass es auch einen eigenen Titelsong dazu gibt. Allgemein empfiehlt sich ein Besuch bei der Männer-WG.
Okay, okay, meine 360 ist im Eimer, aber ich bin nicht so arm dran wie der Kleine im Video. Wo ist eigentlich Amnesty International, wenn man sie mal wirklich braucht.