Final Four

Gestern war ich mit Katja in der Color Line Arena beim Final Four Pokalfinale der Handballer. Katja hat mich Kraft ihres Amtes als NDR-Praktikantin reingeschleust. Und dann durften wir genau auf Höhe der Mittellinie sitzen, ca. 5 m vom Spielfeld entfernt. Richtig lecker, die Plätze. Und dann die Spiele. Im ersten Halbfinale schlägt die SG Krnau/Östringen den HSV mit 29:28. Es war ein schon überraschendes Ergebnis, da ich den HSV in eigener Halle als Favoriten gesehen habe. Aber so ist das schon okay. Vor allem den immerhin 2000 Fans von Kronau dürfte es gefallen haben.

Das zweite Halbfinale bestritten dann der THW Kiel und die SG Flensburg-Handewitt. Ein Nordderby, das Aufeinandertreffen der beiden besten deutschen Mannschaften der letzten Jahre und ein erster Vorgeschmack auf das Finale der Champions League, wo beide Mannschaften auch gegeneinander spielen. Kiel überrannte zu Beginn des Spiels die Flensburger regelrecht. Nach 15 Minuten stand es 12:6. Zur Halbzeit stand es dann 19:12 für Kiel. Doch nach der Halbzeit brannten die Flensburger und holten Tor um Tor auf. Am Ende konnte der THW sich aber dennoch mit 33:32 durchstzen. Fast wären wir noch in die benachbarte AOL-Arena gewatschelt, um uns dort die NFL Europe mit den Hamburg Sea Devils anzuschauen. Aber das haben wir dann doch gelassen. Aber es war auch so schön. Dank, Schatz.

Ähh

Gestern ein grandioses Spiel des glorreichen SV Werder. Schön, dass Klose auch mal wieder die Bude getroffen hat. Was mich überraschte, war die Tatsache, dass Kai „Muschi“ Pflaume den Moderator geben durfte. Nach dem Spiel interviewte er Klaus Allofs und Mario Basler und irgendwie habe ich darauf gewartet, dass irgendein weiblicher Bremen-Fan dem Allofs einen Heiratsantrag macht und Baslers lange im Amazonas-Delta verschwundene Schwester auf einmal da steht und sich alle heulend in den Armen liegen.

Rock’N’Roll

Gestern abend auf dem Konzert von Enter Shikari gewesen. Sehr geil. Aber der Reihe nach.

Um viertel vor acht habe ich mich in Hamburg vor dem LOGO mit Jule und Björn getroffen. Erster Eindruck: Wir sind alt und mal überhaupt nicht Emo genug. Die Mehrzahl der Wartenden stand da in schwarz gekleidet rum, am besten noch Piercings und Tatoos sowie schwarz angemalte Augen. Konnten wir nicht mit dienen. Irgendwann durften wir auch rein und noch spontan eine Stunde auf die Vorband Lost Alone warten. Naja, die waren ganz nett, aber die Musik hat mich nicht wirklich angemacht. Sie waren zwar enthusiatisch und mit Freude bei der Sache, aber es war einfach nicht mein Ding. Björn und ich seilten uns nach hinten ab, um die Sache aus der Ferne zu betrachten und stellten fest, dass wir unseren ursprünglichen Plan, eine Emo-Band zu gründen, verwerfen mussten. Leider gehört die Verweigerung von Nahrung zwangsläufig dazu, denn die Jungs waren eher Gerippe. Wir waren kurz davor, bei McDonald’s mal ein paar Happy Meals für die Jungs abzugreifen. Kann man ja nicht mit anschauen. 7 Songs und 21 Minuten später verließ die Band dann die Bühne, und der Drummer verkaufte fröhlich Merchandise-Artikel an die Fans.

