Das erstmals-betrunken-Stöckchen

So, habe also von der Nachtfliegerin ein Stöckchen gefangen und soll mich jetzt hier zum Thema “Zum ersten Mal besoffen” äußern. Also, als ich zarte 15,5 Jahre alt war, bin ich eines Abends mit Axel auf die Verlobungsfeier seines Bruders gefahren. Axel hatte zwei Brüder, die beide einige Lenze mehr auf dem Ticker hatten als wir zwei. Wir dürften auch so ziemlich die Jüngsten dort gewesen sein. Vorher hatte man sich auch schon mal ein Bierchen gegönnt, aber auch nicht mehr als ein oder zwei. Zeit also, für eine Sauferei mit allen Extras.
Auf der Party wurden wir einem der Brüder in die tiefen Geheimnisse des “U-Boot-Saufens” eingeführt. Dafür bekamen wir ein 0,4l Bier und darin wurde ein kurzer versenkt. Beide zusammen mussten dann auf Ex weggehauen werden. Unbedarft wie ich war, habe ich mich mit Begeisterung in die Materie gestürzt. Kann ja keiner ahnen, dass das Saufen auf Ex die Zeit bis zum Vollrausch erheblich verkürzt. Also, den ersten Becher angesetzt und runter damit. Zur allgemeinen Belustigung konnte ich den Humpen schneller leermachen als alle anderen. Angespornt durch die Aufmerksamkeit stürzte ich eine komplette U-Boot-Flotte runter. Und war ratzfatz voll wie ein Amtmann. Von der Party weiß ich nicht mehr viel, irgendwann wurde ich dann nach Hause gebracht, wo ich dann in einem letzten Anfall von Mitdenken einen Eimer neben das Bett stellte. Im Bett machte ich dann die erste Bekanntschaft mit dem guten alten Hubschrauber im Kopf. Alles drehte sich, und als alles nichts half, machte ich mich daran, den Eimer vollzumachen. Meine Mama hat alles mitgekriegt und sich schön einen gefeixt. Ich glaube, in der Nacht habe ich den Eimer später noch wieder saubergemacht.
Am nächsten Tag musste ich um acht aufstehen und nach Hamburg zu einem Handballturnier. Die ganze Fahrt über war ich fest davon überzeugt, früher oder später sterben zu müssen und gespielt habe ich wie ein Zombie. Nie wieder Alkohol habe ich mir geschworen. Und das hielt auch bis zum nächsten Pils.

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  1. “U-Boot-Saufen” – das ist mal eine lustige Variante sich den Kopf dicht zu machen.
    Herrlich!
    Das sollten wir unbedingt auch mal ausprobieren, dann lassen sich vielleicht auch die Filme besser ertragen die ihr so ausleiht! 😉

  2. Stephen

    Die Filme waren gestern top.

  3. Katja

    Besonders witzig find ich den Ausdruck “Angespornt durch die Aufmerksamkeit”. Tja, auch heute noch bist du der schnellste Trinker, den ich kenne. Meinst du, man kann damit Geld verdienen?

  4. @Katja: Ja, es hatte was von einer Freakshow. Neben der Dame mit Bart kommt Stephen, das Fass ohne Boden. Vielleicht sollte ich damit echt mal zu einem Zirkus gehen.
    @Jule: Können wir gerne demnächst mal ausprobieren.

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