Schwein gehabt

Heute abend in Hamburg inner Kneipe das Spiel Bayern gegen Bremen gesehen. Tja, da kann man nur sagen: Schwein gehabt. In den ersten 35-40 Minuten hätten die Bayern auch gut und gerne drei bis vier Buden machen können. Aber dank Wiese und der Dämlichkeit von unserem Sprachgenie Podolski blieb es nur bei einem 0:1. In der zweiten Hälfte war es dann etwas besser, wobei auch da so manches Mal die Münchener gefährlich vor das Tor kamen. Und dann dieser geile Ausgleich aus dem Nichts. Schade, noch so ein Gurkending zum 2:1 für Bremen und ich hätte mich nicht mehr eingekriegt. So bin ich mit dem 1:1 hochzufrieden und hoffe, dass bald auch mal wieder sehenswerter Fußball serviert wird. Irgendwo muss doch die Form der Hinrunde noch aufzutreiben sein, oder?

Brechreiz!

Gerade „The Dome“ auf RTL II gesehen. Kommt da die Band „Nevada Tan“ auf die Bühne. Im ersten Moment dachte ich, ich sehe eine Sendung von vor 5 Jahren. Wer immer dachte, nach Linkin Park und diversen Nachahmerbands kann es nicht mehr schlimmer werden, hat sich getäuscht. Es geht noch WEIT tiefer. Denn man kann auch Rap/Metal-Musik auf Deutsch machen, mit einer Band deren Mitglieder zusammen soviele Haare am Sack haben, wie ich am kleinen Finger meiner linken Hand (so ca. 10 Stück). Wenn man sich den Ausschnitt aus ihrem Video auf der Homepage anschaut, dann finde ich den DJ mit Abstand am Geilsten. Einfach Hammer, wie der da so vermummt rumsteht. Und der Song, der Song, Kinder hört mir auf. Geht so megaaffentittengeil nach vorne. „Das ist die Revolution unserer Generation! Ja, ja! Yo, b**ch!“ Und dann die beiden „Rapper“: einer auf Hip-Hop gestylt, ganz stilecht mit NBA-Trikot und Cap, der andere ein bißchen auf bieder. Der eine Gitarrist auch fett mit Dreadlocks.

Aber hey, ich will hier ja nicht darauf hinaus, dass der Haufen gecastet sein könnte und verkrampft versucht, diverse Zielgruppen zu bedienen. Um Gottes Willen! Sowas kann es im Musik-Biz gar nicht geben. Okay, vielleicht bei den Boybands und Girlbands. Ja, auch bei Tokio Hotel, aber sonst leben die heutigen in den Charts vertretenen Bands doch das Konzept der Authentizität bis ins Letzte aus.

Und jetzt alle:  „Das ist die Revolution unserer Generation! Ja, ja!“

Hot in here..

Heute nach der Arbeit mal am Hamburger Hauptbahnhof nochmal flugs zu Burger King, um ein bißchen was für meine Kalorienbilanz des heutigen Tages zu tun. Unter anderem habe ich da den „Extreme Hot Double“ abgegriffen und da ist der Name ja mal Programm. Holla, danach weiß man aber, wo der Frosch die Locken hat. Wenn ich aufstoße, habe ich das Gefühl es zerfrisst mir die Speiseröhre. Freue mich schon auf die Endausscheidung. „Through a burning ring of fire……and it burns, burns, burns“. Gehe dann schon mal ultrazartes Klopapier kaufen.

Gepriesen sei der PC!

Tja, gestern hat es mich übel erwischt. Ich sitze am Rechner und auf einmal wird er total langsam. Ich wunder mich, was der PC denn macht, denn offensichtlich war er schwer am arbeiten. Naja, nach 5 Minuten immer noch keine Reaktion. Ich mache den PC aus und starte neu. Leider kommt er nur bis zum XP-Ladebalken und dann macht er nichts. Nach Einwurf der XP-CD sagt mir das Installations-Interface, dass meine C-Partition leer ist. Respekt. Nenne ich mal einen Tripper eingefangen. Beseitige dann auch weiterhin mal die Spuren des Dramas.