Um zehn Uhr dann kamen Enter Shikari auf die Bühne.  Als Intro gleich mal Prodigy mit „No Good (Start the Dance)“ und die Vorfreude steigt. Die Band trudelte langsam ein, und dann ging eigentlich nur noch die Post ab. Aber mal sowas von. Einfach nur geil. Die Jungs sind da abgegangen wie ein Zäpfchen. Nach dem ersten Song waren auch schon die ersten Fans auf die Bühne gespült worden und feierten da. Die Band forderte zwar ein paar Mal das Publikum auf, nach hinten zu gehen, um den Druck von den ersten Reigen zu nehmen, aber das half nur wenig. Die Musik von Enter Shikari ist eine Mischung aus Hardcore und Dance-Samples. Und immer wenn die Songs mit einem Dance/Technobeat begannen, flippte die ganze Band aus und hüpfte wie bekloppt da rum. Vor allem der Drummer machte sich zum Horst. Aber dabei merkte man immer, dass sie sich und ihr tun nicht so ernst nehmen und das machte das Ganze dann auch sympathisch. Nach einer knappen Stunde wurde das Set mit „Sorry, you’re not a winner“ beendet. Selbstversändlich gab es noch eine kurze Zugabe, aber dann war Schluss. War auch gut so, denn von der Decke über der Bühne tropfte das erste Wasser. Krasse Sache. Leider wissen wir immer noch nicht, was die für Drogen nehmen. Denn sowas wollen wir doch auch mal haben. 🙂

Wow!

Gerade eben das Champions League-Viertelfinale zwischen Manchester United und AS Rom gesehen. Vor dem Spiel habe ich mir noch gedacht, dass eigentlich so ein 5:0 für ManU ganz fluffig wäre. Naja, am Ende sprang ein 7:1 für die Engländer raus. Das Spiel war einfach nur geil. So darf Bremen dann auch gerne am Donnerstag gegen Alkmaar spielen.

Purple and Brown

Kranker Scheiß:

Handtuch-Kriege

Also, beim letzten Besuch im Fitness-Studio meines Vertrauens sind mir wieder zwei Sachen übel aufgestoßen:

Erstens: Zum einen ist es dann ja tatsächlich so, dass sich Klischees bestätigen. Damit meine ich die Hardcore-Bodybuilder-Fraktion. Auch wenn es sich um die Mucki-Bude der Uni handelt, so findet sich auch hier die allseits beliebte Spezies der Kraftaffen. Zehn Mal die Hanteln mit hochrotem Kopf in die Höhe gestemmt und danach dann stundenlange Betrachtung in der Spiegelgalerie. Könnte ja auch sein, dass sich da schon ganz neue Muskeln abzeichnen. Okay, vielleicht bin ich auch einfach nur neidisch, weil sich bei mir die Muskeln ob der Fettberge nicht zeigen wollen.

Zweitens: Woher kommt der Trieb der Deutschen, ihr Revier mittels eines Handtuchs abzustecken. Ist es der teutonische Eroberungsdrang, der uns nicht nur auf Mallorca dazu zwingt, die Schlacht am Pool schon frühzeitig durch die taktisch geschickte Platzierung von Handtüchern zu entscheiden? Auch in der Mucki-Bude zeigt sich dieses Verhalten sehr deutlich. Zum einen gibt es den Typen, der an ein Gerät geht und seine Übung durchführt, danach aber erstmal ausgiebig mit Kollegen plaudert, sich im Spiegel betrachtet und/oder mal eine Runde kacken geht. Komischerweise immer an dem Gerät, wo ich mal gerne hinmöchte. Dann gibt es auch die, die nur ein Gerät mit dem Handtuch erobern können, aber eigentlich an zwei verschiedenen Geräten zugange sind. Erst die Übung an dem einen Gerät und dann schnell zu Gerät Nummer Zwei. Ist dann halt doof, wenn man sich von diesen übereifrigen Sportskanonen in der Ausführung der Übung stören lassen muss. „Darf ich da mal ran, da war ich gerade zugange“. Tja, ohne Handtuch kann ich das ja nicht ahnen. Oder hat er das Gerät anderweitig markiert? Mal kräftig drangepinkelt oder per kräftigem Pups? Das wird noch zu ergründen sein. Bis dahin….

