Eilmeldung!!

Es ist wieder soweit. In nicht mal vier Wochen beginnt die Fußball-WM in Südafrika. Darauf freue ich mich, denn zum einen hofft man auf tollen Fußball und zum anderen kann man so auch mal völlig abseitige Begegnungen sehen, wie bspw. Honduras gg. Chile. Sonst eigentlich völlig uninteressant, aber im Kontext eines großen Turniers schaue ich mir alle Spiele an, die ich zu sehen bekomme.

Worauf ich aber getrost verzichten kann, ist dieses mediale Brimborium. Heute schafft es das gerissene Innenband von Michael Ballacks Knöchel die ganze Nation in Atem zu halten. Was ist schon die Eurokrise oder der De-Facto-Bürgerkrieg in Thailand, wenn doch Michi Aua hat. Wobei heute kann ich das gerade noch nachvollziehen, denn schließlich hat Deutschlands einziger Weltklasse-Fußballer der letzten Jahre die Segel streichen müssen. Richtig schlimm wird es dann erst wieder zur WM, wenn jeder Fernsehsender krampfhaft versucht, sein Programm mit WM-bezogenen Nachrichten interessant zu gestalten.

Am Ende ist man über alles im Bilde. Man weiß, was die Nationalspieler essen, was sie trinken, was sie abends auf dem Zimmer so machen. Und Miro Kloses Durchfall wird dann als Eilmeldung durchs Programm getrieben inklusive erster Analyseergebnisse seines Stuhls. Da ist es doch einfacher, Fan der englischen Mannschaft zu sein. Das Mediengezeter auf der Insel, was sicherlich dem deutschen in Nichts nachsteht, wenn es nicht sogar noch extremer ist, bekommt man hier kaum mit. Ab und an kann man mal online gucken, ob was Interessantes passiert ist und das wars. Oh, da kommt eine neue Sondermeldung: Schweinsteiger hat Schluckauf, vielleicht kann er die nächste halbe Stunde nix trinken. Hoffentlich beeinträchtigt das nicht die Chancen der deutschen Elf.

Metro 2033: Buch vs. Spiel

In den letzten Tagen konnte ich mich glücklich schätzen, die gleiche Geschichte in zwei unterschiedlichen Medien erleben zu dürfen. Schon seit knapp 2 Monaten habe ich mich durch das Buch „Metro 2033“ gearbeitet. Vor einem Monat kam auch das gleichnamige Spiel für die Xbox 360 noch hinzu. Das letzte Mal hatte ich ein ähnliches Szenario bei der Herr der Ringe-Trilogie, wo ich parallel zum ersten Film die Bücher las. Ja, totally Crossmedia und so. 😀

Wie schon aus dem Titel zu ersehen, spielt Metro 2033 in eben jenem Jahr 2033. Die Menschheit hat sich mehr als 20 Jahre vorher mit Atomwaffen die Köpfe eingeschlagen und die wenigen Überlebenden der russischen Metropole Moskau haben sich in die Tunnel und Bahnhöfe der Metro geflüchtet, wo sie ihr Dasein fristen. Die Oberfläche der Stadt ist aufgrund der hohen radioaktiven Strahlung unbewohnbar und nur wenige trauen sich überhaupt in die zerstörte Stadt, um nach verwertbaren Gegenständen zu suchen. Die atomare Apokalypse hat dazu geführt, dass zahlreiche Tier- und Pflanzenarten mutiert sind und diese neuen Lebensformen sind nicht unbedingt freundlich. Interessant an dem Setting ist die Tatsache, dass sich einzelne Stationen der Metro zu Allianzen politischer und/oder religiöser Natur zusammengeschlossen haben. Es gibt Kommunisten, das Vierte Reich, die Hanse oder auch die so genannte Polis. Alles Fraktionen mit eigenen Interessen und Terrritorien. In der Metro lebt auch Artjom, ein junger Mann, dessen Station von den so genannten „Schwarzen“ heimgesucht wird, ein Feind, der die ganze Metro bedroht. Artjom wird auf eine alles entscheidende Mission geschickt und von seiner Reise handeln Buch und Spiel.