Ende Gelände

Heute war mein Schatzi bei einem Dozenten, damit er ihre Magisterarbeit betreut. Der Mann ziert sich ein bißchen. Das Problem an der Sache ist, dass er „nur“ wissenschaftlicher Mitarbeiter ist.  Und ab jetzt gilt die Regelung, dass mindestens ein Dozent mit Professur oder ähnlichem als Prüfer an der Magisterarbeit beteiligt sein muss. Dadurch wird es unlängst schwerer, Betreuer für die Magisterarbeit zu finden, da die Zahl der erforderlichen Professoren eher dünn gesät ist. Laut Auskunft des hier angesprochenen wissenschaftlichen Mitarbeiters hat er die Leitung mal darauf angesprochen, dass die Studenten dadurch auch Wartezeiten in Kauf nehmen müssten. Als zynische Antwort gab es dann ein: „Dann müssen sie halt warten!“.

Ich frage mich, ob da bestimmte Leute an der Uni die Einschläge nicht mehr wahrnehmen. Schon jetzt herrschen in unserem Studiengang eher bescheidene Zustände, die sich durch solche Maßnahmen eher verschärfen. Wenn ein Lehrender die Uni verlässt, wird die freiwerdende Stelle nicht sofort neu besetzt. Es ist einfach zum heulen. Aber hey, ich zahle ja auch nur Studiengebühren. Selber schuld, wer so naiv ist, da eine Gegenleistung zu erwarten. Traurig auch, dass sich z.B. unsere Fachschaft dieses Themas nicht annimmt, aber wahrscheinlich darf man da auch nicht zuviel erwarten. Aber wie gesagt, wir heißen jetzt „Leuphana Universität Lüneburg“. Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Arzt oder Apotheker. Ach Mist, das war ja gar kein Medikament. Schon seitdem ich an der Uni bin, sind die Zustände bekannt, geredet wurde seitdem viel, aber auch mal so gut wie nichts getan. Wenn ich noch einmal höre, Bildung ist die einzige Ressource in Deutschland und ganz besonders wichtig, dann werde ich denjenigen dazu zwingen sämtliche Prüfungsordnungen auswendig zu lernen und dann zu essen.

Eine kleine Geschäftsidee

Gestern abend schön mit Schatzi so genanntes Boulevardfernsehen betrachtet. Da kam dann ein Bericht über das Pärchen Doreen und Ronny aus Berlin. Beide sind leider arbeitslos und leben von Hartz-IV. Doch Ronny mag nicht mehr nur von Hartz-IV leben und träumt von einem Leben, wo man sich auch was leisten kann. Einen höheren Standard halt, oder auch eine Weltreise. Naja, und da der Ronny nicht ganz doof ist, setzt er sich hin und überlegt, was man denn so machen könnte. Das dauert ein bißchen und irgendwann hat Ronny die alles entscheidende Idee: Nicht er wird etwas an dieser Situation ändern. Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss! Sondern Doreen wird in den Puff geschickt. Also, überredet er kurzerhand sein Schatzi dazu, sich als Prostituierte feilzubieten.

Also, wird Doreen in den Puff geschickt und nach einem Besuch beim Frisör darf sie dann die ersten Freier ranlassen. Leider fühlt sie sich nicht so gut dabei und als ein älterer Herr das Recht an ihrer Liebe für einen begrenzten Zeitraum erwirbt, da bricht sie die ganze Sache noch am ersten Tag ab.  Jetzt haben sich alle von ihr abgewendet und auch Ronny, diese selbstlose, treue Seele mag sie erstmal nicht mehr anfassen.

Was ich an diesem Bericht so unsagbar schrecklich fand, war einfach die lakonische Darstellung des Ganzen. Kein Kommentar dazu, dass dieses charakterlose Arschloch seine eigene Freundin zum Anschaffen schickt. Auch keine kritischen Fragen an ihn. Vielmehr wird die Sache so dargestellt, als hätte sie einen Probetag beim Bäcker verbracht. „Möchten sie unser Kraftkornbrot geschnitten oder am Stück?“ Naja, vielleicht darf man ja mittlerweile so mit Menschen umgehen, die versuchen, wieder Anschluss an das Arbeitsleben zu finden. Und das keiner den Typen mal kastriert. Unfassbar. Aber sich dann nächste Woche wieder darüber aufregen, dass der Eisverkäufer an der Ecke nicht die DIN-Norm bei der Eiskugel-Größe einhält.

Endlich….

Nach zweieinhalb Wochen der Einsamkeit ist mein Schatz wieder zurück aus dem Urlaub. Am Ende ist sie dann aber doch nicht wirklich braun geworden, was aber auch ganz gut ist, denn so werde ich nicht die ganze Zeit daran erinnert, dass ich im trüben Deutschland hocken musste, während sie sich unter Palmen sonnen durfte. Aber jetzt ist es nicht mehr so einsam in unserer Bude. Und der Hamster, äh, das Kaninchen ist auch wieder da. Juchuu!