Das Alter

Es ist ja nun beschlossene Sache, dass das Rentenalter in Deutschland von 65 auf 67 Jahre erhöht wurde. Ich persönlich finde das jetzt nicht soo furchtbar schlimm, das Problem ist natürlich nur, dass es keinen Sinn macht, die Lebensarbeitszeit anzuheben, wenn die Menschen mit Mitte 50 schon als zu alt gelten und kaum noch Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Aber es gibt Hoffnung: Morgen schickt sich ein 43-jähriger an, sich im hohen Alter noch mal zu quälen und stellt sich nach 10 Jahren wieder in den Ring. Einen Applaus für Henry Maske.

Es wird nicht so ganz klar, warum er sich das noch einmal antut: Ist das Geld alle? War ihm das Leben zu langweilig? Aber die Beweggründe sind egal. Es ist auch egal, dass der Kampf außerhalb des normalen Kampfgeschehens der Verbände steht, und Maske auch nicht Weltmeister werden kann. Sein Gegner ist der ebenfalls 43 Lenze zählende Virgil Hill. Dieser hat in den letzten zehn Jahren aber zumindest aktiv geboxt und somit nicht ganz die Erfahrung im Eierschaukeln wie unser „Gentleman“.

Aber wir wollen ja gar nicht lästern. Wir freuen uns mit Henry. Er zeigt allen mutlosen Menschen mittleren Alters, dass man sich auch jenseits der vierzig gepflegt die Fresse polieren lassen kann und darüber hinaus, dass man sich die Wartezeit auf den Parkinson verkürzen kann, indem man sich die Gehirnmasse schaumig schlagen lässt. Und wenn alles gut läuft, dann ist hier noch lange nicht Schluß, denn zum Glück kommt Graciano Rocchigiani in vier Monaten wieder aus dem Knast. Und dann gibt es noch Rene Weller. Und in drei bis vier Jahren ist bei Axel Schulz bestimmt auch die Kohle wieder alle und er lässt sich zum zweiten Schlaganfall prügeln. In diesem Sinne: Gut Holz!

Song of the Moment….

So, neulich in der Online-Ausgabe der Visions über diese Band gestolpert. Da sie hauptsächlich über Plattformen wie MySpace zu einiger Aufmerksamkeit und wohl auch einem Plattendeal gekommen ist, nennen einige sie schon Web 2.0-Band. Ich hasse solche Floskeln. Aber egal, hier das Video. Und ja, es sind Spackos. Aber egal.

Filme am Wochenende…

Also, an diesem Wochenende haben Schatzi und ich Filme gesehen. Am Freitag ging es los. Leider war der Film kein guter Start. Wir haben uns „Der rosarote Panther“ mit Steve Martin und Jean Reno angeschaut. Der Film ist einfach nur schlecht. Bei jedem Gag weiß man ganz genau, dass er kommt und man weiß auch, was kommt. Dagegen ist die „Nackte Kanone“ Intellektuellen-Humor. Man müsste schlechte Remakes irgendwie verbieten können. Und das sich Jean Reno für so einen Quark hergibt ist auch mehr als peinlich.

Der zweite Film war „Children of Men“, den wir gerade eben geschaut haben. Ist echt ziemlich gut, der Streifen. Spielt im Jahre 2027 in England. Die Insel ist zu einem totalitären Staat geworden, unter dem vor allem die Ausländer leiden, die deportiert und verfolgt werden. Hinzu kommt, dass im Jahr 2009 das letzte Baby geboren wurde und seitdem sämtliche Frauen auf der Erde unfruchtbar sind. Der Held des Filmes lebt in dieser Welt und macht sich eigentlich herzlich wenig Gedanken über die Welt und das Geschehen um ihn herum. Auf einmal tritt seine Ex-Freundin an ihn heran und bittet ihn um einen Gefallen: Er soll einer schwangeren Frau zur Flucht verhelfen. Aber ich will hier nicht zuviel verraten. Der Film ist ziemlich drastisch und auch spannend. Zudem spinnt er die heutige Terrorbedrohung und die Reaktion der bedrohten Staaten weiter und malt auf dieser Grundlage ein ziemlich düsteres Bild der Zukunft. Empfehlenswert.

Liebe Schalker!

gefunden via Werderblog

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