Das Spiel fällt leider im direkten Vergleich der beiden Medien deutlich ab. Es wird irgendwie nicht so deutlich, warum man jetzt diese Reise durch die Metro unternehmen soll und viele Zusammenhänge bleiben unklar. Zudem fand ich die Entscheidung, aus der Geschichte einen Ego-Shooter zu machen nicht so gut. Gerade das Setting mit den vielen Fraktionen, denen man während der Reise durch die Metro begegnet, wäre aus meiner Sicht viel besser für ein Rollenspiel geeignet. Stattdessen läuft man durch dunkle Tunnel und ballert ab und an auf Horden an Mutanten. Das ist dann nach 2-3 Stunden Spielzeit auch höchst langweilig. Angeblich soll „Metro 2033“ in Richtung Survival Horror (à la Resident Evil) gehen, aber gruseln tut man sich gar nicht. Einzig die immer wieder knapp bemessene Munition sorgt für ein bißchen schwitzige Hände. Mich hat zudem belustigt, dass man ständig im Spiel Hinweise auf das Buch findet. Mal liegen Ausgaben von „Metro 2033“ in den Unterkünften der Menschen oder es finden sich Poster, die dezent auf das Buch hinweisen.

Ich habe das Spiel nicht durchgespielt, da es mich nicht wirklich in seinen Bann ziehen konnte. Das Buch habe hingegen beendet und fand es sehr gut. Der Autor wird manchmal ein bißchen ausufernd in seinen Beschreibungen der Umgebung, aber das ist nicht wirklich schlimm. Das Setting wird hier wirklich schön ausgereizt und man wird auch viel mehr in die Handlung hineingezogen. Jetzt ist nur die Frage, ob ich mir auch das Buch „Metro 2034“ gebe, denn bei Amazon kommt die Fortsetzung nicht so gut weg. Manchmal macht das gute alte Lesen doch mehr Spaß.

Tour de l’est

Die letzte Woche die Frau und ich damit zugebracht, ein bißchen den Osten der Republik zu bereisen. Erster Stopp auf der Tour war dabei Dresden, wo wir uns ein paar Tage bei den Schwigereltern eingenistet haben. Dabei haben wir es uns ein paar Tage gut gehen lassen und weniger unternommen als vielmehr abgehangen und entspannt. Dabei konnten wir den ersten Besuch im Eiscafé für dieses Jahr verzeichnen. Zudem haben wir schonmal für den bevorstehenden Sommerurlaub aufgerüstet und ein bißchen die Binnenwirtschaft angekurbelt. Und am Ostermontag haben wir uns dann mal die Festung Dresden angeschaut, um ein bißchen auf Kultur zu machen. 🙂 Abgerundet wurde der Dresden-Besuch durch den ersten gemeinsamen CD-Kauf und die Planung des ersten gemeinsamen Konzertbesuchs. Und das nach fast 6 Jahren Beziehung. Am 16.05. geht es zu Silly nach Hamburch.

Dienstag nach Ostern sind wir dann in den Norden gefahren, genauer gesagt nach Rostock. Nach unseren Flitterwochen haben wir dort schon einen Zwischenstopp eingelegt und da uns das dort so gut gefallen hat, haben wir uns entschlossen, da mal ein paar Tage am Stück zu verbringen. Nach der Ankunft haben wir erstmal gepennt und danach dann den ÖPNV genutzt, um in die City zu kommen. Da haben wir mal ein bißchen die Gegend erkundet und sind zum Abschluß des Tages ins Kino und haben uns „Shutter Island“ angeguckt. Kann man machen, muss man aber nicht. So richtig hat mich der Film nicht überzeugt, auch wenn er nicht wirklich schlecht ist.

Mittwoch haben wir erstmal das Zimmer gewechselt, da wir irgendwie in einem Raucherzimmer gelandet waren und auch Dauerlüften nix half. Anschließend haben wir die Hühner gesattelt und sind bei strahlendem Sonnenschein nach Warnemünde an die Ostsee gefahren. Das war ein richtig schöner Tag mit Bummeln und Sonnen, Bummeln und Sonnen.. . Gab auch einen leichten Sonnenbrand zu verzeichnen. Abends dann essen gegangen und dabei das CL-Spiel zwischen Bayern und Manchester verfolgt.

Einen Tag später haben wir den Zoo Rostock besucht, den ich nur empfehlen kann. Ist echt nett dort und wir haben einige Zeit gebraucht, um alles zu erkunden. Es war auch angenehm leer, so dass man nirgends lange anstehen musste oder es großes Gedränge gab. Nach dem Zoo sind wir nochmals in die Innenstadt, haben aber schnell mit qualmenden Socken aufgegeben. Abends dann mal den Pizzadienst getestet und für gut befunden.