Werder vs. Ajax

Bremen hatte das Hinspiel schon 3:0 gewonnen und es war bisher das beste Spiel in der Rückrunde. Nach einem schnellen 1:0 der Amsterdamer konnte Bremen in der 15. Minute das 1:1 machen. Die erste Halbzeit war relativ ausgeglichen, sowohl Bremen als auch Ajax hatten ein paar Chancen.

Die zweite Halbzeit ist ein einziges Armutszeugnis. Die Bremer lassen sich völlig nach hinten drängen und zu Recht schießen die Holländer noch das 2:1 und 3:1. Da ist kein Kampf, die Bälle werden einfach nach vorne gebolzt. Die Zweikämpfe werden kaum oder gar nicht angenommen. Vor allem Pasanen lässt sich ein ums andere Mal von Babel auf der rechten Abwehrseite nass gemacht. Mir ist das unerklärlich, wie man da mit so einer Einstellung reingehen kann. Die Mannschaft kann doch spielen, aber sie muss auch mal dagegenhalten. Diese Leidenschaftslosigkeit ist für mich nicht so erklären. Man hat fast das Gefühl, dass es Teilen des Teams egal ist, was da passiert. Wenn der Wiese da nicht so geil halten würde heute, dann wäre es eine ganz bittere Angelegenheit.

Ein Glück hat der Schiri abgepfiffen!

Der kleine Wartesaal zum Glück

Heute Sprechstunde bei der schon angesprochenen Dozentin gehabt. Von halb eins bis zwei Uhr sollte sie Hof halten, also habe ich meine Hühner so gesattelt, dass ich dann um kurz vor eins da war. Es war eine Sprechstunde ohne feste Terminvergabe. Normalerweise trägt man sich in eine Liste ein und kommt so zu seinen 10 Minuten Anteilnahme. Als ich die Treppe hochkrabbelte sah ich schon ein Knäuel von jungen Damen. Erster Gedanke: Robbie Williams hält eine Autogrammstunde; Zweiter Gedanke: das Mächengymnasium St. Anna aus Oberachhausen macht einen Tagesausflug, um sich die Uni anzugucken. Bevor ich die Meute auffordern konnte, hier nicht den akademischen Betrieb aufzuhalten und sich zu verziehen, kam mir noch ein dritter und schmerzhafter Gedanke: Die wollen auch zur Sprechstunde und ich bin schon so alt, dass die Ladies einfach viel jünger aussehen. Und so war es dann auch. Nach fünf Minuten habe ich dann gemerkt, dass sich das a) noch lange hinziehen kann und b) der Füllstand meines Magens mit sagte, dass ich vielleicht mal ein kombiniertes Frühstück/Mittagessen einwerfen sollte. Das war dann eine Bratswurst, Kartoffelpüree und Wirsingmatsch. Schmackofatz kann ich da nur sagen.

So, nach der Stärkung dann zurück und die Reihen hatten sich schon minimal gelichtet. Also habe ich mir noch 100 Minuten die Beine in den Bauch gestanden. Mich mit der Beschaffenheit der Raufasertapete im Flur auseinandergesetzt. Mich gefreut, dass nicht so einer von diesen verdammten Gitarrenheinis da ist. Ihr wisst, was ich meine: die Leute, die auf jeder Party erst stundenlang von ihren Gitarrenkünsten erzählen, bis sie die dahinschmachtende Frauenmeute dazu überreden kann, doch mal ein paar Sachen zu klimpern. Hier ziehen Nirvana und Simon & Garfunkel bestimmt gut. Schade fand ich, dass man da kein Lagerfeuer machen konnte, um nicht ein paar Marshmellows zu rösten oder die eine oder andere tote Ratte. Aber das Leben lehrt uns, dass es kein bunter Teller ist. Ja, gerade als ich mir ausgemalt habe, wie es wäre, wenn wir die Nacht da verbringen müssten, wurde ich dann doch noch eingelassen. Vier Minuten später durfte ich dann gehen. Sag noch einer, dass Leben ist langweilig.

Ich habe Feuer gemacht!

Naja, vielleicht nicht so ganz, aber nachdem ich eine halbe Stunde brauchte, um das Bild für den Blog zusammenzuschustern, wollte ich das „mal eben kurz“ einbauen. Jetzt sind 105 Minuten vergangen und es klappt endlich. Nicht einfach dieses Leben!

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