Freitag dann sind wir erst nach Bad Doberan und haben uns dort den Münster sowie das alte Kloster angeschaut. Anschließend ging es dann nach Kühlungsborn, wieder an der Ostsee spazieren. Aber irgendwie sagte uns der Ort nicht zu, ich fand Warnemünde ehrlich gesagt schöner. Vielleicht liegt es auch daran, dass diese klassischen Seebäder wie Binz, Kühlungsborn usw. sich alle sehr ähnlich sind, während Warnemünde eher ein alter Fischerort mit Hafen ist und mehr Charme versprüht. Neben Kühlungsborn liegt Heiligendamm, bekannt durch den G8-Gipfel von vor drei Jahren. Abgesehen von dem riesigen Grand Hotel findet man dort nix. Da das Hotel sich über eine große Fläche in Strandnähe erstreckt, mussten wir von unserem Parkplatz aus erst einen langen Weg um das Hotel laufen, um an den Strand zu kommen. Die feinen Herrschaften möchten unter sich bleiben. Den Tagesabschluss bildete der Besuch im Shopping-Center sowie der Besuch beim Griechen, wo es eine Lage Fleisch mit Fleisch gab. 🙂 Das war sie dann, unsere Tour de l’est.

Moderne Kriegsführung 2

Vorletztes Wochenende habe ich Call of Duty – Modern Warfare 2 beendet. Zeit, sich mal zu dem Spiel ein wenig zu äußern. MW2 sorgte schon vor Erscheinen für einige Diskussionen. Es gibt im Spiel eine Szene, wo man als Undercover-Agent in eine russische Terrorgruppe eingeschleust wird. Um das Vertrauen der Gruppe zu erhalten/festigen, muss man an einem Massaker auf einem Moskauer Flughafen teilnehmen, bei dem wehrlose Zivilisten ermordet werden. Die Diskussionen entzündeten sich genau an zwei Dingen: zum einen der Sinnhaftigkeit dieser Szene und zum anderen daran, dass die deutsche Version hier beschnitten ist. In Deutschland darf man keine Zivilisten töten, aber die Wachleute, die sich gegen die Terroristen zur Wehr setzen. Kann man auch einfach mal so im Raum stehen lassen.

Der erste Teil setzte Standards für moderne Ego-Shooter in Sachen Inszenierung, Pacing und auch Multiplayer. Der zweite Teil bietet im Kern einen guten bis sehr guten Shooter. Doch was an diesem Spiel nervt, ist die hanebüchene Story, die versucht, die Episoden zu einem Ganzen zu vereinen. Das wirkt leider so, als habe man einen Praktikanten in eine Besenkammer gestopft, damit er sich was Nettes einfallen lässt. Spoiler ahead: Am Ende der oben genannten Flughafenszene wird man vom Chef der Terroristen stumpf erschossen. Die russischen Sicherheitskräfte finden die Leiche, identifizieren sie als CIA-Agenten und dann fallen die Russen (unter Führung eines Despoten namens Makarov) in die USA ein. Nach einem heftigen Lachkrampf habe ich dann doch weitergespielt. Es wird nicht wirklich besser. Am Ende ein billiger Storytwist, der schon mal auf den nächsten Teil einstimmt.

Was mich daran ein bißchen irritiert hat, ist die Tatsache, dass das Spiel aller Orten die dicksten Wertungen einheimst (94% bei Metacritic). Seit Jahren heißt es, dass Videospiele Kulturgut sind und man doch auch mal anfangen solle, Videospiele wie bspw. Filme oder Bücher zu rezensieren. Dann sollte man auch mal konsequent sein und hier mal schlechtere Wertungen vergeben, einfach weil die Story so schlecht und konstruiert ist und weil die Flughafenszene scheinbar nur dazu da ist, um zu provozieren. Leider wird diese Szene von den Gegnern so genannter „Killerspiele“ nur zu gerne als Argument aufgenommen werden. Wenn Videospiele wirklich ernst genommen werden wollen, dann sollte man auch mal die Story wie bei einem Film oder Buch mit einfliessen lassen.  Natürlich gibt es auch trashige Filme mit einem mieser Handlung, aber keiner würde diese durch die Wertungen in den Rang eines Meisterwerks erheben.

Don’t call it a Rollenspiel

Letzte Woche habe ich Mass Effect 2 abgeschlossen und wollte mich mal kurz dazu äußern.

The Good:

Die Grafik des Spiels ist der absolute Hammer. Ich kann mich kaum daran erinnern, ein so gut aussehendes Spiel auf der 360 bisher gespielt zu haben. Dazu hat man noch einige schwere grafische Probleme aus Mass Effect 1 ausmerzen können, so dass der Look des Spiels wie aus einem Guss wirkt und man nicht aufgrund von technischen Problemen aus der Spielwelt gerissen wird. Ein weiterer Schwachpunkt im ersten Teil war die Steuerung in den Shooter-Passagen, die oft sehr hakelig war. Oft genug blieb man an Objekten hängen oder hatte das Problem, dass der Charakter auf dem Bildschirm nicht so ganz das macht, was man eigentlich möchte. Dadurch habe ich dann doch das eine oder andere Mal das Zeitliche gesegnet, was mich dann unnötig auf die Palme gebracht hat. Hier hat Entwickler Bioware noch einmal Hand angelegt und so für ein sehr flüssiges Spielerlebnis gesorgt.

Bioware ist bekannt dafür, dass sie ihren Spielen eine sehr gute Story verpassen. Das ist schon in Mass Effect 1 der Fall gewesen und setzt sich nun im zweiten Teil nahtlos fort. Man hat hier eine richtige Space Opera aufgezogen und die epische Geschichte vom Kampf gegen die so genannten Reaper ist um Lichtjahre besser als die Story der meisten anderen Games. Vor allem schafft es das Spiel, einem die Charaktere näher zu bringen und verschafft ihnen darüber hinaus eine gewisse Tiefe, da die meisten Crew-Mitglieder, die man im Laufe der Zeit anheuert, nicht einfach nur schwarz oder weiß sind. Das ist zwar bei weitem kein Kammerspiel mit ausufernden Charakterstudien, aber eine gelungene Abwechslung zu Stories wie „Die bösen Terroristen kriegen Atomwaffen von den bösen Russen und jetzt müssen wir alle töten.“ Im Spiel muss man auch ständig Entscheidungen treffen, die entweder böse oder gut sind und den Charakter entweder in Richtung Heiliger oder Teufel bringen. Manchmal ist relativ offensichtlich, welche Entscheidung zu welchem Ergebnis führt, aber es gibt auch Situationen, in denen das nicht so klar ist und sich erst später herauskristallisiert. Um das Ganze abzurunden, gibt es auch einige „Entweder oder“-Situationen, in denen es keine offensichtlich „gute“ Entscheidung gibt und man letztlich nur zwischen Pest und Cholera wählen kann.

The Bad:

Leider hat das Spiel auch einige Macken. Zum ersten kann man jeden Planeten, der einem über den Weg läuft, abscannen. Dies dient vor allem dazu, Rohstoffe zu sammeln, mit denen man Waffen-, Panzerungs- oder Raumschiff-Upgrades kaufen kann. Dabei muss man im Rahmen eines Minispiels den Planeten einmal komplett absuchen und immer dann eine Sonde auf den Planeten schießen, wenn der Ausschlag bei einem der Rohstoffe besonders hoch ist. Das hört sich nicht nur unglaublich lahm an, es ist es auch. Es ist das Äquivalent zu den unglaublich dämlichen Planetenausflügen mit dem Spürpanzer aus dem ersten Teil. Damals fuhr man mit einer Art „Fuchs“-Spürpanzer aus dem 26. Jahrhundert auf Planeten rum, um Artefakte und Rohstoffe einzusammeln und um Nebenmissionen zu erfüllen. Dabei sahen die Planeten weitgehend gleich aus und irgendwie wirkte es ziemlich aufgesetzt.

In Mass Effect 2 kann man über das Scannen der Planeten Anomalien finden, die immer darauf hinweisen, dass man hier eine kleine Nebenmission zu erfüllen hat. Leider hinken diese Zufallsmissionen dem Rest des Spiels weit hinterher. Teilweise sind die so dumm, dass man das Gefühl hat, man wollte ein paar Praktikanten beschäftigen. Vor allem sind sie teils sehr kurz. Die kürzeste hat vielleicht drei Minuten gedauert, sprich das Laden vor und nach der Mission war länger. Da kann man sich das dann auch sparen.

Was ich auch schade finde, ist die Tatsache, dass der im ersten Teil noch stark präsente Rollenspiel-Anteil hier auf Sparflamme runtergefahren wurde. Ich bin kein Hardcore-Rollenspieler und wenn ich bei meinem Charakter auch noch einstellen kann, ob er Links- oder Rechtsträger ist, dann ist mir das ein bißchen too much. Aber hier hat man kaum noch Optionen. Man kann eine Klasse auswählen (Soldat, Techniker, usw.), man kann ein ganz kleines bißchen Aufleveln und das wars dann auch. Da bietet Tetris bald mehr Möglichkeiten. So ist Mass Effect 2 eigentlich ein Third-Person-Shooter und kein Rollenspiel.

The Verdict:

Auch wenn vielleicht der Eindruck des bisher Geschriebenen täuscht, aber mir hat das Spiel richtig Spaß gemacht. Die positiven Facetten überwiegen bei Weitem, auch wenn einige Kleinigkeiten den Gesamteindruck trüben. Ich wollte aber darauf einfach mal eingehen, da das Spiel ansonsten überall abgefeiert wird wie nix Gutes. Ganz so euphorisch bin ich ehrlich gesagt nicht. Ich freue mich aber schon auf den dritten Teil, der dann wohl in zwei Jahren erscheinen wird und dann die Geschichte zu einem (hoffentlich interessanten) Ende bringt.

Für das Gesamtpaket gibt es von mir 8/10 Punkte.

Gewinne, Gewinne, Gewinne…

Gewinnspielseiten gibt es im Internet wie Sand am Meer. Die meisten davon sammeln einfach nur die Gewinnspiele, die auf anderen Seiten stattfinden oder bieten die Lösungen für das eine oder andere „anspruchsvolle“ Quiz feil. Kommen wir jetzt mal zu einem etwas anderen Ansatz. Bei Scupy geht auch um kostenlose Gewinnspiele, doch wird hier ein etwas anderer Weg verfolgt. Das Prinzip dahinter lässt sich auf die bekannte Formel von Online-Auktionshäusern runterbrechen: Verkäufer treffen auf Bieter, mit dem Unterschied, dass man die beiden Begriffe mit „Veranstalter“ und „Teilnehmer“ ersetzt.

Firmen und Organisationen bietet Scupy die Möglichkeit, einfach und ohne großen Aufwand ein Gewinnspiel ins Netz zu bringen. Die Abwicklung bleibt dabei in den Händen von Scupy, man muss also keine eigene Gewinnspielseite programmieren und muss auch nicht die eingehenden Lösungen sammeln und auswerten. So kann man schnell und einfach die Gewinne unter das wartende Volk bringen. Zudem trifft man auf Scupy auf eine Vielzahl von Teilnehmern, die sich dort registriert haben, um an Gewinnspielen teilzunehmen. Man erreicht so also eine höhere Aufmerksamkeit, bringt mehr Traffic auf die eigene Webseite (die selbstverständlich verlinkt wird) und kann auch neue Leser für den eigenen Newsletter gewinnen. Zudem bietet Scupy umfangreiche Statistiken, um den Erfolg der Gewinnspiele zu messen und auch die Möglichkeit, Werbebanner zu integrieren.

Auf der anderen Seite sind die Teilnehmer. Auch hier bietet Scupy einige Vorteile. Das geht los mit der einfachen Registrierung, die nur wenige Angaben benötigt. Scupy fällt jedenfalls nicht durch eine allzu große Datensammelleidenschaft auf. Nach der Registrierung kann man an allen zur Verfügung stehenden Gewinnspielen teilnehmen. Dazu reicht es, die vermeintliche richtige Antwort auszuwählen und abzuschicken. Danach kann man sich dann entspannt zurücklehnen und darauf warten, dass die Glücksfee einem hold ist. Wer will, kann sich für die Newsletter der veranstaltenden Firmen anmelden, aber dies ist völlig freiwillig und hat keinerlei Auswirkungen auf die Gewinnchancen. Eine feine Sache also.

Ich kann euch Scupy nur wärmstens ans Herz legen. Also, fix angemeldet und viel Spaß beim Gewinnen. 🙂

Studentenfutter? Knabberkrams? Mr. TrailMix

Seit ein paar Tagen ist Mr. TrailMix mit einem Online-Shop im Netz vertreten. Dahinter steckt Tobias, ein Blogger-Kollege, der einen Werder-Blog betreibt. Schon im Vorfeld habe ich ein wenig von den Vorbereitungen mitbekommen und als Mr. TrailMix eine Testaktion ins Leben rief, habe ich mich einfach mal gemeldet. Glücklicherweise war ich wohl einer der ersten Ausgehungerten und konnte an der Aktion teilnehmen.

Mr. TrailMix bietet einem die Möglichkeit, sich aus verschiedenen Zutaten einen ganz persönlichen Mix an Knabbereien zu erstellen. Man kann zwischen diversen Nüssen, getrockneten Früchten, Süßkrams oder deftigen Sachen wie Wasabi-Erdnüssen wählen und erhält die Sachen dann nach Hause geschickt. Dabei werden nur ausgewählte Zutaten, viele sind aus biologischem Anbau. Für die Tester standen drei Testmischungen bereit, meine Wahl war:

Mischung 2: „Seelentröster (verschärft!) by Mrs.TrailMix“ ( Erdnüsse gesalzen, Grüne Pistazien, Cranberries, Mango, Wasabi Erdnüsse (2x), Hot-Chili-Cracker (2x), Schokolinsen, Schoko-Erdnüsse).

Okay, schwierig wie ich bin, habe ich die getrockneten Früchte austauschen lassen und lieber mehr Cracker und Wasabi-Erdnüsse reinmischen lassen. Die Mischung wurde mir am Montag auf Arbeit geliefert und obwohl ich noch nicht da war, hat sich kein Arbeitskollege dran vergriffen. Im Paket war die Mischung in einer angenehm robusten Tüte, eine kleine wiederverschließbare Tüte, um die Sachen unterwegs besser transportieren zu können und noch ein paar Flyer (die ich fleißig in der Firma verteilt habe).

Mr. TrailMix-Lieferung

Habe natürlich nicht lange gewartet, bis ich die Packung aufgerissen habe und mich über die Leckereien hergemacht habe. Einen Teil habe ich auch an die gierigen Kollegen verfüttert. Die Mischung hat mich wirklich überzeugt und die einzelnen Sachen waren sehr lecker. Lange hat die Mischung jedenfalls nicht überlebt. 🙂 Wer Lust auf leckere Knabbereien hat und sich quasi sein eigenes Studi-Futter mischen will, ist bei Mr. TrailMix an der richtigen Adresse. Ich bedanke mich für die leckere Mischung und wünsche Tobias und Annerieke viel Erfolg mit ihrem Startup. Werde mir dann auch mal Nachschub ordern. 🙂

Den Shop findet man unter: www.mrtrailmix.de, den Blog unter blog.mrtrailmix.de und bei Twitter sind sie auch: http://twitter.com/MrTrailMix

Ich bin Batman!

Samstag vor einer Woche habe ich das erste Mal die Packstation benutzt, um „Batman Arkham Asylum“ abzuholen. Noch am selben Tag das Game in die Box geschoben und mal eine Runde angedaddelt. Die Demo hatte mich nicht so umgehauen, aber wenn alle Welt sagt, dass das Spiel der absolute Oberhammer ist, lasse auch ich mich auf einen zweiten Versuch ein. Und was soll ich sagen, dass Spiel ist richtig, richtig gut.

Als erstes sticht einem die total überzeugende Grafik ins Auge. Hier zeigt die Xbox 360, was sie zu leisten im Stande ist. Dazu kommt die Atmosphäre. Die Handlung spielt ausschließlich im Arkham Asylum, der Irrenanstalt von Gotham City. Und irre ist alles in Arkham Asylum nachdem der Joker alle Insassen von der Leine gelassen hat und das pure Chaos regiert. Doch auch ohne die marodierenden „Patienten“ ist das Arkham Asylum kein wirtlicher Ort.

Als dunkler Ritter stellt man sich mit diversen Gadgets und seinen Nahkampf-Künsten Joker und seinen Schergen. Die einzige Waffe von Batman ist sein Batarang, der Gegner aber allenfalls geringen Schaden zufügt. Schusswaffen hat Bruce Waynes Alter Ego nicht. Das sorgt dahingehend für Spannung, als man oftmals die direkte Konfrontation mit bewaffneten Gegnergruppen lieber unterlässt und versucht, immer wieder einen Kontrahenten von der Gruppe zu isolieren und dann auszuschalten, wobei ausschalten bedeutet, ihn bewusstlos zu schlagen. Batman tötet nicht.

Insgesamt ist Batman ein sehr stimmiges Spiel, dass einen schnell gefangen nimmt und einem schon das Gefühl gibt, man hat Batman unter seiner Kontrolle. Man begegnet in Arkham Asylum einigen Bösewichten aus dem Batman-Universum, wie bspw. Poison Ivy, Scarecrow oder Killer Croc. Leider ist das Spiel auch sehr schnell vorbei, schon nach ca. 8-9 Stunden hatte ich die Story durch. Leider ist für mich persönlich der Wiederspielwert gering. Das hinterlässt einen leicht faden Beigeschmack. Aber lieber eine kurze Story, die richtig fesselt als stundenlange Langeweile.

4 Wochen PSP

Vor genau 4 Wochen habe ich von meiner Süßen eine PSP von Sony geschenkt bekommen. Zeit für ein kleines Fazit. Die PSP kam im Bundle zusammen mit „Little Big Planet“, einem richtig guten Jump’n’Run mit dem kleinen knuddeligen Sackboy (dämliche Witze bitte in den Kommentaren). Das Spiel macht richtig Spaß.

Die PSP selbst ist echt cool. Für ein Handheld-System hat sie ein großes Display und liegt angenehm in der Hand. Die Klavierlack-Optik nervt ein bißchen, da man die Fingerabdrücke so gut sehen kann. Daneben bietet die PSP auch die Möglichkeit, Musik und Videos abzuspielen, was ich bisher aber noch nicht so richtig ausgenutzt habe. Zum Glück habe ich keine von den neuen PSP Gos bekommen. Die sind seit ein paar Monaten auf dem Markt und lassen sich aufschieben, wie bei manchen Handys. Dafür verzichten sie auf ein Laufwerk für die UMDs, den Spielediscs der PSP. Daher muss man also alle Spiele für die PSP Go runterladen und ist abhängig von der Preisgestaltung im Playstation Network Store. Spiele können auch nicht mehr gebraucht gekauft oder verkauft werden. Mich persönlich schreckt das alleine schon ab.

An der Spielefront ist die PSP so lala aufgestellt. Einerseits gibt es da schon richtig geile Perlen, wie bspw. „LocoRoco“ oder „Patapon“, die einfach durch ein abgefahrenes Spielprinzip überzeugen und in ihrer Einfachheit Spaß machen. Demgegenüber stehen viele Umsetzungen von Spielen, die schon auf PS 2 oder PS 3 erschienen sind. Dies gelingt mal mehr, mal weniger gut. Oftmals scheitern diese Umsetzungen daran, dass die PSP – im Gegensatz zu den Controllern der großen Konsolen – keinen zweiten Analogstick zum Steuern besitzt. Was mich aber auch nicht davon abgehalten hat, FIFA 10 für die PSP zu holen, damit ich den ruhmreichen SV Werder auch unterwegs zu Ruhm verhelfen kann. 🙂

Die PSP war eine richtig geiles Geschenk und macht einfach Spaß. Klare Empfehlung.

Die Leiden des jungen D.

Gestern abend habe ich die Biografie „Zurück ins Leben“ von Sebastian Deisler zuende gelesen. Ich war nie ein großer Fan von ihm, wahrscheinlich weil er halt nie in grün-weiß gespielt hat. Zum anderen hat mich das hystersiche Geschrei um seine Person immer abgeschreckt. Allein schon die „Basti Fantasti“-Nummer, die anfing nachdem er sein erstes Tor für Gladbach schoss, das Ergebnis eines unwiderstehlichen Solos über den halben Platz. Dann die ständige geheuchelte Anteilnahme bei seinen immer wiederkehrenden Verletzungen und als 2003 herauskam, dass er an Depressionen leidet.

Das Buch gibt einen guten Einblick in die kurze Karriere Deislers und zeigt vor allem, wie sich Deisler innen drin gefühlt hat. Am 6. März 1999 schießt Deisler das oben genannte Tor und wird in diesem Moment zum Hoffnungsträger einer ganzen Nation. 1998 war Deutschland bei der WM im Viertelfinale an Kroatien gescheitert, Vogts hatte kurze Zeit später abgedankt und Ribbeck trainierte die Nationalmannschaft. Auf Deisler vereinigten sich nun also all die Hoffnungen der Fans. Im Sommer 99 wechselt er zur Hertha nach Berlin, wo er der alten Dame neuen Glanz verleihen soll. Deisler selbst hofft, in der Anonymität der Großstadt untertauchen zu können, doch diese Hoffnungen erfüllen sich nicht. Die Fans, die Medien und die Vereinsverantwortlichen sehen in ihm den Heilsbringer, der den Verein und die Nationalmannschaft in ein goldenes Zeitalter führen wird.

Dieser Druck begleitet Deisler seine ganze Karriere hindurch. Bis heute hat es ein einzelner Spieler in Deutschland nie wieder geschafft, eine solche Hysterie auszulösen. Deisler selbst ist unter anderem auch an diesem Druck irgendwann zerbrochen. Ihm ging es nur darum, Fußball zu spielen. Das ganze Drumherum mit Medien, Werbepartnern und vielem mehr hat ihn nie interessiert, sondern nur angewidert. Natürlich kommen bei Depressiven mehr Faktoren zusammen, so hat Deisler auch eine gewisse Anlage zur Depression und sich selbst stark unter Druck gesetzt. Erschwerend kam seine Verletzungsanfälligkeit hinzu, alleine am rechten Knie musste er mehrfach operiert werden.

Unter viel Geschrei wird im Herbst 2001 bekannt, dass Deisler schon für den Sommer 2002 mit den Bayern einig geworden ist. Er gilt fortan in Berlin als Verräter. Sein Vereinsmanager Dieter Hoeneß hatte er schon im Sommer 2001 darüber informiert, dieser aber hatte Deisler das Versprechen abgerungen, noch bis zum Winter dichtzuhalten. Eine Indiskretion eines Bankangestellten sorgte dafür, dass alles an die Öffentlichkeit kam. Statt Deisler in Schutz zu nehmen und die Wahrheit zu erzählen, lässt der Verein zu, dass Deisler öffentlich gegrillt wird.

Auch bei den Bayern kommt Deisler nicht zur Ruhe. Statt einen weiteren Schritt nach vorne zu machen, kann er sich nie ganz durchsetzen, Verletzungen und seine 2003 bekannt gewordene Depression sorgen dafür, dass er zunehmend an Ansehen innerhalb des Vereins verliert und nach Jahren des Leidens gibt er Anfang 2007 seinen Abschied vom Profifußball bekannt.

Deislers Geschichte ist tragisch, so wie die Geschichte vieler anderer Depressiver. Deisler war mit unglaublich viel Talent gesegnet, doch Spieler seiner Klasse können nicht einfach nur kicken. Sie werden zu einem öffentlichen Gut, von dem jeder ein Stück abhaben möchte. Schon nach Deislers Abtritt gab es eine Diskussion über die Zustände im Profifußball und den Umgang miteinander. Diese Diskussion ist nach dem Suizid von Robert Enke erneut hochgekocht. Doch ändern wird sich auch nach diesem tragischen Ereignis nichts. Alleine schon die Wahl von Felix Magath zum Trainer des Jahres zeigt, dass man nichts gelernt hat oder lernen will. Fachlich mag man Magath nix ankreiden können, aber letztlich beruht ein nicht unerheblicher Teil seines Erfolgs auf der Verbreitung von Angst und dem Einfordern absoluten Gehorsams. Er ist sich auch nicht zu schade, einen Spieler wie Albert Streit den Fans und der Presse öffentlich zum Fraß vorzuwerfen oder Spieler, die keine Perspektive mehr haben, eiskalt abzuservieren und am langen Arm verhungern zu lassen. Aber gut, Erfolg geht dann offensichtlich über alles und das „Wie?“ hinterfragt dann auch keiner.

Deislers Buch gibt einen guten Einblick in das Innenleben eines Gescheiterten und zeigt, wie man auch am Glamour der Fußballwelt zerbrechen kann und nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Ich kann das Buch nur empfehlen, weil es mal was anderes ist als die üblichen Sportler-Biografien und auch weil die Geschichte bei Deisler noch ein glimpfliches Ende genommen hat.

Seite 13 von 36

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén